Spielbericht
HSG Kreuzberg   vs.   2. Männer

22.01.2017

Drei auf einen Streich

HSG Kreuzberg

HSG Kreuzberg

25 - 28
SG OSF Berlin

2. Männer

Liebe Gemeinde,

wir hoffen, Ihr hattet alle einen schönen Jahreswechsel und bereitet Euch schon mit diebischer Vorfreude auf das anstehende Osterfest vor. Bald müssen ja auch schon wieder die Wunschzettel für Weihnachten geschrieben werden… Ei, der Daus! Will sagen: Die Zeit rennt, die 2. Männer der SG OSF mittlerweile auch wieder. Schon sind wieder drei Spiele mehr auf der Festplatte und Ihr seid noch gar nicht in den Genuss gekommen zu hören, wie es Eurer Lieblings-Equipe gegangen ist. Wir bitten diesen Informationsstau lässig zu entschuldigen und möchten Euch nun auf den neuesten Stand bringen.

Für alle, die nicht allzu viel Zeit erübrigen können: Stand der Dinge in der Landesliga ist, dass die zweite Wahl Schönebergs weiterhin fleißig Punkte sammelt, sprich: die letzten drei Partien gegen Buckow, Narva II und Kreuzberg erfolgreich gestalten konnte, dabei etwas von Ihrem spielerischen Mojo aus der Jahresendzeit 2016 verloren zu haben scheint und trotz der Siegesserie doch wieder von Rotation Prenzlauer Berg vom Spitzenplatz gestoßen wurde, obwohl man diesen doch im Spitzenspiel vor Weihnachten gegen just dieses Team erobert hatte. Klingt irre, is aber so.

Um Letzteres sogleich kurz aufzugreifen: Der Zwoten wurden die beiden Punkte vom zunächst sehr deutlichen Auswärtssieg bei den Handballfreunden Pankow wieder aberkannt. Nun rangiert man also nicht mehr einen Punkt vor den Kollegen aus Prenzlauer Berg, sondern eben wieder einen dahinter. Der Grund: ein noch nicht vorliegender Erwachsenen-Spielerpass für einen in dieser Partie eingesetzten Jugendspieler. Nicht nachvollziehbare vereinsinterne Kommunikationsprobleme führten zu dieser Kalamität, die BER-ähnliche Zustände im Hause der SG offenbarte. Zu viele Köche scheinen den Brei eben gründlich zu verderben. Die Schuldigen wurden gefunden und im Schnellverfahren abgeurteilt, die Öffentlichkeit soll derweil wissen, dass den OSF-Mannen hier mitnichten böse Absicht zu unterstellen ist – im Gegenteil: hier sollte dem Projekt „Jugend forscht“ Genüge getan werden. Außerdem sei unwichtiger Weise erwähnt, dass der Einsatz des hier nicht namentlich genannten Jugendspielers, der am wenigsten für den Murks kann, nicht spielentscheidend war. Aber die Regeln sind, wie sie sind und wurden schlichtweg nicht eingehalten, deshalb gibt es an diesem nachträglichen Punktverlust nichts zu rütteln. Die Bestrafung seitens der Offiziellen erfolgte und den Schönebergern bleibt nichts als zerknirscht „Entschuldigung“ zu sagen – bei der Liga und insbesondere der 3. Männer, die sich nach wie vor, einen Wiederaufstieg der Zwoten vorausgesetzt, Hoffnung auf das gleiche freudige Ereignis macht.

Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es nun im Hinblick auf die noch zahlreichen anstehenden Aufgaben der 2. Männer einer fast fehlerfreien Performance bis zum Saisonende. Dies dürfte ein schönes Stück Arbeit werden, wenn man sich vor allem die letzte Darbietung vor Augen führt.

