Spielbericht
1. Frauen   vs.   SV Fort. 50 Neubrandenburg

28.01.2017

Couragiert zum Erfolg die Zweite

SG OSF Berlin

1. Frauen

34 - 27
SV Fort. 50 Neubrandenburg

SV Fort. 50 Neubrandenburg

Am Samstagabend, als Warmmacher für das anschließende Männerspiel, konnten die 1. Frauen durch eine starke kämpferische Leistung ihr Punktekonto auffüllen. Gegen den Tabellennachbarn aus Neubrandenburg setze man sich nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen erst am Ende deutlich mit 34:27 durch und gab somit den Starschuss für eine erfolgreiche Doppelveranstaltung.

Zum Vorgeplänkel: Dem geneigten Leser fiel am Sonntagabend mit Blick auf die Tabelle auf, dass in der OSL die 1. Damen der SG OSF wieder einmal erfolgreich waren. Toll, dachte  sich sogleich die Weltöffentlichkeit, dann kann ja mal wieder mit einem Bericht gerechnet werden. Völlig zu Recht. Et voilà, hier issa! Zudem fühlte man sich nun langsam auch in der Bringschuld, dominieren derzeit doch die Berichte der Männerwelt die News auf der hiesigen Homepage. Das sollte doch dringend gegendert werden. Dabei muss aber auch angemerkt werden, dass insbesondere die 1. Männer sich unfairer Mittel bedienten: einfach so per Mail das Spielprotokoll an die Zentralredaktion zu schicken und zweimal nett zu blinzeln… Wo gibt´s denn sowas!?!? Aber gut, neidlos muss anerkannt werden, dass dieses Vorgehen von Erfolg gekrönt war.

Apropos voilá: auch die First Ladies durften – bereits zu Beginn der Rückrunde – eine Rückkehrerin begrüßen (an der Stelle empfiehlt es sich, sich den Bericht der 1. Männer zu Gemüte zu führen, Kontext und so, Anm. d. Verf.), die den Weg aus dem schönen Frankreich wieder in heimische Gefilde gefunden hatte. Willkommen zurück, liebe Tidu. Schön, dass du wieder da bist! Von ähnlich tumultartigen Szenen ob der Begeisterung der Rückkehr von Sportfreund Wessel kann an dieser Stelle nicht mit Sicherheit berichtet werden, allerdings wohnte T. Priltz ja bereits den vorangegangenen zwei Spielen bei – ein alter Schuh sozusagen!

Personell waren fast alle Erkrankten wieder genesen, nur auf Youngster J. Homann musste weiterhin verzichtet werden. Dafür wurde die Kreisposition durch das Friedenauer Urgestein N. Kachur gestärkt, die für gewöhnlich in der zweiten Mannschaft ihre Sperren stellt. Vielen Dank an dieser Stelle für den Einsatz! Der Gegner aus Neubrandenburg gab sich in der Vorberichterstattung vorsichtig optimistisch. Nach einem Unentschieden bei der SG Hermsd.-Waidmannlust sollten nun die nächsten Punkte auswärts im neuen Jahr eingefahren werden, um den Aufwärtstrend zu bestätigen. Im Hinspiel waren die Schönebergerinnen ordentlich unter die Räder gekommen und musste sich bei Abpfiff mit 10 Toren Differenz bitter geschlagen geben. Wenig auszurichten hatte man da gegen die stark auf Halblinks aufspielende Steffen und scheiterte zu häufig an der zwischen den Pfosten stehenden Bauch. Für die Schönebergerinnen sollte das Spiel ebenfalls wegweisend sein. Die Punkte mussten ganz dringend in eigener Halle bleiben, um nicht noch mehr in die Krise zu schlittern.

