Spielbericht
3. Männer   vs.   VfV Spandau III

13.05.2017

The End

SG OSF Berlin

3. Männer

33 - 23
VfV Spandau

VfV Spandau III

Liebe Hippies,

 

zum letzten Spiel vor der langen Sommerpause gastierte die dritte Mannschaft des Vereins für Volkssport Spandau auf dem heimischen Geisberg. Das Hinspiel an einem verschneiten Januartag konnte trotz glanzloser Leistung ungefährdet mit 25:16 gewonnen werden. Nach der ebenfalls wenig mitreißenden Begegnung gegen ATV (Spielbericht liegt in der Korrekturschleife!) wollten sich die Akteure um Coach Marc Ruch anständig aus der Stadtliga verabschieden. 

Vor Spielbeginn überraschte zunächst der Gegner. Traten diese mir einem Kader auf, der dem Hinspiel deutlich verändert und verjüngt worden schien. Dieses „Aufrüsten“ mochte ein wenig diffus erscheinen, da die Spandauer nach der Pleite am vorherigen Spieltag gegen Rotation als zweiter Absteiger bereits feststand. Nichtsdestotrotz zeigten die Volksportler während der Erwärmung Zuversicht und präsentierten sich durch aus gewillt, den Wettstreit gegen den Tabellenführer mit nötiger Ernsthaftigkeit zu bestreiten. 

Auf Seiten der Ruchlosen hinterließen die Dauerverletzten (u.a. Swientek Sr., der Terrier, J.B.) und Berufstätigen (u.a. Papa Geckkle, der Wizzard) eine gewisse Lücke. So konnte der Übungsleiter auf lediglich 10 einsatzfähige Spieler aus seinem sonst so großen Kader zurückgreifen. Dabei durften die 4 Linkshänder unter ihnen ein gewisses Luxusproblem dargestellt haben. Trotz dieser „Widrigkeiten“ sollte die Saison mit einer guten Leistung und einem entsprechendem Ergebnisse gebührend abgerundet werden. 

Während die Dritte in der Defensive mit ihrer 3-2-1 Deckungsformation schnell in Partie fand, stockte es zu Beginn noch etwas im Angriffsspiel. Technische Fehler und eine gewisse Unkonzentriertheit in den Abschlüssen sorgten zunächst für ein ausgeglichenes Ergebnis (3:3). Mit zunehmender Spieldauer schafften die Ruchlosen sich etwas abzusetzen und nach ca. 15 gespielten Minuten führte der Favorit erwartungsgemäß mit 8:5 und 10:6. Allerdings musste in dieser Phase Two-Times verletzungsbedingt das Spiel vorzeitig beenden, wir hoffen, es hat dich nicht all zu schlimm erwischt und du bist bald wieder dabei. Als etwas kurios bezüglich des personellen Ausfalls des einzigen nominellen Linksaußen sollte sich die Besetzung jener Position im fortlaufenden Geschehen darstellen. Denn nun musste wohl oder übel einer der vielen Linkshänder auf die „verkehrte“ Außenbahn weichen und als erstes durfte sich Felle ausprobieren. Immerhin: Bezüglich des Namens musste sich die Mannschaft nicht umstellen. 

Spandau wechselte unterdessen von ihrem 6-0 Verbund auf eine 5-1 Deckungsformation und luden die Schöneberger dazu ein, munter und nach Belieben Tore zu werfen. Der vorgezogene Abwehrspieler auf der „Eins“ half seinen Kollegen auf den Halbpositionen viel zu früh aus, so dass bereits nach einfachem Pass zu Jussi auf der Mitte dieser bereits nach Gutdünken selber Abschließen oder weiter zum Kreis spielen konnte. Obwohl längst nicht alle Chancen verwerten werden konnten, schraubten die Guten das Ergebnis zur Halbzeitpause auf ein 19:10. 

