Spielbericht
2. Frauen   vs.   SG TMBW Berlin

15.01.2017

Wichtiger Sieg im "4-Punkte-Spiel"

SG OSF Berlin

2. Frauen

23 - 18
SG TMBW Berlin

SG TMBW Berlin

Am späten Sonntagnachmittag traten die Damen der zweiten Mannschaft zum zweiten Spiel des Jahres in der Pallasstrasse gegen den Tabellen-Siebten aus Tempelhof an. Ein Blick auf die Tabelle verriet, dass es sich um ein sog. 4-Punkte-Spiel gegen ein Team handelt, welches noch eingeholt werden sollten, damit der eigene Abstieg verhindert werden kann.
Der Sieg in der Woche zuvor gegen Spandau hatte den Damen Selbstbewusstsein gegeben. Hatte man doch überraschend beim Tabellen-Zweiten einen knappen aber nie gefährdeten Sieg eingefahren. Entsprechend engagiert begannen die Spielerinnen um Neu-Betreuer Carsten Hoffmann dann auch. Keine 15 Sekunden gespielt, netzte Anna-Lena auch schon zum 1:0 ein. Und aus einer aggressiven Abwehr heraus, stellte man den TMBW-Angriff das ein oder andere Mal vor große Schwierigkeiten.
Absetzen konnte man sich gegen die eingespielt wirkende Truppe aus der Nachbarschaft aber nicht. Zum einen lag es daran, dass TMBW mit der schnellen Mitte dreimal die wenigen Unkonzentriertheiten der Gastgeber im Rückzugsverhalten ausnutzen konnten. Zum anderen am Abschlusspech der Schöneberger. Nicht weniger als viermal landete der Ball nach aussichtsreichen Chancen an Pfosten oder Latte. So entwickelte sich bis zum 7:7 eine ausgeglichene und offene Partie. Erst, als Nassim zwei relativ freie Würfe entschärfen konnte, war der Weg zur Zwei-Tore-Halbzeitführung frei.
Hochkonzentriert gingen die OSF-Damen in die zweite Halbzeit. Die Abwehr stand nach wie vor sicher und im Angriff hat die Mannschaft nicht einmal die Tatsache aus der Ruhe bringen lassen, dass Anna-Lena in kurze Manndeckung genommen wurde. Der Ball lief flüssig im Rückraum, bis sich eine Chance ergab und diese wurden konsequent genutzt. Fast könnte man meinen, der Gegner habe der Mannschaft einen Gefallen getan, weil es so möglich wurde, die freiwerdenden Räume für Sophie, Rieke und Leah zu schaffen. In dieser Phase des Spiels fiel auch der schönste OSF-Treffer, an dem die gesamte Mannschaft beteiligt war und letztendlich von Debbie sicher verwandelt wurde. Mitte der zweiten Halbzeit konnte die Heimmannschaft so auf 19:13 davonziehen.
Doch die Mannschaft wäre nicht sie selbst, wenn sie sich nicht ihre kurze Auszeit nehmen würde. Zwar war diese viel kürzer als zuletzt; dennoch reichte es aus, dass TMBW mit dem Treffer zum 19:17 wieder auf zwei Tore aufschloss. Anders als zuvor fingen sich die Spielerinnen in Blau und Orange einfache Gegentore und vor wurde der Angriff zu schnell abgeschlossen. Das Spiel wurde noch einmal knapp.
Wie sich die OSF-Truppe aus diesem kurzen Tief selbst wieder herausgeholt hat, ist schon bemerkenswert. Mit so selten gesehenem Teamgeist und der Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen, wurde die Abwehr wieder sicher. Nassim pflückte noch die wenigen Rückraumwürfe der Gegnerinnen herunter und vorne wurde wieder intelligenter Handball gespielt. Jetzt konnte man sehen, zu was das Team fähig ist - vor allem mental. Lange Angriffe wurden wieder bis zur sicheren Chance durchgespielt und entweder verwandelt oder führten zum 7-Meter.
Auch schien es, dass das Heimteam den Gegenrinnen konditionell überlegen war. Erst zum Ende der Partie zeigte das Tempelhofer Team seine wenigen technischen Fehler, während die OSF-Damen immer sicherer zu werden schienen. Dies schlug sich auch im Ergebnis der letzten Minuten nieder, die mit 4:1 gewonnen wurden.
Der Sieg gegen einen nie aufsteckenden und immer gefährlichen Gegner war wichtig für die Moral und die Tabelle; konnte man dadurch die „Rote Laterne“ an die spielfreien Damen KSV AJAX abgeben. Alle Spielerinnen wurden eingewechselt und gaben ihr Bestes. Eine tolle Mannschaftsleistung des gesamten Teams. Erreicht ist zwar noch nichts, aber die Basis wird immer besser!

SG OSF Berlin II - SG TMBW Berlin
23:18

Aufstellung:
Nassim Sahabi (TW), Rieke Beening (7), Anna-Lena Scheffner (6), Katja Kramarz (4/2), Sophie Hoffmann (3), Leah Wallenta (2), Deborah Dombrowe (1), Kristina Thode, Alina Labenski, Nora Kachur, Svenja Ciesielski