 

HSG Kreuzberg – 2. Männer  25:28 (11:15)

Starten wir, der Aktualität wegen, mit der vor Wochenfrist absolvierten Aufgabe bei der HSG Kreuzberg. Hier konnte sich die Zwote mit 28:25 durchsetzen, wusste allerdings nicht zu überzeugen. Nach solidem Start gegen dezimierte Hausherren und einer durch zunächst aufmerksame Abwehrarbeit herausgespielten Führung (5:2) versäumten es die favorisierten Schöneberger ihrer Rolle gerecht zu werden. Das von Beginn an fehlende Tempo in den Beinen und im Hirn wurde mit einem lange nicht gesehenen Maß an fehlender Inspiration zu einem am Ende fast noch verhängnisvollen Cocktail gemixt. Wenngleich die Führung bis ca. 15-10 Min. vor Ultimo nicht nur gehalten, sondern zwischenzeitlich sogar – was angesichts der Leistung Bände spricht – noch ausgebaut werden konnte (11:6, 15:11, 18:13, 21:15, 24:19), rannten die Mannen von Trainergespann Meyer/Ruch im Schlussakkord sehendes Auges, aber dennoch scheinbar unbesorgt fast ins Verderben. Die Kreuzberger steckten nie auf und zeigten an diesem Tag besonders hinten heraus eine Mentalität, die den Gästen schlichtweg abging. Natürlich klingen diese Zeilen etwas fatalistisch. Niemand wird wohl erwartet haben, dass, nachdem sich die Equipe vor Jahreswechsel auch spielerisch beeindruckend eingegrooved hatte, nicht auch mal wieder ein schwächeres Spiel folgen würde. Die seltsame Gelähmtheit aus dieser Partie sollte dennoch für alle Beteiligten die Sinne geschärft haben, dass man sich eine mentale Schwächeperiode tunlichst verkneifen sollte, um nicht in Teufels Küche zu gelangen. Eine auch nur 5 Min. längere Spielzeit im Duell gegen die Kreuzberger hätte womöglich noch zum Punktverlust geführt, schließlich kamen die Mannen vom Schlesischen Tor noch auf zwei Tore heran (26:24), bevor endgültig und zur Erleichterung aller der Sack zugemacht werden konnte. Die anstehende Spielpause wird auf Seiten der Schöneberger genutzt, um u. a. in Trainingsspielen wieder in den Wettkampfmodus zu kommen und die gute Laune wieder auf die Platte zu zaubern – so zumindest die Hoffnung des Verfassers.

 

Es spielten:

Felix Volz (TW), Sven Beulker (TW), Jörg Reichwald (1), Philipp Böttcher (4), Zacharias Ahmed (2), Jonas Römer (4/1), Sascha Höfer (2), Steffen Giebeler (3), Manuel Manteuffel (6/2), Martin Eitner, Dustin Höfer (3), Julian Tiedtke, J. W. (3)

++++

Zuvor waren die OSF-Mannen zunächst am ersten Wochenende des neuen Jahres beim SV Buckow zu Gast und bestritten dann den offiziellen Rückrundenstart gegen Narva II zuhause aufm Geisberg.

 

SV Buckow – 2. Männer  19:28 (9:13)

Ein Auftritt auswärts beim Tabellenletzten Buckow, noch dazu nach der kulinarisch doch sehr herausfordernden Weihnachtspause, kann getrost als etwas unangenehmere Aufgabe bezeichnet werden. Abgesehen von einer sehr bescheidenen Wurfquote – dass der Buckower Torsteher zu den besseren der Liga gehört, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben –, stimmten sowohl Einsatz als auch Endergebnis, obwohl die Guten gerade mal 10 Akteure aufbieten konnten. Nie waren die Schöneberger gefährdet evtl. Punkte liegen zu lassen, wenn man mal von der engen Anfangsphase absieht, in der sich Angriff und Abwehr noch sortieren mussten. Nach einer Viertelstunde konnte sich Eure Lieblingsmannschaft von 5:5 auf 5:10 und bis zur Halbzeit 9:13 absetzen, nach der das Spiel dann über 13:18, 15:22 bis auf 19:28 über die Bühne gebracht wurde. „Highlight“ der Partie war höchstens die doppelte blaue Karte für die Sportskameraden K. Siburge (Buckow) und B. Noichl, die sich in der sprichwörtlich letzten Aktion des Spiels etwas in die Haare bekamen. Die sichtlich überforderten Schiedsrichter hatten Mühe den aus beiden Spielern bestehenden Knäuel auf dem Boden gedanklich zu entwirren. Anscheinend haben sie etwas gesehen, was niemand sonst in der Halle vernehmen konnte. Sicher, beide Protagonisten waren emotional aktiviert, ein kleines Handgemenge mit zumindest für eine Seite mit Recht zu sanktionierender Armbewegung hat stattgefunden. Mehr ist nicht passiert, also hätte angesichts des Spielstandes und zuvor fair verlaufener Partie ein wenig Fingerspitzengefühl bei der Farbenauswahl nicht geschadet. Der Spielberichtsbogen allerdings weist folgenden Kommentar auf: „…fielen beide Spieler in den Kreis, wo sich beide auf dem Boden liegend gegenseitig geschlagen und getreten haben.“ Krass oder?! Und vor allem krasser Blödsinn #alternativefacts. Wenn man nach der Aktion Rot zücken möchte, kann man das eventuell für eine Seite tun, aber nie und nimmer Blau für beide! Folge war eine Zwei-Spiele-Sperre für OSF-Mentalitätsmonster Noichl, den der Verfasser selten so ungläubig aus der Wäsche gucken sah wie zu diesem Zeitpunkt. Im nächsten Spiel ist er wieder dabei und wird in Zukunft hoffentlich etwas sensibler zu Werke gehen… Kleiner Scherz am Rande.

