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Sven Liesegang ist zurück!

von Hannah Hauswaldt

Für manche wird der Trainer der ersten Männer, der sie seit ein paar Wochen begleitet, neu sein. Allerdings ist Sven Liesegang kein neues Gesicht beim OSF. Er war bereits während der Rückrunde der Saison 2016/17 Trainer unseres männlichen Flaggschiffs. Und auch sonst ist es gut möglich, dass einem der Name bekannt vorkommt. Er spielte unter anderem in der Bundesliga für den SC Magdeburg und gewann mit der Mannschaft 2002 die Champions League, zwei Meistertitel 1991 sowie 2001, zweimal den Pokal 1990 und 1996 und zweimal den EHF-Pokal 1999 und 2001. Durchaus eine Handballkarriere, die sich sehen lassen kann. Nachdem er seine Spieler-Karriere beendet hatte, war Liesegang Trainer von verschiedenen Mannschaften der dritten, sowie der Oberliga und ist eben jetzt wieder ein OSF'ler. 

Herzlich Willkommen zurück, Sven! 

Wir haben den Trainer der 1. Männer mal etwas genauer unter die Lupe genommen und so ein paar Dinge erfahren, die nicht in seinem Wikipedia-Artikel zu finden sind. 
Sven lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen nach wie vor in Magdeburg und pendelt zweimal die Woche für das Training und einmal am Wochenende zu den jeweiligen Spielen nach Berlin bzw. zu den Auswärtsorten. Neben seiner Tätigkeit als Handballtrainer arbeitet Sven als Sportpädagoge bei der Lebenshilfe in Magdeburg. Wenn er nicht gerade mit unseren Männern in der Halle steht, ist er womöglich auf dem Weg zu seinem jüngeren Sohn nach Mainz, der dort Fußball in der A-Jugendbundesliga beim FSV Mainz 05 spielt. 
Am Spielfeld erlebt man Sven manchmal etwas impulsiv, aber dennoch immer mit einem klaren Blick auf die Situation. Er selbst würde sich als emotional bezeichnen und in gewissen Angelegenheiten als stur. Trotzdem ist er eine Person, die gut zuhören kann, was für die Spieler natürlich nur von Vorteil sein kann. 
Der größte Erfolg seiner Karriere war wahrscheinlich der Sieg der Champions League 2002. Der für ihn emotionalste, sowie unerwarteste Erfolg war allerdings der DHB Pokalsieg sechs Jahre zuvor gegen den TUSEM Essen in Hamburg. Allerdings hat er zu seinen damaligen Mitspeilern leider nur noch recht wenig Kontakt.

Durch das Amateurpokalspiel unserer Männer in Magdeburg kam Sven mit einigen ehemaligen Spielern sowie mit Hotte, momentaner Co-Trainer, ins Gespräch und danach ging dann alles ganz schnell, sodass er kurze Zeit nach dem Spiel, schon bei uns auf der Bank gesehen wurde. Die größte Veränderung für Liesegang, seit seiner letzten Trainerzeit beim OSF, ist natürlich die neue Zusammensetzung der Mannschaft. Neun Spieler aus der damaligen Mannschaft sind mittlerweile nicht mehr mit dabei. 
Was sich seit Beginn seiner Trainerzeit verändert hat, ist nicht so leicht zu sagen, da es momentan nur einen Fokus gibt: Für die Männer hat nur eins oberste Priorität und zwar der Klassenerhalt, der Ostsee-Spree-Liga, deswegen hieß es in den letzten Wochen hauptsächlich Punkte holen und nicht den Fokus auf Veränderungen legen. Augenscheinlich ist es allerdings, dass oft in der Crunchtime eines Spiels falsche oder schlechte Entscheidungen getroffen werden und das für den Punktverlust in den vergangenen Spielen verantwortlich war, deswegen muss man daran jetzt auf jeden Fall arbeiten. 
Für einen Trainer ist es nicht leicht mitten in der Saison in einer neuen Mannschaft das Ruder zu übernehmen, deswegen ist Sven froh, Hotte an seiner Seite zu haben. Er kennt die Mannschaft und besitzt eine hohe fachliche Kompetenz, die das Trainerteam nur bereichern kann. Des Weiteren sprechen die beiden sportlich eine sehr ähnliche Sprache und können sich so vor den Spielen nicht nur untereinander, sondern auch mit Olli, dem Torwarttrainer, gut über Einzelheiten absprechen. 

Drei Saisonspiele im April, sowie das FinalFour am ersten Mai-Wochenende stehennoch vor der Tür. 
Sie werden dort im Halbfinale auf den VfL Tegel treffen. Einen Lieblingsgegner hat Liesegang für dieses Pokal-Wochenende nicht. „Im Pokalwettbewerb sind alle Halbfinalgegner gute Mannschaften und man muss um den Pott zu holen, gegen alle bestehen, egal wer einem zugelost wird.“
Außerdem gilt als wichtigste Priorität für den Rest der Saison, auf jeden Fall der Klassenerhalt der Ostsee-Spree-Liga. „Das Gute ist, dass wir es aus eigener Kraft schaffen können und werden!“ Eine gute Voraussetzung und Einstellung, um diese Priorität zu erfüllen. Des Weiteren möchte er mit der Mannschaft natürlich als Titelverteidiger auch in diesem Jahr den Berliner Pokal nach Schöneberg holen. 

Wir wünschen unserem männlichen Flaggschiff für den Rest der Saison viel Erfolg und glauben fest daran, dass mit diesem Trainerteam, die Ziele erreicht werden!

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