Spielbericht
3. Männer   vs.   SCC

19.02.2017

Pflichtaufgabe erfüllt

SG OSF Berlin

3. Männer

24 - 18
SCC

SCC

Hallo, Ihr Hippies!

Nach dem die dritte Vertretung der SG OSF ihren ersten Punkt auswärts gegen Hellersdorf links liegen ließ, wurde die lange Winterferienpause für diverse Grundsatzdiskussionen, etliche Mediationen und aktive Entspannungsübungen bei jeder Menge Kräutertee genutzt. Mitten in der Selbstfindung und noch etwas in Selbstmitleid badend stand am vergangenen Wochenende mit dem Sportclub Charlottenburg bereits der nächste Gegner auf der Matte. Selbstverständlich hat der Bezirksnachbar von der Vulnerabilität des Klassenprimus Kenntnis genommen und war nun heiß wie ein Keksblech auf die bevorstehende Begegnung. Mit ziemlicher Sicherheit wollte sich SCC auch für die Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren. Des Weiteren würde bei weiteren Punktverlusten der Schöneberger das Aufstiegsrennen in der Stadtliga B ganz andere Dynamiken erhalten. Spannung versprach die Partie also allemal.

Coach Marc Ruch musste neben dem Langzeitverletzten Swientek Sr. ebenfalls auf Ilse verzichten, welcher sich just in diesen Tagen zu einem halbjährigen Sabbatical ins schöne Südafrika aufmacht. Gute Reise und viel Spaß auf Deinem kleinen Abenteuer und komme gesund und munter wieder.

Papa Geckle lädiert aktuell an seiner Schulter und verzichtete ebenfalls auf einen Einsatz. Dank des breiten Kaders konnten dennoch 13 Namen im Spielprotokoll eingetragen werden. Darunter befand sich Two-Times, welcher nach auskurierter Verletzung sein Comeback gab. Good to have you back in the Mannschaft.

Obwohl beide Protagonisten mit großem Eifer und gutem Tempo ins Spiel gingen, dauerte es eine Weile bis die ersten Treffer fielen. Unter Mithilfe technischer Fehler auf Seiten der Gäste führten die Ruchlosen nach ca. sechs gespielten Minuten mit 4:0 und freuten sich über den gelungenen Auftakt. Die 3-2-1 Abwehr mit dem Terrier an der Spitze stand stabil und SCC hatte zu Beginn sichtlich Mühe geeignete Mittel zu finden. Im Angriff konnten vor allem die Außenspieler One-Hand und Mr. Bender durch diverse Spielkonzepte häufig in Szene gesetzt werden.

Im weiteren Spielverlauf fanden nun auch die Gäste besser ins Spiel. Oftmals kam SCC nach gelungenen Einzelaktionen oder über das Kreisspiel zu Torerfolgen. 6:4 und 9:7 waren die weiteren Zwischenstände aus Sicht der Guten. Gegen Ende der ersten Hälfte ging den Hausherren etwas die Luft aus. Der Angriff agierte zunehmend ideenloser konnte die Torgefahr aus der Anfangsphase nicht aufrechterhalten. In der Abwehr hingegen haperte es an der nötigen Kommunikation, weshalb SCC folglich zum verdienten Ausgleich kam – 9:9.

Obwohl eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe die Heimmannschaft kurz vor Ende der ersten Hälfte unnötig dezimierte, konnten die letzten Kräfte in Person von Swientek Jr. und dem Terrier gebündelt werden. Mit einer hauchdünnen Führung von 11:10 ging es in die Kabine.

Ganz klar: Mit läppischen zehn Gegentoren in 30 Minuten zeigt sich wohl jeder Übungsleiter dieser Sportart zufrieden und entsprechend erklärte Coach Marc Ruch das eigene Angriffsspiel zum primären Tagesordnungspunkt in der Halbzeitansprache. Während zu Beginn der Partie gute Tormöglichkeiten ausgelassen wurden, schienen die Akteure der dritten Vertretung mit zunehmender Spielzeit verunsicherter. Über einfache Auftakthandlungen sollten wieder Sicherheit und die damit einhergehende Gelassenheit zurückkehren. Zudem vermutete der Trainer die bessere Fitness in den eigenen Reihen und versprach sich daraus für den zweiten Durchgang einen Vorteil.

Und der junge Coach sollte Recht behalten: Kurz nach Wiederaufnahme des Spiels schraubten die Schöneberger mit einem 5-Tore-Lauf die Führung auf 17:11. In dieser Phase sorgte Lehrkörper Cremer im Tor mit tollen Paraden für einen sicheren Rückhalt. Neben One-Hand und Two-Times von den Außenpositionen erzielte der bereits erwähnte Swientek Jr. aus dem Rückraum die wichtigen Treffer.  Man of the Match.

Nach knapp 40 Minuten war das Spiel vorentschieden. Obwohl SCC sich nach Kräften gegen die drohende Niederlage stemmte, vermochten es die Gäste nicht, ihren Gegner ernsthaft in die Bredouille zu bringen. Zumal die beiden Referees ebenfalls ihren Anteil dazu beitrugen und mehrmalig vermeintlich harmlose Fouls mit Zeitstrafen quittierten, weshalb die Charlottenburger durchgehend in Unterzahl agieren mussten. Nach einem zwischenzeitlichen 20:16 wurde beim Stand von 24:18 für die Guten abgepfiffen.

Nachdem in Hellersdorf nur ein Punkt geholt werden konnte, fanden die Ruchlosen rechtzeitig zurück in die Spur und gewannen nach intensivem Spiel gegen einen guten Tabellendritten. SCC präsentierte sich gegenüber dem Hinspiel – auch Dank einiger Neuzugänge – in starker Verfassung und empfahl sich mit diesem Auftritt für ambitioniertere Aufgaben.

Ihr müsst auf die Ruchlosen nun nicht ganz so lange wie letztes Mal warten. Bereits nächsten Sonntag gibt es Gelegenheit beim Spiel gegen AC/Eintracht Berlin die dritte Vertretung zu supporten. Um 17 Uhr ist Anpfiff in der Luckenwalder Straße 45. Wir freuen uns auf Euch.

Bussi und tschüss, Ihr Hippies

 

Statistik:

Christian Cremer, Nico Swientek (7), Matthias Kölling (4), Jörg Brieger (3), Marco Krause (3), Stefan Meyer (3), Felix Menge (2), Felix Kloss (1), Tilman Wiesner (1), Winand Sabelberg, Luka Bender, Constantin Goltsche, Justus Hohwieler

SG OSF Berlin III - SCC
24:18 (11:10)