 

Es spielten:

Felix Volz (TW), Philipp Böttcher (4), Zacharias Ahmed (1), Jonas Römer (8), Benjamin Noichl (8), Sascha Höfer (2), Steffen Giebeler (1), Martin Eitner (4), Dustin Höfer, Julian Tiedtke

 

  1. Männer – SG Narva II 29:20 (14:11)

Der bisher einzige Heimauftritt in diesem Jahr war der Rückrundenauftakt gegen die Zweitvertretung der SG Narva, die personell und qualitativ verändert zum Hinspiel auf dem Schöneberger Geisberg aufschlug. Auch die Zwote war personell zu einigen Änderungen gezwungen, da einige etablierte Kräfte entweder gar nicht oder nur angeschlagen in die Partie gehen konnten. Ganze drei Akteure aus der 3. Männer sowie zwei fast ohne Spielpraxis Befähigte erhielten eine Nominierung und kamen dieser mit Feuereifer nach. Nach anfänglich enger Partie konnten sich die Guten hier bis zur Halbzeit leicht absetzen (14:11), um dann nach dem Pausentee noch ein paar Zähler mehr Abstand zu gewinnen und dann in einer starken Phase Mitte der zweiten Hälfte den Drops zu lutschen (von 16:14 auf 23:15). Hier tat sich laut stetig schwindender Erinnerung des Verfassers insbesondere Sportsfreund Römer mit einer furiosen Leistung und einigen zirkusreifen Treffern hervor, während Die alten Haudegen T. Wiesner und B. Geckle aus der Dritten vor allem hinten halfen den Landen entscheidend zusammen zu halten. Mercigracias! Endstand schließlich erfreulich ungefährdet: 29:20.

 

Es spielten:

Sven Beulker (TW), Felix Volz (TW), Philipp Böttcher (7), Zacharias Ahmed (2), Jonas Römer (9/1), Sascha Höfer (2), Steffen Giebeler (3), Manuel Manteuffel (2), Martin Eitner (3/2), Felix Kloss, Tilman Wiesner, Jörg Reichwald (Comeback! 1), Benjamin Geckle, Johannes Schraps (MdB in spe)

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Am 19. Februar geht es schon (*hüstel*) weiter! Und zwar mit der Heimpartie gegen Z88, gegen die aus der Vorrunde eine überaus erschütternde Niederlage zu Buche steht. Zuhause wollen es die OSF-Mannen natürlich besser machen, bevor es dann wieder Woche für Woche zur Sache geht in Partien, die mit weniger als 100 % Leistungsbereitschaft ungemein knackig werden dürften – nur um nochmal einen Bogen zum Anfang dieser klitzekleinen Zusammenfassung zu spannen. Wohlan, Ihr Rabauken!

 

Die Redaktion,

i. A. Martin Eitner

HSG Kreuzberg - SG OSF Berlin II
25:28 (11:15)