Viel hatte der Coach an der bisher dargebotenen Leistung seiner Mannschaft nicht zu bemängeln. Die Abwehr stand bis auf wenige Momente weitestgehend kompakt und zeigte die nötige Bissigkeit. Zudem hatte Lehrkörper Cremer im Tor zum Saisonabschluss einen echte Sahnetag erwischt und konnte einige gute Möglichkeiten des Gegners mittles toller Paraden vereiteln. Das Angriffsspiel verlief weitestgehend erwartungsgemäß. Einige Unzulänglichkeiten im Transport des Balles schlichen sich hier und da ein und teils wurde der Torwart in den Abschlüssen nicht gut genug ausgeguckt, doch mit fast 20 Treffern in 30 Minuten gibt sich wohl jeder Trainer zufrieden. 

Die zweite Hälfte ist schnell erzählt. Die Volkssportler agierten fortan wieder in einer 6-0 und den Ruchlosen gelang es nicht, die Konzentration und das Tempo entsprechend aufrechtzuerhalten, um ein ähnlich hohes Ergebnis wie beim letzten Heimspiel einzufahren. Auf der Position des Linksaußen durfte sich fortan Gregory versuchen und löste den an jenem Tag recht glückslos agierenden Felle ab, der auf die angestammte Rechtsaußenbahn wechselte. Während Spandau permanent in ihren Angriffen mit einem Einläufer (zumeist von der linken Seite) aufzogen, kamen die Gäste in der gesamten zweiten Halbzeit zu leicht zu ihren Treffern. 24:17 und 28:20 waren weitere Zwischenstände. Als kleine Randnotiz bleibt noch festzuhalten, dass Spandau überaus während der gesamten 60 Minuten überaus fair in den Zweikämpfen agierte. Einzig zwei gelber Karten verteilte der Referee und so waren wohl alle beteiligten froh, dass nach Abpfiff keine weiteren Verletzungsausfälle hinzukamen. Das Spiel endete 33:23 für die Guten. 

So, was bleibt zu sagen?! Es bleibt ein bißchen der Wehmutstropfen über den verlorenen Punkt bei Hellersdorf. Verglichen zur Aufstiegssaison 2014/15, welche ebenfalls mit nur einem Minuspunkt bestritten worden ist, erspielten man sich immerhin eine bessere Tordifferenz von 26 Toren. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Ruchlosen in der just abgelaufenen Spielzeit ein Spiel weniger hatten (BTV wollte nicht antreten!). So ballerten die Schöneberger im Schnitt 30,67 Tore (2014/15 waren es immerhin 31,18!) und kassierten pro Spiel lediglich 20,76 Treffer (Vor zwei Jahren betrugen die Zahl 22,9!). Eine leichte Schwächung im Angriff, während die Abwehr sich deutlich zu stabilisieren wusste. Vielleicht nicht das aller verkehrteste, wenn man kommende Saison den Klassenerhalt in einer höheren Liga anstrebt. Unterm Strich wurde die beste Stadtligasaison seit über 5 Jahren (mehr gibt das Wettkampfarchiv des HVB nicht her!) bestritten und die Ruchlosen freuen sich wie Bolle auf die Landesliga. 

So, nach der Saison ist vor Bereitung. Bevor wir uns auf dem Sportplatz aber alle wiedersehen, genießen wir zunächst die Ferien (mit Hochzeit und allem drum und dran). An dieser Stelle möchte die Mannschaft ein großes Dankeschön an ihren Trainer Marc Ruch loswerden. Schön, dass du dich für die Aufgaben bereit erklärt und diese in mühevoller Kleinarbeit über ein gesamtes Jahr durchgezogen hast. Du trägst wesentlichen Anteil mit an dem Erfolg. 

Zum Schluss bedankt sich die Redaktion noch bei ihren diversen Mitarbeitern für die Korrekturarbeiten, Anregungen, Verbesserungstipps, etc. und selbstverständlich bei der Mannschaft herself, mit euch wird’s ein Glück nie langweilig und es gibt immer was zu berichten ;-) 

So, ihr Hippies, genießt den Sommer, wir hören und sehen uns im September zur neuen Spielzeit. 

 

Statistik:

Christian Cremer, Marco Krause (8 Tore), Nico Swientek (6 Tore), Justus Hohewieler (6 Tore), Matthias Kölling (3 Tore), Tilman Wiesner (3 Tore), Felix Menge (3 Tore), Felix Kloss (2 Tore), Constatin Goltsche (1 Tor) Gregor Herdmann (1 Tor)

SG OSF Berlin III - VfV Spandau III
33:23 (19:10)