Spielbericht
2. Männer   vs.   TSV Rudow II

19.11.2016

Erst rumpelt's, dann rollt's - souveränder Erfolg gegen Rudow II

SG OSF Berlin

2. Männer

37 - 22
TSV Rudow

TSV Rudow II

Liebe Gemeinde,

der Vollständigkeit halber wollen wir Euch noch prosaisch darüber informieren, dass die 2. Männer der SG OSF am vergangenen Wochenende ihren Aufschwung in der Landesliga fortsetzen konnte. Gegen die zweite Vertretung des TSV Rudow gab es einen überzeugenden 37:22-Heimerfolg aufm Geisberg. Damit bleibt die Truppe von Trainergespann Meyer/Ruch weiter in Reichweite der Spitzenpositionen.

Nach er nervigen Pleite gegen Tegel II im Pokal trat die zweite Wahl Schönebergs personell leicht dezimiert an, um zumindest den Aufwärtstrend in der Landesliga zu untermauern und den Angriff auf die Aufstiegsplätze langfristig zu forcieren. Auf Aushilfen aus der A-Jugend, die parallel beschäftigt war, musste dieses Mal verzichtet werden, ebenso auf die Sportsfreunde Tiedtke (verletzt) und „Socke“ Volz (der Torsteher genoß einen dänischen Strandurlaub). Immerhin konnte – und hier sei vorgreifend erwähnt: nicht zum Schaden aller Beteiligten – Torsteher-Legende Swientek Sr. aus der 3. Männer zu einem Einsatz überredet werden. Danke dafür!

Angesichts des überaus deutlichen Endergebnisses muten große Teile der ersten Hälfte des Spiels reichlich seltsam an. Nach ca. 20 Min. stand ein 11:11 auf der Anzeige, die Partie gestaltete sich ausgeglichen. Es rumpelte im Motor der OSF-Mannen – vorne wie hinten. Die bis auf ganz wenige Ausnahmen für die Schöneberger unbekannten Rudower schickten sich hoch motiviert und zunächst erfolgreich an ordentlich Ravioli zu bieten. Manche Treffer der Gäste fielen aus subjektiver Verfassersicht fast aus dem Nichts, bei anderen, insbesondere aus dem Rückraum heraufbeschworenen, Einnetzversuchen war die Abwehr der Hausherren schlicht nicht auf der Höhe. 70 % Leistung reichen halt nicht. Der Moral nicht unbedingt zuträglich war vor allem die allererste Aktion der Partie, in der es Innenblock-Recke Giebeler nach einer – noch dazu erfolgreichen – Wurfaktion des Gegners dahin raffte. Wenn dieser Typ anfängt zu jammern, muss was passiert sein – allein, der Pulk der zur Hilfe eilenden Personen versperrte den Blick auf die Folgen. Als die Unfallstelle wieder freigeräumt war und der Geschädigte grießgrämig in Richtung Bank trottete, wurde eine brutal geschwollene und reichlich blutende Kollisionsfolge im Bereich des Jochbeins des linken Auges sichtbar. Krankenhaus und aus die Maus. Schicht im Schacht. Ende Gelände. Immerhin konnte der Betroffene, dessen Furor nach anfänglicher Schmerzensbekundung wohl vor allem dem Umstand galt, einen gebrauchten Tag erwischt zu haben und nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen zu können, zum Ende der Partie wieder dem Sieg seiner Kameraden beiwohnen – wenn auch nur mit einem Auge.

Zurück zur Partie und ihren letztlich entscheidenden Minuten: Was genau die Wende herbeiführte, mag der Verfasser nicht mit Bestimmtheit zu benennen. Er glaubt sich aber an eine Schöneberger Auszeit zu erinnern, die zumindest von Coach Ruch im Nachhinein als gravierender Schachzug (v)erklärt worden ist. Wie dem auch sei: So ca. 10. Min. vor dem Pfiff zum Pausentee schienen die blau-orange gewandeten Gastgeber den Ernst der Lage erkannt zu haben und traten fortan deutlich entschlossener auf. Die Deckung positionierte sich nun etwas defensiver und vor allem kompakter und zwang die Rudower in die Ideenlosigkeit. Würfe konnten pariert und - viel wichtiger noch: – Pässe in zunehmendem Maße abgefangen werden, was zu schnellen Gegenstößen führte, die allesamt erfolgreich in des Gegners Gehäuse untergebracht werden konnten. So schafften die Guten eine Absetzbewegung von 11:11 auf 18:11 zur Pause.

In Durchgang Zwei das gleiche Bild. Endlich wurde mal konsequent am Erfolgsrezept festgehalten, so dass der versammelte Tribünen-Pöbel eine doch recht einseitige Partie zu sehen bekam. Geile Sache. Von den Südberliner Gästen kam nun nicht mehr viel, der Abstand vergrößerte sich kontinuierlich (19:11, 22:13, 26:15, 30:17). Generell schien die Widerstandskraft des Gegners gebrochen, worüber weiterhin schnelle Tore, aber auch wirkungsvolle Aktionen aus dem gebundenen Spiel Kunde geben. Die Defensive arbeitete weiterhin mit größter Freude am Ballgewinn und konnte sich auf einen gut aufgelegten Aushilfstorsteher Swientek dahinter verlassen. Der größte Abstand war beim 35:19 erreicht. Hinten heraus schlichen sich die wahrscheinlich nur natürlichen und durch nachlassende Konzentration provozierten Schusseligkeiten ein, die den einen oder anderen Ball nicht da landen ließen, wo er hingehört. Die zwar nicht überzeugenden, aber doch nie aufsteckenden Rudower konnten zum Schluss auch nochmal ein paar nette Hüftwürfe im OSF-Kasten unterbringen, die man so vorher noch nicht gesehen hatte. Endstand 37:22.

Nach der Partie verabschiedete sich Co-Trainer Olaf persönlich von der Mannschaft. Eine weitere Zusammenarbeit war leider nicht mehr möglich. Auch auf diesem Wege hier nochmal vielen Dank für Dein Engagement für uns und alles Gute für die Zukunft, Olaf!

Die Aufstiegsplätze sind nun wieder fest im Visier der Schöneberger. Nun gilt es dran zu bleiben. Vor Weihnachten kommen noch einige schwere Aufgaben auf die Truppe zu, die sicherlich Aufschluss darüber geben werden, ob die selbst gesteckten hohen Ziele realistisch sind oder nicht. Hierbei muss die Bereitschaft und Souveränität dieser Partie konserviert werden, um nicht über andere oder auch, wie schon häufiger gesehen, sich selbst zu stolpern.

Eine dementsprechende Herausforderung wartet am kommenden Sonntag im Rahmen eines erneuten Heimspieltages aufm Geisberg (4. & 3. Männer spielen vorher) um 18:30 Uhr gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust. Zuschauer sind wie immer gerne gesehen und dürften um diese Uhrzeit eigentlich keine Ausrede parat haben. Hertha gewinnt sowieso.

Wir sehen uns!

Die Redaktion

i. A. Martin Eitner

 

Aufstellung:

Sven Beulker (TW), Markus Swientek (TW), Philipp Böttcher (8), Zacharias Ahmed (1), Jonas Römer (1), Benjamin Noichl (4), Sascha Höfer (3), Steffen Giebeler, Manuel Manteuffel (9), Dustin Höfer (3), Martin Eitner (7/5

SG OSF Berlin II - TSV Rudow II
37:22 (18:11)