Spielbericht
SG Rotation P. B. III   vs.   3. Männer

11.12.2016

Rotz und Wasser

SG Rotation P. B.

SG Rotation P. B. III

19 - 29
SG OSF Berlin

3. Männer

Hippies: „Don’t Stop Believin‘…“

Mit diesem wunderbaren Song wurde die dritte Mannschaft der SG OSF bei Rotation Prenzlauer Berg III am Sonntagvormittag empfangen. Unlängst ist bekannt, dass die Vertretung aus dem Szenebezirk  sich musikalisch jenseits der Schöneberger Gassenhauer bewegt (vgl. https://www.facebook.com/SG.OSF.III/posts/968522339879629). Inhaltlich haben die Boys von Rotation dem Ausruf von Journey jedoch nicht ganz Folgen können, aber der Reihe nach.

Pünktlich zum Treffpunkt um 11:15 Uhr fanden sich immerhin elf Akteure aus dem breiten Kader der Ruchlosen in der Seelenbinder-Sporthalle ein. Sehr vorbildlich und beispielhaft verhielt sich Georgy, der bereits um 4:30 Uhr aufgestanden war, um einmal um den Häuserblock zu joggen und anschließend direkt aus Trondheim an der Landsberger Allee einkehrte – Daumen hoch. Weniger schön ist dafür die Nachricht den Sportskameraden Niels Partey (niemals-ohne-dich) betreffend, welcher sich am vergangenen Wochenende im Spiel gegen die Wachtmeister am Knie verletzte und unter Umständen zu einer längeren Pause gezwungen wird. Lieber Niels, wir wünschen Dir beste Genesungswünsche und hoffen, dass Du sportlich bald wieder dabei bist. Feiern geht ja schon ganz gut, ne?

Ganz nach dem Motto „Einfach Machen“ hielt Prenzlauer Berg zu Spielbeginn eine kleine Überraschung bereit und begann mit kompletter Manndeckung. Die Schöneberger ihrerseits sagten artig Danke und führten nach kurzem Rückstand schnell mit 3:1. Rotation ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und konnte das Spiel beim 4:4 ausgleichen. Infolgedessen setzten die Ruchlosen zu einem kurzen Zwischenspurt an und zogen auf 10:5 davon.

Im weiteren Verlauf vermochte es der Gegner – der in der Zwischenzeit natürlich von seiner nicht funktionierenden Manndeckung sowie einer 5-1-Formation schon wieder abgewichen war – mittels eines 6-0-Abwehrverbunds der Dritten etwas den Schneid abzukaufen. Zu einfallslos und pomadig gestaltet sich das Angriffsspiel der Gäste in den letzten zehn Minuten, ein eher bescheidenes Pausenergebnis von 12:8 für die Guten  war die logische Folge.

Von der Halbzeitansprache gibt es nicht viel zu berichten. Hinsichtlich der wenigen Durchbrüche ihrer Gegenspieler konnte sich die Abwehr auf ihren Goalie Swientek Sr. verlassen, dessen erkältete Nase der vom Rentier Rudolph arg ähnelte und vor Rotz und Wasser nur so triefte. Dennoch zeigte sich der Torwart in guter Verfassung und sprang für seine Vorderleute mehrmals in die Bresche. Bezogen auf das eigene Angriffsspiel hat man die Ruchlosen selten so träge, ja fast schon Willenlos gesehen. Spätestens als der Gegner auf den 6-0-Verbund wechselte, verfielen die Akteure in eine Lethargie, die schwer an die regelmäßige Montagmorgenrunde mit dem Chef erinnerte. Coach Marc Ruch verwies auf das fehlerhafte Verhalten von Rotation in eigener Defensive sowie die daraus resultierenden Lücken und forderte über simples Anstoßen mehr Zug zum Tor.

Nachdem sich die übersichtliche Schar der Zuschauer_innen noch ein kämpferisches Aufbäumen ihrer Mannschaft ganz nach dem Journeyschen Leitgedanken des steten Glaubens an sich selbst („Don’t Stop Believin‘“) erhofft hatte, fiel die Enttäuschung unter den Anwesenden groß aus. Zu Beginn und teilweise im Verlauf der ersten Halbzeit hatten sich die Prenzl’ Berger nach außen hin noch recht motiviert gezeigt. Von diesem Enthusiasmus war nun rein gar nichts mehr zu spüren. Obwohl man gegen den ungeschlagenen Tabellenführer (*räusper*) mit nur vier Toren zur Pause in eigener Halle hinten lag, trat die Mannschaft in der zweiten Halbzeit zaghaft und kraftlos auf. Zur großen Überraschung wurde auch nicht mehr im halbwegs gut funktionierenden 6-0-Verbund agiert, sondern neuerlich auf 5-1 umgestellt. Den Schönebergern kam das entgegen und sie schraubten die Führung über 16:9 und 21:14 nach oben. Obwohl spielerisch weiterhin auf eher schwachem Niveau, gelang es den Gästen immer wieder im 1vs.1 durchzubrechen und erfolgreich abzuschließen. Hervorzuheben sind dabei die Rückraumspieler J.B. und Swientek Jr., sowie Papa Geckle über die etwas ungewohnte Außenbahn.

In der Schlussphase des Spiels wechselten nun auch die Ruchlosen zu einer 5-1-Formation. Dabei tat sich vor allem der Terrier hervor, welcher durch seine Bissigkeit mehrere Balleroberungen verbuchte und Tempogegenstöße einleiten konnte. Ohne weitere Highlights und mit einem Endstand von 29:19 für die Guten endete die Partie.

Das Resümee zum Auswärtssieg bei Rotation III war nach Abpfiff schnell gezogen. Nichts Ganzes und nichts Halbes war der Grundtenor in Reihen der Ruchlosen. Leider schafft es die Mannschaft derzeit nicht, über 60 Minuten eine konsequente Leistung abzurufen, um einen Gegner des unteren Tabellendrittels vollends zu dominieren und entsprechend in die Schranken zu weisen. Einstellung und Leistungsbereitschaft hinsichtlich der eigenen Performance sollte hinterfragt werden. Zwar werden die Spiele erwartungsgemäß gewonnen, guter Handball und Spielwitz haben jedoch Seltenheitscharakter.

 Eine kleine Randbemerkung zum Spiel gibt es noch: Während CoGo vergangene Woche ohne jegliche Einsatzzeit zwei Treffer verbuchte, machte es ihm Torwart Swientek Sr. ähnlich und trug sich ohne einen Torwurf an der entsprechenden Stelle des Spielprotokolls ein ein. Somit reihten sich tatsächlich alle Spieler in den Torreigen ein.

Die Ruchlosen spielen ihr letztes Spiel in diesem Jahr am kommenden Samstag (17.12.) auf dem heimischen Geisberg um 18 Uhr. Wie immer freuen wir uns über Euer zahlreiches Erscheinen! Tschüss, Ihr Hippies.

Statistik:

Markus Swientek, Benni Geckle (6/3), Nico Swientek (5/1), Tilman Wiesner (4), Jörg Brieger (3), Marco Krause (2), Stefan Meyer (2), Winand Sabelberg (2), Fabian Stachowiak (2 ), Gregor Herdmann (1), Justus Hohwieler (1), Felix Kloss (1)

SG Rotation P. B. III - SG OSF Berlin III
19:29 (8:12)