Die ersten Minuten sahen jedoch gar nicht nach Abstiegskampf aus. Nach der zunächst ersten und letzten Führung zum 1:0, musste man sich mit 6 Gegentreffern und nur einem eigenen Torerfolg zufrieden geben. Der Zwischenspurt zum 2:6 der Fortunen ließ nach 10 Minuten nichts Gutes erahnen und die für die Saison bekannte Ratlosigkeit machte sich breit. Insbesondere Rückraumspielerin Steffen genoss viele Freiheiten und traf von sämtlichen Positionen. Durch einige Umstellungen durch Coach J. Dannies und einer sich immer besser findenden Abwehr , dirigiert von einer stark haltenden M. Schmidt, war die Führung in der 16. Minute durch den erfolgreichen Abschluss von C. Friedrich zum 6:7 fast egalisiert. Wer nun aber glaubte, dass das der Weckruf der Berlinerinnen war, der wurde in den folgenden Minuten eines besseren belehrt. In der 21. Minute musste man sich wieder mit einem Rückstand von 6 Toren (6:12) anfreunden, woraufhin dann aber tatsächlich so was Ähnliches wie eine Initialzündung folgte. Mit einem Doppelschlag erst von Linksaußen und dann von Halbrechts verkürzte K. Hinz auf 8:12. Weitere Tore von A. Wiesner über Rechtsaußen und einem Zweifacherfolg von D. Juda  folgten und führten mit einem erfolgreichen Abschluss von I. Wiesner in der 26. Minute zum 12:13. Das Spiel schien wieder offen. Beide Mannschaften wollten tunlichst einen Rückstand zum Pausentee vermeiden, sodass das Tempo in den Schlussminuten vom Durchgang eins angezogen und die Torfrequenz erhöht wurde. Mit einem schönen Wurf aus dem Rückraum netzte J. Eisold kurz vor Schluss den Ball zum 15:15 ein.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzten. Die offensive Deckung auf Shooterin Steffen brachte das Angriffskonzept der Neubrandenburgerinnen deutlich durcheinander, allerdings gelang es ihnen durch beherzte 1:1-Situationen einige 7-Meter herauszuholen, die jedoch Dank M. Schmidt zwischen den Pfosten nicht alle in Zählbares umgemünzt werden konnten. Der Angriff der Schönebergerinnen profitierte nun hingegen von sehenswerten Anspielen auf S. Rutschow und auch das anfänglich eher geringe Tempo wurde partiell angezogen. In der 11. Minute konnten die Berlinerinnen durch einen geglückten Tempogegenstoß von K. Höhne erstmals mit zwei Toren Differenz in Führung gehen. Die Neubrandenburgerinnen schafften sogleich nochmal den Ausgleich zum 20:20. In den darauffolgenden Minuten gelang es den Berlinerinnen sich Tor für Tor abzusetzen und somit  Führung erstmals auszubauen. In der 26. Minute verkürzte der Gegner nochmal zum 30:24, da war die Messe aber bereits gelesen. Die letzten Minuten waren noch geprägt von Herausstellungen, was aber keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis hatte. Beim 34:27 wurde abgepfiffen und die First Ladies sicherten sich zwei ganz wichtige Punkte gegen den Abstieg. Wesentlich zuversichtlicher kann nun auf die kommenden Aufgaben geblickt werden, wo zunächst im Pokalwettbewerb am 11.02. der TSV Rudow wartet. In der Liga geht es dann am 19.02. gegen SG Hermsd.-Waidmannslust weiter, was, da direkter Tabellennachbar, erneut ein 4-Punkte-Spiel ist.

Es spielten: Marei Schmidt, Jannika Neeb (TW), Denise Juda, Ilka Wiesner (je 7); Susanne Rutschow (6), Katrin Hinz, Kathrin Höhne, Caro Friedrich (je 3), Juliane Eisold (2), Anne Wiesner, Tanita Priltz (je 1), Alina Labenski, Ricarda Viol, Nora Kachur

Fotos zum Spiel bei Facebook: https://www.facebook.com/pg/Alter.Keeper/photos/?tab=album&album_id=708624219310901

SG OSF Berlin - SV Fort. 50 Neubrandenburg
34:27 (15:15)