Spielbericht
Hbfr. Pankow   vs.   2. Männer

03.12.2016

Keep on rollin'!

Hbfr. Pankow

Hbfr. Pankow

20 - 34
SG OSF Berlin

2. Männer

Liebe Gemeinde,

die 2. Männer der SG OSF konnten in der Landesliga am vergangenen Samstag einen überzeugenden 34:20-Erfolg bei den bis dato zweitplatzierten Handballfreunden aus Pankow einfahren. Am Sonntag kommt es nun zum Spitzenspiel gegen Tabellenführer Rotation Prenzlauer Berg.

Wiederum stellte sich der Kader der zweiten Wahl Schönebergs quasi von allein auf. Die beiden Langzeitverletzten H. Schmidt und J. Reichwald können nach wie vor nicht mitwirken. Aber wie heißt es doch so schön: Never change a winning team too often! Oder so ähnlich. Auch mit nicht vollständig besetzter Bank hatte die Schöneberger Equipe in den vergangenen Wochen bewiesen, dass sie in der diesjährigen Landesliga durchaus zu marschieren weiß – drei deutliche Siege gegen FES, Rudow II und Hermsdorf gaben darüber Kunde. Nun stand die Auswärtsaufgabe bei den Handballfreunden Pankow 01 auf dem Plan und damit der Startschuss für ein schweres Jahresendprogramm, das auch noch das Gastspiel bei Rotation und das abschließende Heimevent gegen Tegel II beinhaltet.

Die Handballfreunde waren aus Sicht fast aller OSF-Mannen kaum einzuschätzen. Vor ein paar Jahren in die Landesliga aufgestiegen, beeindruckten die Männer aus dem Nordosten bisher mit konstant guten Ergebnissen. Vorsicht war also geboten ob des da Kommenden. Eingebettet zwischen zwei Weihnachtsfeiern – am Freitag stieg die Vereinssause, nach dem Spiel am Samstag sollte fröhlich mannschaftsintern weiter gemacht werden – lag der Auftritt zwar terminlich nicht optimal, aber wat willste machen?! Keiner der Anwesenden hatte Bock mit einer Niederlage im Gepäck die Schönheit der Nacht zu zelebrieren.

Zur Partie: Zu Beginn entwickelte sich ein schleppendes Spiel, das geprägt war von fehlendem Tempo, technischen Fehlern und konsequent neben das Gehäuse geschleuderten Torabschlüssen auf beiden Seiten. Bis zum 4:4 waren beide Teams auf Augenhöhe. Peu a peu groovten sich in der Folge die orange gewandeten Gäste aus Schöneberg ein und stabilisierten vor allem ihre Abwehr durch mehr Bissigkeit und einen gut aufgelegten Torsteher Volz dahinter. Dies schlug sich auch im Spielstand nieder. Einfache Treffer führten zu einer zunächst zaghaften, im weiteren Verlauf dann sprungartigen Absatzbewegung über 4:6, 6:9, 7:13, 8:15 bis zum Halbzeitstand von 9:18. Den Pankowern fiel nun fast nichts mehr ein, schnelle Ballgewinne zeitigten einfache Treffer zuhauf und auch im gebundenen Spiel fanden die Gäste nun vermehrt die sich auftuenden Lücken in der offensiver ausgerichteten Abwehr des Gegners.

In der Halbzeitansprache wurde seitens Coach Meyers eindringlich davor gewarnt, sich eingedenk des deutlichen Vorsprungs zu sehr in Sicherheit zu wiegen. Zum Glück hatten die Schöneberger schon in den vorherigen Partien erkennen lassen, dass Ihr momentaner Bock auf Handball derartigen Befürchtungen entgegensteht. Zu oft in der Vergangenheit hatte ein selbst auferlegter Schongang zu einem bösen Erwachen geführt.

In Durchgang Zwei setzte sich der Trend fort: Keinen Deut vom eigenen Konzept abrückend konnten jegliche vielleicht vorhandenen Versuche der Gastgeber, wieder in die Partie zu finden, abgeschmettert und weiter davon gezogen werden. Bis auf den angeschlagenen Sportsfreund S. Höfer kamen alle Feldspieler zum Einsatz und zu Torerfolgen. Über 10:18, 12:23, 14:28, 15:31, 18:32 konnte ein letztlich in dieser Höhe im Vorfeld nicht zu erwartender, den Spielverlauf aber absolut widerspiegelnder 20:34-Auswärtserfolg gefeiert werden. Falls sich unabhängige Betrachter über die gelebte Freude der Schöneberger nach dem Spiel gewundert haben mögen, sei erwähnt, dass sich hier Verblüffung, Erleichterung, Freude, Testosteron, Restalkohol vom Vorabend und die Freude ob der kommenden Gaudi vermischten.

Gleichwohl ist allen Beteiligten klar, dass die Pankower an diesem Nachmittag nicht der erwartet starke Gegner waren. Trotzdem gilt wie schon in der Vorwoche: So ein Spiel muss erstmal so gespielt, eine solch kompakte Leistung erstmal so abgeliefert werden. Das gibt Schwung und Laune für die noch anstehenden Knaller. Erreicht ist freilich noch nichts, aber die Ausgangsposition der Zwoten für den Jahresendspurt ist wieder verheißungsvoll.

Am kommenden Sonntag spielt Eure Lieblingsmannschaft im Velodrom. Um 16:15 Uhr kommt es hier zum Aufeinandertreffen mit Spitzenreiter Rotation Prenzlauer Berg, der seinerseits konstant und deutlich Siege hintereinander einfährt. Hier darf getrost mit einer anderen Gegenwehr bzw. Klasse gerechnet werden. Richtig geil!

In Anbetracht der Tatsache, dass beide OSF-Flaggschiffe aus der Oberliga an diesem Wochenende spielfrei haben, hofft die zweite Wahl Schönebergs auf eine zahlen- und stimmungsmäßig wertvolle Unterstützung seitens gewillter Schlachtenbummler.

Wir sehen uns!

Die Redaktion

i. A. Martin Eitner

 

Aufstellung:

Felix Volz (TW), Sven Beulker (TW), Philipp Böttcher (4), Zacharias Ahmed (2), Jonas Römer (2), Benjamin Noichl (4), Sascha Höfer, Steffen Giebeler (3, Manuel Manteuffel (5), Martin Eitner (4/2), Dustin Höfer (5), Julian Tiedtke (3)

Hbfr. Pankow - SG OSF Berlin II
20:34 (9:18)