Spielbericht
SG Hermsd.-Waidm.lust   vs.   2. Männer

26.03.2017

Ein gutes Pferd...

SG Hermsd.-Waidm.lust

SG Hermsd.-Waidm.lust

21 - 29
SG OSF Berlin

2. Männer

Die 2. Männer gewinnen auswärts nicht überzeugend, aber deutlich mit 21:29 bei Hermsdorf/Waidmannslust „Männermannschaft“. Dabei funktioniert die Abwehr beide Hälften, der Angriff dagegen nur 15 Minuten.

Der Anpfiff zur heißgeliebten Zeit am späten Sonntagabend, die Halle sehr warm und schlittschuhlauftauglich, der Ball sehr rutschig, nur eine (sichtlich überforderte) Schiedsrichterin, die gegnerische Mannschaft im Schnitt zehn Jahre jünger- dazu fehlten Steffen Giebeler („Arbeit“) und Dustin Höfer („Wade“).

Die Voraussetzungen für einen handballerischen Leckerbissen waren also gegeben.

 

Eure Lieblingsmannschaft ließ sich nicht lumpen und zelebrierte in den ersten 30 Minuten Handball zum Abgewöhnen.

Defensiv anfangs im Innenblock völlig unabgestimmt, später auf der linken Abwehrseite unmotiviert, lud man die körperlich deutlich unterlegene A Jugend der Nordberliner zu einfachsten Toren ein. Im Laufe der weiteren Spielminuten vor der Pause stabilierten sich dann die 6 Mann vor dem Kreis, leider fand dann aber auch der ein oder andere Verzweiflungswurf aus der Distanz sein Ziel, da auch die Torwartleistung nicht stimmte.

Im Angriff hatte man wenig Mühe, die gegnerische Abwehr auszuspielen, wofür ein einfaches Anstoßen zumeist ausreichte.... wenn man denn mal die freien Tormöglichkeiten auch genutzt, die Bälle gefangen bzw. über wenige Meter auch zum freien Mann gebracht hätte. Wenn.

So aber blieb das Spiel unnötig eng und wurde mit einer knappen 2-Tore-Führung beim 10:12 abgepfiffen.

In der Halbzeitpause war dann doch deutliche Ernüchterung zu spüren, irgendwie hatte sich so manch einer offenbar die Einfachheit des Unterfangens „mal eben zwei Punkte aus Hermsdorf mitnehmen“ falsch eingeschätzt.

So kam das Trainerduo wie der Autor zur Einschätzung, dass man eigentlich nur offensiv eine gewisse Steigerung an den Tag legen müsste, um den Abstand zwischen sich und Gegner etwas freundlicher zu gestalten. Ganz pessimistische Stimmen zogen bereits erste Vergleiche zum Auswärtsspiel in Kreuzberg heran.

Die SG zeigte sich aber besser eingestellt als in besagtem Spiel und nahm den Kampf mehr und mehr an, wenn denn schon das Spielerische so gar nicht mehr klappen wollte.

Die Defensive stabilisierte sich weiter, sodass die Gastgeber eigentlich nur noch über ihren guten Linksaußen oder über dubiose 7-Meter-Entscheidungen zum Torerfolg kamen. Ansonsten konzentrierte sich der Gastgeber nun auf Beschwerden über die robuste Schöneberger Deckung, die aber eigentlich nur den Unterschied zwischen Männer- und Jugendhandball demonstrierte und zu keiner Zeit unfair agierte.

Im Angriff lief es nun vermeintlich besser, auch wenn bis zum 17:20 noch keine deutliche Absetzbewegung stattgefunden hatte. Die SG hielt den Druck allerdings hoch genug, um keine Hoffnungen mehr aufkommen zu lassen und startete in der Folge innerhalb weniger Minuten einen satten Lauf bis zum 18:28. Zwar immer noch nicht schön anzusehen, dafür allerdings erfolgreich, hatten die jungen Spieler den Rückraumakteuren der SG nun kaum noch etwas entgegenzusetzen und mussten ein leichtes Tor nach dem nächsten nehmen.

Damit war das Spiel entschieden und Hermsdorf schlussendlich doch noch deutlich geschlagen, Endstand 21:29.

In den kommenden drei Spielen werden 20 Minuten annehmbarer Handball nicht ausreichen, um Punkte mitzunehmen. Die Mannschaft täte gut daran, dort wieder über 60 Minuten in die Spur zu finden. 

Kommende Woche geht es gegen den Tabellendritten aus Pankow, die der SG im Hinspiel eine von zwei Niederlagen beibrachten (...). Nichtsdestotrotz wird die SG den Gegner mehr als ernst nehmen, um sich weiter Richtung Aufstieg zu spielen.

Anpfiff ist am Sonntag um 16 Uhr auf dem Geisberg.

SG Hermsd.-Waidm.lust - SG OSF Berlin II
21:29 (10:12)

Aufstellung:
Sven Beulker (TW), Felix Volz (TW), Philipp Böttcher (6), Jörg Reichwald (5/3), Benjamin Noichl (4), Jonas Römer (4), Stefan Meyer (3), Martin Eitner (3), Manuel Manteuffel (3), Zacharias Zawierucha, Sascha Höfer, Julian Tiedtke