Spielbericht
1. Männer   vs.   Füchse Berlin Reindf. II

11.03.2017

Sieg, dank grandioser 2. Halbzeit

SG OSF Berlin

1. Männer

28 - 24
Füchse Berlin Reindf.

Füchse Berlin Reindf. II

Mit einer, speziell in der 2. Halbzeit, großartigen Leistung gewannen die 1. Männer der SG OSF Berlin das Derby gegen die 2. Vertretung der Füchse Berlin mit 28:24. Das waren wichtige und am Ende auch hoch verdiente 2 Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Hochmotiviert und erneut hervorragend durch unseren Trainer Sven Liesegang eingestellt  wurde das Spiel in Angriff genommen.
Die Gäste unter der Leitung von Spielertrainer Jaron Siewert kamen mit einem kleinen Kader in die Pallasstr. nach Schöneberg. Verletzungssorgen auf breiter Front waren die Ursache. Ungeachtet dessen nahm die Truppe der Füchse II das Spiel des Handelns erst einmal in die Hand. Vor allem Linus Skroblien auf Rückraum Mitte stellte die Abwehr der Schöneberger mehrmals vor Probleme. Gut vorgetragene 1:1 Aktionen, die im Zweifel dann nur durch einen Siebenmeterpfiff gestoppt wurden, brachten die Gäste nach ca. 12 Minuten mit 7:4 in Front. Auf Seiten der SG OSF, die bis auf die verletzten Tobias Erdmann und Niklas Fest sowie den kranken Marcel Buchholz mit voller Kapelle auflaufen konnten, fand in dieser Phase des Spiels leider überhaupt kein Rückraum statt. Lediglich die Außen (Quoc Cuong Le und Moritz Weber) konnten jeweils 2-mal einnetzen. Erst zwei beherzte Durchbrüche von Philipp Wieschollek  zwischen der 15. und 18. Minute brachte das Flaggschiff der SG OSF wieder in Fahrt. Nach weiteren zwei Treffern von Moritz Weber, einem verwandelten Siebenmeter von „Günni“  und einem Treffer  von Dorian Schnabel  waren die Zeichen wieder auf Zuversicht gestellt (ca. 22 Minuten waren gespielt und es stand 9:9). Danach wieder ein Schlagabtausch mit Führungswechseln in beide Richtungen, wobei wir dann zum Halbzeitpfiff nach erfolgreichen Versuchen von Maik Clausen (Rückraumknaller ins Toreck‘) und Manuel Frank vom Kreis mit einem Tor Vorsprung in die Kabine gehen konnten. 12:11 der Halbzeitstand.


Zwar konnte man schon eine gewisse Zufriedenheit in den Augen des Trainers erkennen  -  immerhin konnte man den 1. Bundesliga erfahrenen Fynn Ole Fritz im Zaum halten  -  aber sowohl in Abwehr als auch Angriff gab es noch Verbesserungspotential. Dieses Abzurufen war dann auch der Appell in der Halbzeitansprache.
Und dieser Appell sollte dann auch Früchte tragen. Die Abwehr, nun deutlich offensiver, hielt die im 1:1 so gefährlichen Linus Skroblien und Jaron Siewert von der eigenen 6-Meter Linie fern. Mit dem Erfolg, dass den Gästen nur noch ein Durchbruch in der gesamten zweiten Hälfte gelang. Hervorzuheben bei dieser kampfstarken Abwehrleistung waren vor allem Manuel Frank und Philipp Wieschollek, die nun den sprichwörtlichen Beton im Innenblock anrührten. Auch Hannes Werner, mit seinen ersten Einsatzminuten in der 2. Hälfte, hielt die Deckungsformation gekonnt zusammen.  Das war zwar in den meisten Spielen der früheren Vergangenheit auch so, aber das Ummünzen erfolgreicher Abwehrarbeit in erfolgreiches Angriffsspiel wollte nicht immer gelingen.


Das war am vergangenen Samstag aber ganz anders. Tizian Stark auf Rückraum Mitte in Verbund mit Dorian Schnabel auf Halbrechts und einem in der zweiten Hälfte überragend aufspielenden Maik Clausen auf Halblinks sorgten mit durchdachten und bis zu Ende gespielten Angriffsaktionen dafür, dass das Spiel über den zwischenzeitlichen Ausgleich von 15:15 in der 40. Minute, dann nur noch mit wenigstens 1 Tor Vorsprung nach Hause gefahren wurde. Maik Clausen sei hier noch einmal besonders zu erwähnen. Er war nun bei eigentlich jeder Angriffsaktion Initiator und mit vier eigenen Treffern aus dem Rückraum, sowie Anspielen an den Kreis bzw. an die Außenpositionen für fünf weitere Tore verantwortlich.  Auch das sichere und schnelle weiterleiten der Kugel auf die anderen Rückraumpositionen war ein Garant für den späteren Sieg. Den Beleg dazu, Dorian‘s 1:1 unbedingt ansehen (https://www.facebook.com/SGOSF).
Bei aller Lobhudelei für einzelne Personen, galt aber auch diesmal: die Mannschaft steht vor dem Einzelkönner, und das wurde eindrucksvoll bis auf die Bank projiziert. Weiter so Jungs. Dass dieser Sieg so eminent wichtig war, zeigen die Ergebnisse der Kontrahenten im Abstiegskampf.  Diese punkteten ebenso (VfL Lichtenrade 29:28 in Neubrandenburg und VfL Tegel 23:14 beim BSV 92). Also heißt es weiterhin die Konzentration hoch zu halten und auch in den kommenden Spielen selbst zu punkten. Warum nicht schon am 25.3.2017 beim Stralsunder HV.
Dank erneut für die zahlreiche und lautstarke Unterstützung unserer Fans.
16 Punkte auf der Habenseite. Punkt.    


Aufstellung: Julien Groenendijk (TW), Maurice Castillo (TW), Moritz Weber (7), Quoc Cuong Le (6/3), Maik Clausen (5), Philipp Wieschollek (4), Dorian Schnabel (3), Tizian Stark (2), Manuel Frank (1), Justus Neeb, Robert Kohrs, Marius Wessel, Hannes Werner
12.3.2017, Norbert Menge

SG OSF Berlin - Füchse Berlin Reindf. II
28:24 (12:11)