Spielbericht
Bad Doberaner SV 90   vs.   1. Männer

21.01.2017

Verloren in der „Crunch Time“

Bad Doberaner SV 90

Bad Doberaner SV 90

21 - 20
SG OSF Berlin

1. Männer

Mit 20:21 verloren die 1. Männer der SG OSF Berlin beim Bad Doberaner SV 90. Fünf Minuten vor dem Abpfiff noch mit 20:17 geführt und dennoch ohne Punkte wieder zurück nach Berlin. Zum zweiten Mal hintereinander konnte die Truppe von Trainer Sven Liesegang eine bis zur 55. Minute hart erkämpfte Führung nicht in Zählbares ummünzen. So gelang auch den Münsterstädtern, angeführt von einem groß aufspielenden Kay Landwehrs, die Revanche des verlorenen Hinrundenspiels in der Schöneberger Sporthalle. Wenn man dieser Revanchen-Serie folgen sollte, so wäre im nächsten Spiel dann ein Sieg gegen den SV 63 Brandenburg-West fällig. Das ist aber noch Schnee von morgen, also zurück zum Spiel in Bad Doberan.

Die Vorzeichen waren alles andere als günstig. So waren zwar Maik Clausen und Maurice Castillo wieder zurück an Bord, aber es fehlte weiterhin Manuel Frank für das Abwehrzentrum und die Kreisposition. Auch unsere Nummer 1 am Kreis Tobias Erdmann musste und wollte in Berlin bleiben, galt es doch das eigentliche Team seines Herzens im Kreissaal zu unterstützen (auf diesem Wege die besten Grüße und Wünsche). Auf der Torhüterposition schwächelte Julien Groenendijk mit einer fiebrigen Erkältung und unseren Spielgestalter Marcel Buchholz plagte ein Magen-Darm-Infekt.

 

 

Zum Spielverlauf:

Es begann auf beiden Seiten mit eher nervösen, unkonzentrierten Aktionen. Viele technische Fehler und ungenaue Abschlüsse ergaben somit nach ca. 15 Minuten ein 4:4 auf der provisorischen Anzeigetafel. Kaum Aktionen, die einer besonderen Erwähnung wert gewesen wären. Einzig die Torhüter auf beiden Seiten konnten sich auszeichnen. Ein wenig mehr Fahrt nahm dann die Formation des Bad Doberaner SV 90 auf - allen voran Kay Landwehrs - und konnte sich kontinuierlich über 8:5, 11:7 auf 13:9 zur Halbzeit absetzen.

Den Start in die 2. Hälfte muss man dann als gelungen werten. Mit Toren von Quoc Cuong Le („Günni“) (2), Moritz Weber und Justus Neeb konnten wir ausgleichen. In der Abwehr ließen wir in dieser Phase wenig bis gar nichts zu. Im Angriff lief es besser aber noch lange nicht rund. Trotzdem konnten wir nach ca. 40 Minuten wieder die Führung erzielen (16:15). Erneut war es Moritz Weber, der erfolgreich einnetzen konnte.

… aber nicht nur er, sondern auch der ersatzweise am Kreis spielende Dorian Schnabel, sowie der bis dahin unglücklich spielende Phillip Wieschollek trafen nun. Die Abwehr wurde durch den hart zupackenden Maik Clausen gefestigt und nach dessen Treffer zu 20:17 in der 55. Minute schien die Messe eigentlich gelesen. EIGENTLICH. In der folgenden sogenannten „Crunch Time“, die letzten fünf Minuten, bei denen es „um die Wurst geht“, reichte es zum wiederholten Male nicht, den Lohn der Mühen einzustecken. Tor um Tor holten die Mannen der ostseenahen Münsterstadt auf und zum Schlusspfiff stand es zum Schrecken aller geschundenen SG OSF Berlin Seelen 21:20 für den Bad Doberaner SV 90.

Alle, die es bisher vermieden hatten, es auch nur ansatzweise in Erwägung zu ziehen, müssen sich jetzt wohl mit dem Gedanken vertraut machen, dass nach langer Abwesenheit, am Sachsendamm das ungeliebte Abstiegsgespenst herumgeistert. Der aktuelle Tabellenplatz 9 konnte zwar gehalten werden, aber nach Punkten ist nicht mehr viel Luft nach unten.

 Die Parole für die nächsten Spiele ist damit klar: Punkte sammeln. Am besten gleich beim kommenden Heimspiel am 28.1.2017 um 20:00 Uhr in der Pallasstr. gegen den Tabellennachbarn   SV 63 Brandenburg-West. 10 Punkte auf der Habenseite. Punkt.

Aufstellung: Julien Groenendijk (TW), Maurice Castillo (TW), Moritz Weber (6), Quoc Cuong Le (5/4), Dorian Schnabel (3), Justus Neeb (3), Philipp Wieschollek (2), Maik Clausen (1), Marcel Buchholz, Tizian Stark, Robert Kohrs, Hannes Werner

22.1.2017, Norbert Menge

 

Bad Doberaner SV 90 - SG OSF Berlin
21:20 (13:9)