Spielbericht
Bad Doberaner SV 90   vs.   1. Männer

14.11.2015

SG OSF mit wichtigen Auswärtspunkten

Bad Doberaner SV 90

Bad Doberaner SV 90

20 - 21
SG OSF Berlin

1. Männer

Vergangenes Wochenende gelang der SG OSF in den Mecklenburg-Vorpommern-Auswärtswochen ein wichtiger Sieg gegen den Bad Doberaner SV. Die Schützlinge von Alex Schwabe setzten sich nach einem harten Fight knapp mit 20:21 durch und übernehmen damit die Tabellenspitze.

Schon vor Anpfiff war klar, dass ein Sieg beim heimstarken Bad Doberaner SV kein Selbstläufer werden würde. Die Gastgeber spielten die vergangenen Wochen unter Wert und mussten zu Hause ausgerechnet die letzten beiden Wochen bereits zwei Mal Punkte abgeben, darunter unter anderem gegen die Berliner Konkurrenz aus Rudow. 

Somit war der Ehrgeiz und Kampfeswille der Hausherren auf jeden Fall geweckt und auch zu spüren. Die Berliner mussten dagegen ohne Abwehrchef Tobias Erdmann auflaufen, während auch Dorian Schnabel nur bedingt einsetzbar war. Somit wurde es recht übersichtlich auf der Bank der Gäste.

Vom Anpfiff an weg zeigte Bad Doberan, dass es nicht gewillt war, die beiden Punkte kampflos herzuschenken. Eine kompromisslose Defensive der Hausherren nötigte die beiden Unparteiischen bereits nach wenigen Minuten zur ersten Hinausstellung, als Philipp Wieschollek das erste Mal Bekanntschaft mit Abwehrchef Maik Sadewasser machte. Während die SG OSF offensiv gegen die gut stehende Defensive der Mecklenburger keine Lücken fand und in der ersten Halbzeit fast nur über die erweiterte zweite Welle zum Torerfolg kam, stand man dagegen defensiv sicher und konnte sich im Zweifelsfall auf Julien Groenedijk verlassen, der erneut einen Sahnetag erwischte. 

Dieser nahm nicht nur gleich den ersten 7-Meter der Gastgeber weg, sondern nahm den Gastgebern vor allem von außen mehrere gute Einwurfmöglichkeiten weg. Da es die Schöneberger nicht schafften, ihre hohe Fehlerquote im Angriff zu reduzieren, was sowohl Fehlwürfe als auch technische Fehler anging, fanden sie in den ersten dreißig Minuten nur wenig Zugriff auf die Partie. Am Ende hieß es 9:8 aus Sicht der Bad Doberaner.

Nach Wiederanpfiff schien es, als entscheide Bad Doberan das Spiel. Schnell legten die Gastgeber gegen müde wirkende Hauptstädter noch zwei weitere Tore vor und hatten beim 13:10 das Momentum auf ihrer Seite. Der Schöneberger Angriff fand in dieser Phase überhaupt keine Lösungen.

Erst nachdem Robert Kohrs aus dem Nullwinkel netzen konnte und wenig später Moritz Weber einen wichtigen Gegenstoß zum Anschluss netzte, kam wieder Bewegung in die Partie. Bad Doberan konnte nun nur noch mit Mühe die Lücken in der Defensive schließen und ging mehrfach mehr als unsauber zur Sache. 

Bei einer dieser Aktionen verletzte sich dann Philipp Wieschollek voraussichtlich schwerer. Die SG ließ sich jedoch nicht beirren und spielte ihren Stiefel nun hinunter. Die Überzahl eiskalt nutzend – was auch nicht immer eine Stärke der SG gewesen war – drehte man das 13:10 zu einem 13:17, verpasste es aber trotz eines gegebenen 7-Meters und einer freien Wurfchance, den Sack zuzumachen.

So konnte man zwar stets mehrere Tore Distanz zwischen sich und dem Gegner behalten, sich aber nicht endgültig absetzen. Als beim 15:20 die Messe wenige Minuten vor Ende gelesen schien, wurde es somit noch einmal hektisch. Bad Doberan spielte teils in Überzahl eine Manndeckung auf die halbrechte Schöneberger Seite, worauf wiederum die SG keine Antwort wusste.

So schmolz der Vorsprung von Minute zu Minute, bis ein wichtiger 7-Meter beim 18:21 wieder ein wenig Luft verschaffte.
Nachdem dann bereits beim 19:21 und 20:21 strittige Situationen für Bad Doberan ausgelegt wurden, entschieden die Unparteiischen bei der möglichen Ausgleichssituation Bad Doberans auf Stürmerfoul und beendeten damit 5 Sekunden vor Ende die Ambitionen der Gastgeber auf eine Punkteteilung.

So blieb es beim glücklichen, aber hart erkämpften Sieg der Hauptstädter.
Diese hoffen auf eine nach wie vor mögliche glimpfliche Diagnose bei Philipp Wieschollek, um den ausgedünnten Kader nicht noch schmaler werden zu lassen.
Kommende Woche geht es erneut nach Mecklenburg-Vorpommern, diesmal zur SG HSV Peenetal Loitz / Uni Greifswald. 

Allen Beteiligten ist klar, dass es ein mindestens genauso hartes Stück Arbeit bedeutet, auch hier zwei Punkte zu entführen. Die Mannschaft wird erneut alles daran setzen, sich bestmöglich zu verkaufen und sich so lange wie möglich in den vorderen Tabellenregionen festzusetzen.

ulien Groenendijk (TW), Marvin Rothe (TW), Quoc Cuong Le (7/6), Maik Clausen (4), Philipp Wieschollek (3), Philipp Böttcher (2), Robert Kohrs (2), Dorian Schnabel (1), Manuel Frank (1), Moritz Weber (1), Fabio Baumert, Marcel Buchholz

Bad Doberaner SV 90 - SG OSF Berlin
20:21 (10:9)