Spielbericht
BFC Preussen II   vs.   2. Männer

26.02.2017

2. Männer auswärts endlich wieder überzeugend

BFC Preussen

BFC Preussen II

18 - 26
SG OSF Berlin

2. Männer

Nach zuletzt wenig begeisternden Auswärtsauftritten eurer Lieblingsmannschaft stand am vergangenen Wochenende der Besuch beim „Angstgegner“ Preußen II an, mit dem man diese Saison bereits zwei Mal die Klingen gekreuzt und sich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hatte. Die Meyer-Ruch-Equipe löste die Aufgabe zur Primetime am Sonntagabend allerdings ungewohnt souverän und setzte sich locker mit 18:26 durch.

Die Schöneberger traten mit vollem Kader an, bis Martin E. sich beim Erwärmen aufgrund seines hohen Alters vertrat und somit der etatmäßige Mittelmann die restliche Zeit damit beschäftigt war, taktische Anweisungen zu geben und sich hinter der Bank mehr oder minder elegant zu bewegen. Zu einem Einsatz sollte es aber nicht mehr reichen.

Nachdem im Vorfeld des Spiels bereits ausgiebig darüber spekuliert wurde, welche Wunderwaffen Preußen aus dem Hut zaubern würde, um den Gast im Lokalderby aber nochmal so richtig zu ärgern, sah man sich dann aber letzten Endes genau derselben Mannschaft gegenüber, die einem bereits zwei Mal das Leben sehr schwer gemacht hatte. Allerdings in einer rutschigen und kleberfreien Halle, was sich eher zum Vorteil der Gäste entwickeln sollte.

Die Schöneberger Deckungsreihe stand von Beginn an bombensicher. Ohne Altmeister Schwabe, der sich seine Spielminuten aufgrund bekannter Sauerstoffproblematiken einteilen musste, fiel der Lankwitzer Sieben im Angriff wenig bis nichts ein, was die Schöneberger mit einem 0:4 Lauf quittierten und dabei bereits zwei 100%ige ausließen.

In der Folge nahm auch Preußen am Spiel teil und konnte seine ersten Tore erzielen, jedoch konnte nur bis zum 5:7 aufgeschlossen werden, ehe sich die Gäste darauf besannen, nicht wieder ein sehr enges Spiel zuzulassen, sondern zur Sicherheit lieber ein paar Tore mehr zwischen sich und den Gegner zu legen.

Vor allem Jonas Römer präsentierte sich vorne wie hinten aufgedreht und sehr präsent und erlegte die Preußen im ersten Durchgang fast allein.

Dazu kam der Faktor, dass vom Schöneberger Schlussmann Beulker auch der ein oder andere freie weggenommen wurde, sodass zur Halbzeit ein ordentliches 6:12 auf der Anzeige zu lesen war.

Man nahm sich fest vor, einfach genau so weiterzumachen wie zuvor und sich weder durch einen zu erwartenden beherzteren Auftritt der Gastgeber noch etwaige schwierig zu durchschauende Schiedsrichterentscheidungen aus der Ruhe bringen zu lassen und den Stiefel einfach konzentriert weiter runterzuspielen, was auch größtenteils gelingen sollte.

Zwar benötigte der Schöneberger Innenblock zunächst den Anschlusstreffer zum 7:12, um wach zu werden, fand sich aber schnell und stellte auch die restliche Spielzeit ein für die Preußen kaum zu überwindendes Bollwerk.

Vorne zog man weiter in Ruhe sein Spiel auf, spielte in der zweiten Halbzeit vermehrt Tore heraus, zeigte sich sogar bei der 7-Meter-Quote verhältnismäßig treffsicher und vermied es, den Gegner noch einmal ins Spiel kommen zu lassen. Beim 13:23 war die Messe bereits gelesen, sodass man in der Folge zahlreich wechselte und das Spiel bis zum 18:26 austrudeln lassen konnte.

Wider Erwarten präsentierte sich die zweite Vertretung also voll auf der Höhe und zeigte, wozu sie in Normalform in der Lage ist. Man täte gut daran, die Leistung im Training und den kommenden Spielen zu konservieren, um weiterhin ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden zu können.

Die Redaktion

i. A. Philipp Böttcher

Es spielten: Felix Volz, Sven Beulker, Jonas Römer (7/2), Jörg Reichwald (5/3), Philipp Böttcher (5), Manuel Manteuffel (3), Steffen Giebeler (2), Sascha Höfer (2), Dustin Höfer (1), Zacharias Ahmed (1), Benjamin Noichl (1), Julian Tiedtke, Martin Eitner (n.e.)

BFC Preussen II - SG OSF Berlin II
18:26 (6:12)