Spielbericht
1. Frauen   vs.   VfV Spandau

17.12.2016

Erfolgreicher Abschluss der Hinrunde

SG OSF Berlin

1. Frauen

26 - 21
VfV Spandau

VfV Spandau

Nach einer frustrierenden Hinrunde der teils neuformierten Mannschaft der SG-Frauen gelingt im letzten Spiel in 2016 ein erfolgreicher Abschluss gegen den Ligaprimus aus Spandau. Grundlage dafür war eine überzeugende ersten Halbzeit, auf die im zweiten Durchgang trotz zwischenzeitlicher Schwächephase aufgebaut werden konnte und zwei Punkte eingesackt wurden.

Dem Spiel gegen den Ligakonkurrenten aus dem äußersten Westen Berlin gingen einige interne Diskussionen voraus. Aus verschiedenen Gründen konnte nicht auf die in den letzten Spielen überzeugenden Rückraumspielerinnen J. Eisold und D. Juda zurückgegriffen werden. Zudem waren sowohl E. Pütz, S. Rutschow, K.Hinz und J. Vergin gesundheitlich angeschlagen, A. Wiesner fiel sogar krankheitsbedingt aus. Kurzfristige Bemühung um eine Spielverlegung wurde aus nachvollziehbaren und verständlichen Gründen abgelehnt, sodass es hieß, die Zähne zusammenzubeißen und auf ein wenig Glück zu hoffen. Die bisherige Bilanz gegen die Spandauerinnen fiel an sich positiv aus, in den vorherigen Spielzeiten konnten zumindest meist die Punkte aus dem Falkenseer Damm mitgenommen werden. Jedoch grüßte nun der Gegner vom Platz an der Sonne, den SG Damen hingegen drohte die rote Laterne, sodass die realistische Chance auf zwei Punkte als recht gering eingeschätzt wurde.

Um zumindest die kleine Möglichkeit auf Punkte zu wahren, starteten die SG Damen konzentriert in die erste Halbzeit. Nach langer Verletzungspause gelang Rückkehrerin K. Hinz der erste Treffer für die Schönebergerinnen. Im weiteren Verlauf wurden nach Anweisung von Übungsleiter J. Dannies die Angriffe ruhig aufgebaut und oftmals erfolgreich zu Ende geführt. Im Rückraum wurde nun munter durchgewechselt, was die Spandauer Abwehr vor immer neue Situationen stellte. Insbesondere die aus der 2. Mannschaft rekrutierte A.L. Scheffner nutze ihre Chancen und netzte beherzt ein.  Zudem konnten die gegeben 7m-Strafwürfe in Zählbares umgemünzt werden. In der Abwehr wurde beherzt zugepackt und Spandau zeigte sich zunächst beeindruckt. Trotz gut strukturierter Angriffe und engagiertem Einsatz von Regisseurin Lisa Hänicke konnte eine Vielzahl an Torwürfen vereitelt werden, was insbesondere der stark aufgelegten M. Schmidt zwischen der Pfosten der SG zu verdanken war. So ergab sich nach den ersten 10 Minuten ein Spielstand von 7:3, der von den Spandauerinnen zum Pausenpfiff noch auf ein 14:10 korrigiert wurde.

In der Halbzeit wurde angemahnt, weiterhin konzentriert zu bleiben und nicht – wie so oft zuvor in der laufenden Spielzeit – auf keinen Fall der Hektik die Oberhand zu lassen. Weiterhin überlegt aufgebaute Angriffe und eine aktive Abwehr sollten die zum Greifen nahen Punkte einfahren. Allerdings war Vorsicht vor der mentalen Stärke der VfV‘lerinnen geboten, die nicht ohne Grund auf Platz 1 überwintern würden.

Die zweite Halbzeit startete der Gegner wesentlich erfolgreicher und beim Anschlusstreffer zum 15:14 sah es nach einem typischen Spielverlaufs der SG-Damen aus. Nach der frustrierenden Niederlage gegen die SG Neukölln wollte man sich aber nicht erneut geschlagen geben und stemmte sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen. Insgesamt wurde das Spiel hektischer. Beide Mannschaften waren bestrebt, die Punkte einzutüten. Durch das Mittel der Wahl, nämlilch des strukturierten Aufbaus des Angriffes und einer ordentlichen Deckungsarbeit, konnte der alte Vorsprung wieder hergestellt  (17:14) und  gehalten werden (21:17). Trotz fünf 2-min-Strafen behielten die Schönebergerinnen die Nerven und hatten diesmal das Glück auf ihrer Seite: das intensive Pressing und die dynamisch gespielten Angriffe reichten den Spandauerinnen an diesem Tage nicht, um die Führung zu egalisieren – dafür war die Fehlerquote schlicht ungewöhnlich hoch. Es resultierten einfache Ballgewinne für die SG-Damen, die häufig genutzt werden konnten. Bei einem Gegenstoß zog sich Katja Muscheck beim Abwehrversuch eine Verletzung am Knie zu und konnte nicht mehr eingesetzt werden. An dieser Stelle gute und schnelle Besserung. 90 Sekunden vor Schluss wurde mit dem Tor zum 26:21 der letzte Treffer der Partie erzielt.

Den SG-Damen war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, konnten doch zwei ganz wichtige Punkte eingefahren werden. Mit Schwung soll es nun im Januar weitergehen, zuversichtlich, dass die Rückrunde ein paar mehr Punkte bringen wird.

Vielen Dank an der Stelle an alle Zuschauer und an den selbstlosen Einsatz von A.-L. Scheffner und S. Hoffmann.

Die 1. Frauen verabschieden sich hiermit in die wohlverdiente Weihnachtspause. Gedanklich sind wir bei allen Opfern von den Geschehnissen auf dem Breitscheidplatz. Allen Betroffenen und Angehörigen viel Kraft, Halt und Zuversicht, den Verletzten eine schnelle Genesung aller Wunden. Dennoch – oder gerade deshalb – wünschen wir allen Menschen in der Zeit der Nächstenliebe ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise ihrer Lieben und ein gesundes neues Jahr.

 

Es spielten: Ilka Wiesner 11/7; Susanne Rutschow, Anna-Lena Scheffner je 4; Elena Gerspach 3; Katrin Hinz 2; Kathrin Höhne, Jasmin Vergin je 1, Jacky Homann, Alina Labenski, Ricarda Viol, Carolin Friedrich, Sophie Hoffmann, Marei Schmidt (TW), Jannika Neeb (TW)

SG OSF Berlin - VfV Spandau
26:21 (14:10)