Spielbericht
SSG Humboldt   vs.   3. Männer

06.11.2016

Über schlecht kochende Mütter im Allgemeinen und Bertelsmann im Besonderen

SSG Humboldt

SSG Humboldt

25 - 38
SG OSF Berlin

3. Männer

Bonjour liebe Hippies,

nach einer durch die schulischen Herbstferien (Yeah: Abi 2007!) bedingten und gefühlt endlos anhaltenden Durststrecke  nahm die dritte Mannschaft der SG OSF am vergangenen Wochenende den Betrieb im Ligawettbewerb wieder auf. Der fünfte Spieltag hielt einen vormittäglichen Sonntagsausflug nach Hohenschönhausen bereit. Bei der Exkursion handelte es sich keinesfalls um das Erforschen urbaner Lebensräume im erweiterten Berliner Speckgürtel, sondern die Akteure um Coach Marc Ruch gastierten bei der SSG Humboldt. Der Antagonist, seines Zeichens mit bis dato sowohl zwei Siegen als auch Niederlagen im gesicherten Mittelfeld stehend, war ein eher unbeschriebenes Blatt. Immerhin sorgte er bereits vor Spielbeginn mittels früher Anwurfzeit bei einigen Ruchlosen für eine gedämpfte Stimmung. Nichtsdestotrotz durfte der Übungsleiter auf einen vollen Kader zurückgreifen, welcher sich in der der gewohnten Mischung aus Alt und Jung zusammensetzte.

 Die Schöneberger begannen in der gut geheizten und recht rutschigen Halle mit einer 6-0 Abwehrformation. Im Angriff durfte zunächst Routinier Shorty die Geschicke leiten, in der Defensive assistierte ihm der Terrier im Mittelblock. Bezüglich der bereits erwähnten Grundbedingungen der sportlichen Einrichtung wies Coach Marc Ruch salopp darauf hin, dass der Gegner mit den gleichen Voraussetzungen umzugehen hatte und forderte deshalb von Beginn an eine laufintensive und kämpferisch beherzte Einstellung, welche sich spielerisch in druckvollen und konsequenten Angriffen niederschlagen sollte.

 Die Gäste erwischten auch gleich den besseren Start und führten nach gelungenen Aktionen schnell mit zwei Toren. Während es in der Offensive gleich rund lief brauchte die Abwehrreihe nicht lange, um sich zu sammeln. Nach einem 2:2 in der Anfangsphase konnten die Guten bei Zwischenständen von 6:2 und 9:3 schnell ein komfortables Polster für sich verbuchen. Lehrkörper (und Dauerurlauber) Cremer hatte als Torhüter wesentlichen Anteil und parierte teils sehenswert. Der Angriff hatte wenig Schwierigkeiten sich aussichtsreiche Positionen zu erspielen. Oftmals waren bereits simple Stoßbewegungen aus dem Rückraum ausreichend, um erfolgreich Netzen zu können. Dabei konnten sich alle Positionen in Szene setzen.

 Nach gutem Auftakt legte die Dritte dann aber ein kleines Päuschen ein und Humboldt kam auf 11:8 heran. Anlass genug, um den spielerischen Fluss der Hohenschönhausener durch ein Time-Out etwas durcheinander zu bringen und durch personelle Wechsel wieder selbst zurück in die Spur zu finden. Mit Mr. Bender und CoGo auf den Außenbahn sowie Ilse auf der Mitte ging es fortan weiter. Indes machte sich bei Humboldt zum gleichen Zeitpunkt die ersten Müdigkeitserscheinungen in Form von Konzentrationsfehlern beim Balltransport bemerkbar. Folglich liefen die Gäste nun vermehrt Tempogegenstöße und schraubten die Führung wieder auf 15:10 nach oben.

Nicht unerwähnt bleiben sollen an dieser Stelle die Kommentare eines Humboldtianers bei fälligen Strafwürfen der Guten. Kurz vor Ausführung des Wurfes war dieser nämlich der Meinung Feedback über die Kochkünste der Mutter des jeweiligen Schützens abzugeben. Dabei schien er mit der Verköstigung kaum bis gar nicht zufrieden gewesen zu sein. Offensichtlich muss der Reklamierende aus Anstandsgründen dennoch immer brav aufgegessen haben. Anders wäre seine wohl genährte Körperfigur nicht zu erklären. Sei es drum, mit 19:14 ging es in die Kabinen.

