Spielbericht
3. Männer   vs.   SG Rotation P. B. III

23.04.2017

Es gibt Schnittchen - 2.0

SG OSF Berlin

3. Männer

40 - 19
SG Rotation P. B.

SG Rotation P. B. III

Gute Nachrichten, Ihr Hippies!

Pünktlich zu den Ereignissen rund um die dritte Mannschaft der SG OSF haben die Redaktionsmitarbeiter ihren Frühjahrsstreik beigelegt und die Spielberichtserstattung in vollen Zügen wieder aufgenommen. Ein ausgehandelter Kompromiss, wonach den betreffenden Autoren mehr Spielzeit zugesagt wurde, sorgte für die umgehende Wiederaufnahme der Investigativarbeit. Die beidseitige Einigung hätte zu keinem besseren Zeitpunkt erzielt werden können, denn seit vergangenem Wochenende steht fest: Die Dritte gewinnt die Stadtligasaison 2016/17. *Kleiner Tusch* 

Den Grundstein für die vorzeitige Meisterschaft legte der ärgste Verfolger TuS Hellersdorf II bereits einen Tag zuvor am Samstag. Der Zweitplatzierte musste bei Eintracht Berlin seine dritte Niederlage hinnehmen und lieferte so der SG Vertretung die Steilvorlage, um mit einem Sieg gegen Rotation PrenzlauerBerg III den ersten Tabellenplatz uneinholbar klarzumachen. Die feschen Jungs aus dem Szenebezirk reiste ihrerseits motiviert und mit gut gefülltem Kader an den Geisberg. Immerhin ging es für die Prenzel’ Berger ihrerseits um den Abstieg und jeder Punkt war von Nöten, um eben jenen zu verhindern. 

Coach Marc Ruch wiederrum hatte so seine Probleme eine betriebsfähige Mannschaft zusammenzustellen. Sowohl Mr. Bender als auch Swientek Jr. waren angeschlagen, gaben letztlich jedoch grünes Licht. Lehrkörper Cremer war zu einer Taufe geladen und der Warrior fehlte arbeitsbedingt. Für den Terrier und J.B. ist die Saison aus Verletzungsgründen leider schon gelaufen. Wir wünschen Euch eine gute Genesung und freuen uns, wenn Ihr wieder dabei seid. Die fehlenden Kreisspieler sollten vor allem durch Shorty und Papa Geckle ersetzt werden, zu dem half erneut Steven aus der Vierten im Tor aus – besten Dank! 

Auf Seiten der Schöneberger begann das Spiel unkonzentriert bis fahrig. In der Abwehr wurde nur wenig miteinander kommuniziert und viel zu selten kamen die eigenen Kollegen bei Zweikämpfen zur Hilfe. Der Angriff spielte derweil arg ideenlos und kam nur über Einzelaktionen zu ersten Treffern. Bis zum 3:3 konnten die Gäste mithalten. Schnell zeigte sich dann die spielerisch limitierte Qualität des Gegners. Immerhin konnte Prenzlauer Berg das Spiel bis zum 8:5 noch etwas offen halten. 

Mit personellen Veränderungen im Rückraum kam bei den Ruchlosen mehr Spielfluss in die Angriffsbemühungen. Dies drückte sich in einer stetig steigenden Führung aus. Two-Times durfte sich als Spielgestalter auf der Mitteposition versuchen und setzte gute Akzente. Das Zusammenspiel mit Shorty am Kreis funktionierte nun besser und während Swientek Jr. sich eine Pause gönnen durfte, ballerte Papa Geckle aus dem Rückraum munter für ihn weiter. Weitere Zwischenstände waren 10:6 und 15:8. Die Halbzeit endete mit 19:11. 

Obwohl die nackten Zahlen ein überaus okayes Ergebnis gegen den Tabellenvorletzten suggerieren, waren der Trainer und einige Akteure längst nicht so zufrieden mit der bis dato gezeigten Leistung. Fehlende Körperspannung und eine gewisse Lethargie sorgten für bekannte Flüchtigkeitsfehler im eigenen Spiel und darüber hinaus für gar recht unansehnliche Spielphasen. Coach Marc Ruch forderte von seinen Schützlingen erhöhte Konzentration und weitere 10 Tore Abstand zum Antagonisten. Mit dieser Zielsetzung ging es hinaus in den zweiten Durchgang. 

Nach Wiederanpfiff dauerte es neuerlich einige Minuten bis die Ruchlosen zurück in die Spur fanden. Als sich die Akteure dann vollends sortiert hatten, folgte ein astreiner 6-Tore-Lauf zum 25:11. Nun war das Spiel nicht nur für die größten Skeptiker_innen entschieden, sondern auch ein standesgemäßer Abstand hergestellt, an dem die Schöneberger weiter arbeiten wollten. Während Steve nach ca. 45 Minuten zu seinem zweiten Einsatz bei der Dritten kam und einen starken Swientek Sr. ersetzte, erarbeiteten sich die Schöneberger geduldig weitere Treffer. Zwar wurde nicht immer mit der letzten Konsequenz der Abschluss gesucht, da einige Tempogegenstöße schlecht zu Ende gespielt wurden. Jedoch band man im Vergleich zur ersten Halbzeit die Außenpositionen besser ins Spiel ein und der eine oder andere Spielzug konnte ebenso erfolgreich zu Ende gespielt werden. Lovely. Nach einem 32:14 endete das Spiel unspektakulär 40:19 für die Ruchlosen. Für die kulinarische Verköstigung im nächsten Training wird dieses Mal Swientek Jr. sorgen. Besten Dank an Dich und daran denken, einige Schnittchen auch mit Avocado zu belegen ;-) 

Nach Abpfiff und getaner Pflicht trotteten die Akteure der Dritten mit einem zufriedenen Lächeln in die Kabine. Die ganz große Feierlaune zum Gewinn der Meisterschaft und den damit einhergehenden Aufstieg (vgl. die Ereignisse rund um die Zwote), wollte noch nicht so recht aufkommen. Die Jungs sind halt echte Profis und gefeiert wird erst dann, wenn auch die beiden letzten Spiele gewonnen sind … dann fliegt aber die Kuh! Oder auch schon vorher. Man weiß ja nie. 

Nächstes Wochenende wird erst mal mit Blumen in den Haaren und barfuß auf dem Asphalt in den Mai getanzt. Wer wüsste das nicht besser als Ihr, Ihr alteingesessenen Hippies. In zwei Wochen wartet dann in Steglitz der ATV. Anpfiff ist am Samstag (6. Mai) in der Carl-Schuhmann-Sporthalle (Osdorfer Str.53) zur besten Sendezeit um 14:30 Uhr. Wir sehen uns dort. 

Love & kisses to all of you – as always. Tschüss, Ihr Hippies. 

Statistik:

Markus Swientek, Steven Pownuy, Nico Swientek (8), Marco Krause (7), Benjamin Geckle (7), Felix Menge (6), Luka Bender (4), Gregor Herdmann (2), Justus Hohwieler (2), Tilman Wiesner (2), Constantin Goltsche (1), Felix Kloss (1), Matthias Kölling

SG OSF Berlin III - SG Rotation P. B. III
40:19 (19:11)