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Oster-Cup, Oberliga, Bundesliga… Neue männliche A-Jugend mit großem Pensum

von Silke Lenz-Fest

Intensive und erfolgreiche Wochen liegen hinter der neuen männlichen A-Jugend der SG OSF der Saison 2019/2020. Nach der großen Enttäuschung der Niederlage gegen die SG NARVA Ende der letzten Saison im Pokalfinale des HVB, bei der man das über die Saison erarbeitete Leistungsvermögen nicht abrufen konnte, blieb nicht viel Zeit zum Wunden lecken und das ist ja oft auch ganz gut so. Denn die neue Saison warf schon ihre Schatten voraus und für die hat man sich etwas vorgenommen. Angesichts der Breite und der Tiefe des Kaders einschließlich der Nachrücker aus der B-Jugend und externer Zugänge hatten die Trainer Niklas Fest und Paul Dabel der Mannschaft vorgeschlagen, an der Qualifikation zur Jugendbundesliga teilzunehmen. Und dieser Gedanke packte die jungen Männer. Da die SG OSF zwar nach Quali-Punkten hinter den Füchsen zweitbeste Berliner Mannschaft war, aber die SG NARA in der letzten Oberliga-Saison besser abgeschnitten hatte (NARVA 2., OSF 5.) und ähnliche Pläne hegte, setzte der HVB am Wochenende nach Ostern ein Ausscheidungsspiel an, denn der Verband kann nur eine zusätzliche Mannschaft zur Qualifikation melden. Es blieben also nach dem Pokalfinale gerade einmal drei Wochen Zeit sich vorzubereiten.

In so einer Situation geht doch nichts über ein zünftiges Osterturnier. Und um Reisestrapazen in der Abi- bzw. MSA-Phase einiger Spieler zu vermeiden (zu Hause schläft es sich doch am besten), entschied man sich für den Oster-Cup des SV BVB 49. Das Turnier wird mitten in der Hauptstadt ausgerichtet und ist wirklich gut organisiert (Dank an den SV BVB 49). Umso erstaunlicher, dass die mA der SG OSF in dieser Altersklasse als einziger Verein die Berliner Fahne hochhielt. Und so kam es zu vielen interessanten internationalen Begegnungen gegen dänische, niederländische, schweizerische, französische und schwäbische Mannschaften. Mit nur einer Niederlage in der Vorrunde wurde die Mannschaft Gruppenerster und zog ins Halbfinale ein, in dem man gegen eine französische Mannschaft im Siebenmeterwerfen unterlag. Im Spiel um Platz drei war dann nach einem langen Wochenende ein bißchen die Luft raus und man verlor gegen eine dänische Mannschaft, gegen die man in der Vorrunde noch gewonnen hatte. Egal. In den zwei intensiven Turniertagen konnte vieles ausprobiert werden und die Mannschaft sah sich immer wieder vor neue Aufgaben gestellt. Gute Vorbereitung für das darauffolgende Wochenende, das Ausscheidungsspiel gegen die SG NARVA.

Horst-Korber-Sportzentrum, Sonntagmittag. Viele OSFlerInnen hatte der Sonntagsausflug nach Charlottenburg geführt und sie schufen mit Pauken und Klatschpappen eine tolle Stimmung in der Halle. Und anders als im Pokalfinale schien das unsere Jungs zu beflügeln, denn sie waren vom ersten Moment an präsent. Sie stellten die zuletzt gewohnt gute Abwehr und konnten so viele Gegenstöße und zweite Wellen spielen, die besser verwertet wurden, als noch vor drei Wochen. Das sollte sich insgesamt im Spielverlauf nicht ändern und so fuhr die mA vor einen tollen OSF-Kulisse mit 29:22 einen letztlich nie gefährdeten Sieg gegen die SG NARVA ein, die nach der letzten Saison einen deutlich größeren Umbruch zu verdauen hatte, als die SG OSF. Jugendbundesliga-Qualifikation… check!

Bevor die mA nun aber Anfang Juni mit dem HSV Handball, dem VfL Bad Schwartau, dem LHC Cottbus und den Mecklenburger Stieren Schwerin zwei direkte Qualifikationsplätze für die Jugendbundesliga und einen Platz für eine zweite überregionale Qualifikationsrunde ausspielen wird, hält der HVB eine weitere Aufgabe für die mA bereit:  die Berliner Vorqualifikation zur Oberliga Ostsee Spree (OOS). Was im ersten Moment kurios klingt, ist eigentlich ganz logisch. Denn die direkte Qualifikation für die OOS gab es in der vergangenen Saison nur bis Rang vier. Und so muss sich die mA als fünfte den Platz in der OOS erst wieder neu verdienen. Es war also vor dem Wochenende denkbar, dass man sich trotz der Teilnahme an der Jugendbundesliga-Qualifikation in der neuen Saison auf einmal in der Verbandsliga wiederfindet, wenn man in der Berliner Qualifikation für die OOS scheiterte. Damit das nur graue Theorie bleibt, galt es also, die Aufgabe an- und ernst zu nehmen und für klare Verhältnisse zu sorgen. Die Gegner hießen dann am vergangenen Wochenende – nicht ganz so illuster – TSV Marienfelde, Sp.Vg. Blau-Weiß 90, VfV Spandau und Vfl Lichtenrade. Die ersten drei Spiele waren – trotz des Fehlens etablierter Kräfte der mA – eindeutige Angelegenheiten und es konnte wiederum viel ausprobiert und Sonderaufgaben gestellt werden. Einzig im letzten Spiel gegen Lichtenrade machten sich die Jungs das Leben ein wenig schwer und entschieden das Spiel erst spät für sich. Das war dann der vielzitierte Charaktertest. Vier Spiele, vier Siege. Erster der Berliner Vorqualifikation zur OOS…check!

Also keine Frage….hinter der mA der SG OSF liegen intensive und erfolgreiche Wochen. Und jetzt kann für vier Wochen ein wenig Ruhe einkehren, in denen man sich gewissenhaft auf das Turnier in Schwerin vorbereiten kann und wird. Wir melden uns dann bald wieder…

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