Spielbericht
1. Frauen   vs.   TSG Wismar

23.09.2017

Keine Punkte gegen Favoriten

SG OSF Berlin

1. Frauen

18 - 22
TSG Wismar

TSG Wismar

Für die Damen der SG OSF ging es im zweiten Spiel der jüngsten Spielzeit und gleichzeitig erstem Heimspiel gegen den Absteiger aus der dritten Liga, die TSG Wismar. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen konnten die Berlinerinnen zur Halbzeit eine kleine 11:9-Führung erarbeiten, die jedoch nach Wiederanpfiff innerhalb von wenigen Minuten passé war. Erst zum Ende des Spiels fingen sich die Berlinerinnen wieder, vermieden ein Debakel und kassierten nach einem eher torarmen Spiel mit 18:22 eine gerechte Niederlage.

Nach dem Auftakt gegen Liganeuling SG Ahrensdorf/Schenkenhorst ging es am vergangenen Samstag im heimischen und altehrwürdigen Sachsendamm gegen die Auswahl des Absteigers aus Wismar. Sozusagen Kontrastprogramm – ein Umdenken war gefordert. Spitzel sei Dank erreichten uns zur Vorbereitung auf den eher unbekannten Gegner einige Informationen, die im Training sogleich verarbeitet wurden. Das Hauptaugenmerk sollte auf einer kompakten Abwehr sowie einer konzentrierten und nicht überhasstesten zweiten Welle liegen. Auch die Auswertung des ersten Spieles half zu erkennen, dass außerdem das gesamte Spieltempo noch ein wenig zu wünschen übrig ließ. Trainer Waffenschmidt konnte nicht ganz auf die gesamte Stärke seines Zuges zurückgreifen: schwerwiegender Aderlass war auf den Flanken in Personen von A. Rauhut (Dienst) und C. Friedrich (Schirmchencocktails-Trinken) zu vermelden und auch L. Ackermann musste wegen eines Bänderriss den Dienst quittieren. Daumen runter! Dafür griffen Flügelflitzerin J. Vergin, die vom Schirmchencocktails-Trinken zurückkehrende und gut erholte A. Rehmer und die dienstfreie S. Hoffmann aktiv ins Geschehen ein.

Ärgerlicher Weise ging auch die erste Wahl dieses Wochenendes – nämlich die Seitenwahl – verloren und die First Ladies begannen auf der eher für die zweite Halbzeit prädestinierte Seite und das auch noch mit Anwurf. Nachteile sollten aus diesem Aberglauben jedoch nicht resultieren, nach exakt 29 Sekunden konnte in Person von A. Rehmer nach druckvollem Spiel von der rechten Außenposition eingenetzt werden. Die Gäste ließen sich davon aber wenig beeindrucken und glichen sogleich darauf aus. Nach 5:39 gespielten Minuten leuchtete ein 2:4 aus Sicht des Gastgebers auf. Die Schönebergerinnen dachten aber nicht im Entferntesten daran sich abhängen zu lassen. Insbesondere M. Kern tat sich in der Phase des Spieles mit der einen oder anderen Kelle aus dem Rückraum hervor. Clever wurde aus dem gebundenen Spiel die Lücke in der Blockabwehr des Gegners gesucht und gefunden, welche durch ein ebenso durchdachtes Stellungspiel des Kreises im Person von V. Tugend forciert wurde. Die Abwehr packte ordentlich zu, war nur nach Ermessen der Unparteiischen 5 Mal zu ruppig, was jeweils zu Strafwürfen führte, von denen 4 erfolgreich waren. Nach 17 gespielten Minuten sorgte dann S. Rutschow für die zweite Führung des Spieles, die zunächst egalisiert, durch einen Doppelschlag von K. Hinz aber erneut herbeigeführt wurde. Kurz vor Ende des ersten Durchganges setze S. Hoffmann mit einem beherzten und gut platzierten Wurf ins Dreiangel den vorläufigen Schlusspunkt zur 11:9 Führung.

Beim Pausentee wurden diverse Fehler und auch das bereits erwähnte, ausbaufähige schnelle Spiel angesprochen und von den Protagonisten Besserung versprochen. Übungsleiter Waffenschmidt gab sich optimistisch, warnte aber davor, den Absteiger zu früh abzuschreiben. In leicht veränderter Aufstellung ging es eigentlich gestärkt in den zweiten Durchgang. Was nun folgte, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Eine Mannschaft spielte munter und konzentriert weiter, nur leider waren das nicht die Damen der SG aus Berlin. Nach drei Minuten waren die 2 Tore Vorsprung aufgehoben, nach 12 Minuten konnte die HSG Wismar eine beeindruckende Absatzbewegung auf 11:17 aufweisen. Unkonzentriertheit, technische Fehler und zu schnelle Abschlüsse führten zu unnötigen Ballverlusten, die vom Gegner geschickt ausgenutzt wurden. In der 45. Minute erwachte die SG endlich aus ihrem Dornröschenschlaf und wehrte sich gegen das drohende Debakel. Beim 15:19 und noch 10 Minuten auf der Uhr keimte doch noch ein wenig Hoffnung bei den First Ladies auf. Der Abstand konnte jedoch nicht mehr verringert werden und so endete das Spiel mit einem verdienten 18:22.

Leider reicht eine gute Halbzeit nicht, um ein Spiel gegen eine gut eingespielte Truppe zu gewinnen. Der Fokus muss aber nun auf die kommenden Aufgaben gerichtet werden, denn bereits am kommenden Samstag wartet die HSG Neukölln auf die SG OSF, die bisher noch nichts Zählbares aufweisen kann und dementsprechend heiß wie Frittenfett in die Partie gehen wird. Die Damen aus Schöneberg sind gut beraten es ihnen gleichzutun. Anpfiff ist um 16:30 Uhr im Buschrosensteig 12 – jegliche Supporter sind sehr gerne gesehen.

Es spielten: M. Kern 5; K. Hinz 4/2, A.-K. Rehmer 3; S. Hoffmann 2; S. Rutschow je 2/1; V. Tugend, I. Wiesner je 1; A. Labenski, K. Höhne; C. Wodetzki; R. Hinz; J. Vergin; M. Schmidt, J. Neeb (TW)

SG OSF Berlin - TSG Wismar
18:22 (11:9)