Spielbericht
VfL Lichtenrade II   vs.   3. Männer

12.03.2017

One-Man-Show

VfL Lichtenrade

VfL Lichtenrade II

19 - 23
SG OSF Berlin

3. Männer

Ein dickes High-Five an euch Hippies da draußen!

Für die beiden Alteingesessenen Shorty und One-Hand der dritten Mannschaft der SG OSF war das letzte Spiel beim VFL Lichtenrade II ein ganz besonderes Ereignis, markiert jenes Datum der Begegnung zugleich das jährliche Geburtstagsjubiläum beider Akteure. Ebenfalls hatte J.B. nur wenige Tage zuvor ein weiteres Lebensjahr beginnen dürfen, Anlass zu ausgelassenen Feierlichkeiten gab es also genug. Allerdings stand zunächst der Ligaalltag auf dem Tagesordnungspunkt und mit dem bereits erwähnten Gegner, der zweiten Vertretung des VFL Lichtenrade, stand man vor einer durchaus nicht ganz leichten Aufgabe.

So sorgten die Süd-Berliner doch für das frühe Ausscheiden der Schöneberger im Pokalwettbewerb im vergangenen Herbst (31:32), worauf hin nur wenige Wochen später nach einem umkämpften Spiel beim Wiederaufeinandertreffen in der Hinrunde des aktuellen Ligabetriebs die Revanche mit einem 29:28 genommen werden konnte. Trotz der engen Ergebnisse im direkten Vergleich blickt Lichtenrade längst nicht auf die Kontinuität im Saisonverlauf zurück wie die Gastmannschaft, weshalb die Dritte auch in diese Begegnung als die favorisierte Mannschaft ging.

Frech nach dem Motto „Je Oller, desto Doller“ ballerte J.B. kurz nach Beginn die Pille aus guter Rückraumposition aufs Tor, traf in zwei Versuchen jedoch beide Male nur den Querbalken. Mr. Bender hatte ähnlich wenig Glück und musste sich von Linksaußen mit einem Treffer an den Pfosten begnügen. In diesen Situationen kann sicherlich von einem gewissen Pech im Abschluss gesprochen werden, wohingegen der Verfasser himself aus ebendiesem Anlass vehement über sein vorzeitiges Karrierenende nachdenkt. Grund dafür sind drei verballerte Würfe aus sehr guten und freistehenden Positionen, beim letzten Versuch kullerte der Ball gar am Tor vorbei, herrje. Dies grenzte schon arg an Unvermögen.

Bei so viel ungewolltem Widerstand aus den eigenen Reihen mussten sich andere Akteure zusammenreißen und über ihr gewöhnliches Leistungspotential hinaus agieren. Diesbezüglich kann Lehrkörper Cremer genannt werden, welcher in der Anfangsviertelstunde mit einigen tollen Paraden die schnellen Angriffe des VFLs zu unterbinden wusste und somit seine Compagnons im Spiel hielt. Mit zunehmender Spielzeit verkrampften die Angriffsbemühungen beider Mannschaften zunehmend und keines der beiden Teams vermochte es, sich abzusetzen. Die Torreigen aus Sicht der Guten liest sich wie folgt: 0:1, 3:1, 6:4 -  bei einer knappen Führung von 9:8 wurde zur Pause gebeten.

Coach Marc Ruch fand wie immer die entscheidenden Worte über die abgelieferte Performance und verwies in seiner kanppen Ansprache auf die schwache Chancenverwertung in der eigenen Offensive. Die Abwehrreihe im 6-0 Verbund hingegen machte einen zufriedenstellenden Job, weshalb der Hauptfokus zur zweiten Hälfte der Optimierung des Angriffspiels galt.

Während im ersten Durchgang der Torhüter berechtigterweise Erwähnung im vorzuliegenden Bericht fand, kann für die zweite Hälfte einmal mehr Swientek Jr. herausgepickt werden. So waren nach ca. 50 gespielten Minuten lautstarke Kommentare von der Tribüne zu vernehmen, wonach der/die Zuschauer_in unmissverständlich den Jungs von Lichtenrade zu verstehen versuchte, dass „nur die 24 bei denen Tore wirft!“. Na ja, irgendwie ist so ein konkreter Hinweis vielleicht nicht immer hilfreich. Zum einen ist es den Akteuren ggf. schon selbst aufgefallen, finden diese aber kein geeignetes Gegenmittel, um den betreffenden Spieler in seinen dynamischen und kraftvollen Vorstößen zu stoppen. Des Weiteren ist es bestes Feedback für den Gegner, dessen Hauptinteresse es ist, in einem eher zähen Spiel die zwei Punkte für sich zu behaupten. Da ist es im Grunde egal, wer die Tore erzielt (zumal ja ganz andere Spieler an jenem Tag außerstand dazu waren, s. Bericht weiter oben!). So wurde Swientek Jr. über diverse Auftakthandlungen immer wieder erneut ins Spielgeschehen eingebunden und dieser ballerte die Ruchlosen fast alleine zum nächsten Erfolg. Über 12:10 und 18:14 wurde das Spiel bei 23:19 für die Guten abgepfiffen.

Als Nachtrag soll ein Einstand bei dieser One-Man-Show nicht unerwähnt bleiben. Bei so viel Erfahrung und Routinier, welche der Mannschaft aufgrund der Gesetzmäßigkeit des Älterwerdens obliegt, freuen sich die Mitspieler ab und an über frisches Gemüse. So schickte sich Steven aus der Vierten an und vertritt den urlaubsbedingt abwesenden Swientek Sr. Der junge Goalie wurde in den letzten Spielminuten eingewechselt und nutzte diese Möglichkeit, um den einzigen sieben Meter von Lichtenrade zu entschärfen. Toll – und nicht die Einstandskiste vergessen ;-)

Nach Abpfiff ließen sich die Ruchlosen das Geburtstagsbier schmecken und für die Betreffenden gab es das obligatorische Ständchen. Ob es am zunehmenden Alter liegt, sei mal dahingestellt, jedenfalls hat es den Eindruck, dass die Dritte im Jahr 2017 nicht so richtig in die Puschen kommen will. Zwar wurde gegen einen recht unangenehmen bzw. schwierigen Gegner gewonnen und 19 Gegentore in 60 Minuten sind allemal hinnehmbar, jedoch blieb dieses Mal die Chancenverwertung gepaart mit vielen technischen Fehlern das große Manko. Mit einer solchen Leistung gewinnt man in der angestrebten Landesliga sicherlich keinen Blumenstrauß. Es ist an der Zeit, sich zum Saisonendspurt auf die eigenen Stärken rück zu besinnen und sich das nötige Selbstvertrauen für höhere Aufgaben zu holen.

Bis es so weit ist genießen die Ruchlosen jedoch erst einmal ein spielfreies Wochenende. *yäs*

Vor dem Schlesischem Tor (1) wartet als nächstes BTV III, Beginn ist am 25.03. um 14 Uhr. We’ll see each other there.

Love & Peace as always, tschüss, ihr Hippies

 

Statistik:

Christian Cremer, Steven Pownug, Nico Swientek (11 Tore), Matthias Kölling (5 Tore), Jörg Brieger (4 Tore), Marco Krause (1 Tor), Luka Bender (1 Tor), Tilman Wiesner (1 Tor), Gregor Herdmann, Justus Hohwieler, Winand Sabelberg, Felix Kloss

 

 

VfL Lichtenrade II - SG OSF Berlin III
19:23 (8:9)