Zum Spiel mit schwacher Abwehr fiel dem sonst so vor Eloquenz strotzenden Mannschaftsverantwortlichen Marc Ruch nicht recht viel ein. Während es an der Torausbeute wenig zu bemängeln gab, waren die 14 Gegentore nach Geschmack des jungen Trainers ein Ticken zu viel. Durch mangelnde Aggressivität konnten die angreifenden Antagonisten zu oft zu freie Würfe aus dem Rückraum nehmen. Ein besseres Verschieben und früheres Heraustreten sollte das ausgemachte Defizit im zweiten Durchgang beheben.

Dieser begann abermals mit Spielerwechseln und erneut konnte die Dritte den besseren Start für sich verbuchen. Die Abwehr bekam bei Abschlüssen nun des Öfteren die Finger an den Ball des Gegners und Jussi durfte als dritter Mann auf der Mitte agieren. Über die nun verbesserte Abwehr wurde die Führung weiter nach oben geschraubt. 23:16 und 27:19 waren weitere Zwischenstände. Was den zweiten Abschnitt anbelangt ist Mr. Bender hervorzuheben, der unter der Woche dem Training krankheitsbedingt noch fernblieb und somit seine Kräfte für das Spiel bündelte; mit Erfolg, denn dem Tim Wiese sein Nachfolger lief unentwegt Tempogegenstöße und trug sich mit insgesamt neun Treffern ins Spielprotokoll ein. Lovely!

Der Rest ist schnell erzählt. Humboldt hatte nicht mehr die Kraft, um der Niederlage etwas entgegenzusetzen. Die Ruchlosen spielten ihrerseits ihren Stiefel herunter und freuten sich aufs anschließende Mittagessen. Beim Endstand von 38:25 wurden die zwei Punkte offiziell auf der Habenseite verbucht. Erstmals in dieser Saison knackten die Schöneberger zudem die 30 Tore-Marke.

Am Ende zunächst besonderen Dank an unsere Betreuerin Charlotte B., die uns in ihrer typischen Manier nach vorne peitschte. Dank gilt auch einer Medienabteilung für Radio und Television aus Luxembourg, einem großen internationalen Konzern angehörend, dessen Bekanntheit durch die eigene namensgleiche Stiftung wahrscheinlich wesentlich höher ausfällt. Wie auch immer. Ohne deren sympathischen Mitarbeiter_innen würde die vereinsvertretende Social-Mediaplattform (ja ja, das mit dem Gesicht) nämlich niemals auf die erhofften 1000 Klicks vor Jahresende kommen. Wirklich, vielen lieben Dank für die Bemühungen. Dennoch wollen wir hier den Platz nutzen, um allen Leser_innen etwaige Zweifel zu nehmen: Die Spielgemeinschaft, mit all seinen Ecken, Kanten und der Hippiefraktion, wird es auch im Kalenderjahr 2017 geben – selbst wenn es mit der gewünschten Anzahl von Gefällt-Mir Bekundungen nicht ganz klappen sollte. In diesem Falle seid bitte nicht allzu traurig. Nehmt es als ein Zeichen der Emanzipation. Schließlich würden wir auch nicht aus dem Fenster springen, nur weil jemand sagt, dass wir es machen sollen :)

 

Nächste Woche ist dann erst einmal wieder Pause, weil sich die Dritte bereits leider aus dem Pokal verabschiedet hat. In zwei Wochen könnt Ihr dann die Ruchlosen im Heimspiel gegen Lichtenrade II supporten. Das war immerhin der letzte Pokalgegner. Am Samstag (19.11.) um 14 Uhr auf dem Geisberg. Wir freuen uns auf Euch.

So, bis dahin Peace and Love for all of you and much Bussis! Tschüss, Ihr Hippies.

Statistik:

Christian Cremer, Markus Swientek, Luka Bender (9), Matthias Kölling (5/3), Stefan Meyer (5), Nico Swientek (4), Jörg Brieger (3), Niels Partey (3), Marco Krause (3), Jusus Hohwieler (2), Tilman Wiesner (2), Constatin Goltsche (1), Winand Sabelberg (1), Fabian Stachowiak

SSG Humboldt - SG OSF Berlin III
25:38 (14:19)