Spielbericht
SG Hermsd.-Waidm.lust II   vs.   1. männliche A

12.03.2017

Männliche A genießt ihr letztes Saisonspiel in Hermsdorf

SG Hermsd.-Waidm.lust

SG Hermsd.-Waidm.lust II

16 - 38
SG OSF Berlin

1. männliche A

Oh Mann, eine Krankmeldung nach der anderen machten am Samstag und Sonntagvormittag die Runde in der Whats app-Gruppe. Ein bunter Strauß der Berliner Frühjahrsinfekte. Hinzu kamen Verletzte und Spontanurlauber und so langsam wurde der Kader für das letzte Spiel der Saison dünn, zumal die B-Jugend zur selben Zeit in Neubrandenburg spielte und nicht unterstützen konnte. Nun gut, es kamen acht Feldspieler und ein Torwart zusammen, denen aber auch noch so manches in den Knochen steckte, seien es gerade überwundene Infekte oder Reste der Volljährigkeitsfeier vom Vorabend. Genug gejammert: Irgendwie würde man schon das letzte Saisonspiel und für manche das letzte Jugendspiel ihres Handballerlebens gegen Hermsdorf-Waidmannslust II mit Anstand über die Bühne bringen.

Und irgendwie führte diese Grundstimmung zu einer konzentrierten Gelassenheit, die die OSF-Männer durch das ganze Spiel trug. Die Abwehr stand von der ersten bis zur letzten Minute, wenngleich die spielerischen Mittel der zweiten Hermsdorfer Garde nicht überbordend waren. Insbesondere das Zusammenspiel von Abwehr und Torwart funktionierte gut, so dass die Torwartleistung von Anfang an stimmte. Daraus wurde in den ersten Spielminuten noch nicht genügend Kapital geschlagen, denn zahlreiche Gegenstöße wurden vergeben und aus guten Wurfpositionen verzogen. Aber als dann die Reste von Infekt oder Vorabend aus den Knochen gespielt waren, lief es auch vorne besser und der Vorsprung wurde kontinuierlich ausgebaut: 2:2, 3:7, 4:12, 7:13 zur Halbzeit.

Gleiches Bild in Halbzeit zwei: Nach einem Sechs-Tore-Lauf für die mA zum 8:19 verließ die Nordberliner auch bald die Kampfeslust. In dieser Phase wurde ein Tempogegenstoß nach dem anderen gelaufen, angetrieben von chirurgisch-scharf-präzisen Torwartpässen. Die nach vorne Sprintenden genossen ihre Torerfolge, die gerade Genesenen genossen, dass sie hinten bleiben, Kräfte sparen und dem fröhlichen Treiben vorne zuschauen konnten. So wurde aus der konzentrierten Gelassenheit der ersten Minuten eine fröhliche Entspanntheit und vor allem ein sehr einseitiges Spiel: 10:24, 13:28, 14:38 zum 16:38 Endstand. Jeder der Spieler trug sich mehrfach in die Torschützenliste ein. Ein letztes Saisonspiel, das die mA der SG OSF trotz oder gerade wegen des kleinen Kaders von der ersten bis zur letzten Minute genießen konnte.

Und dann schweifen die Gedanken doch noch einmal kurz ab… Denn vor dem Spiel war das eher so mittel beindruckende Spiel des wahrscheinlichen künftigen OOS-Meisters Hermsdorf I gegen TMBW zu sehen. Was wäre eigentlich, wenn die mA die Quali zur OOS im letzten Mai (nach seltsamer Gruppenansetzung) nicht (noch viel seltsamer) in den Sand gesetzt hätte? Das Pokalspiel gegen SG NARVA und Trainingsspiele zeigen, dass man eine respektable Rolle in der OOS hätte spielen können, insbesondere mit der konzentrierten Gelassenheit von heute (aber die hatte man ja auch nicht immer in der Saison). Hätte, hätte…. Aber dann hätte man sich auch nicht als Erster der Verbandsliga Berliner Meister nennen können; für die meisten Spieler ihr erster Titel. Also, es ist gut so, wie es ist und der Berliner Meister gratuliert dem wahrscheinlichen OOS-Meister herzlich: Heiße er Hermsdorf oder NARVA.

Eine wunderbare Saison geht zu Ende, in der es uns großen Spaß gemacht hat, die mA der SG OSF der Saison 2016/2017 zu begleiten: Macht’s gut, Jungs!

SG Hermsd.-Waidm.lust II - SG OSF Berlin
16:38 (7:13)