Spielbericht
3. Männer   vs.   TSV Rudow II

08.10.2017

Die Kür (established since october 8th, 2016)

SG OSF Berlin

3. Männer

30 - 23
TSV Rudow

TSV Rudow II

Coole Kids geben High Five, ihr Hippies! 

Vor zwei Wochen wurde in eurer wöchentlichen Lieblingslektüre eine kleine Quizfrage gestellt und selbstverständlich möchten wir euch nach reichlicher Bedenkzeit die Auflösung nicht vorenthalten:Gesucht war der letzte Gegner, der gegen die dritte Mannschaft der SG OSF siegreich das Spiel für sich entscheiden konnte. Tja, und bezüglich dieser Tage darf sich der VFL Lichtenrade II gehörig auf die Schulter klopfen, denn den Süd-Berlinern gelang am 08. Oktober 2016 im Pokalspiel gegen die Ruchlosen erfolgreich das Weiterkommen in die nächste Runde. 

Auf den Tag genau ein Jahr (und 41:1 Punkte) später empfingen die Schöneberger am vierten Spieltag der noch jungen Landesligasaison den TSV Rudow II. Insofern eine interessante Angelegenheit, als dass die dritte Mannschaft des TSV in der parallelen Stadtliga der vergangenen Saison erfolgreich als Erstplatzierter aufgestiegen wäre. Der Startplatz wurde aber von der bereits erwähnten zweiten Garde blockiert und so wird es leider nicht zu einem Aufeinandertreffen der beiden Stadtligameister 2017 kommen. 

Nun gut, jene Notiz nur am Rande und zurück zu den harten Fakten. Rudow, also die Zweite, sicherte sich ihrerseits am allerletzten Spieltag der vorangegangenen Spielzeit durch einen Punktgewinn den Klassenerhalt und konnte über den Sommer hinaus weitestgehend den größten Bestandteil der Mannschaft zusammenhalten. Die Jungs aus Neukölln erschienen mit „voller Kapelle“ (Zitat Coach Marc R.) und ließen durch ihr frühzeitiges Eintreffen keine Zweifel an Motivation missen. Die Guten ihrerseits mussten auf Lehrkörper Cremer (wurde genannt – is‘ was Internes!), Jussi, den Terrier, Two-Times und One-Hand verzichten. Doch Wohl dem, der eine solche Kaderfülle hat und trotz aller genannten Personalausfälle auf immerhin 11 Feldspieler plus einen Goalie zurückgreifen kann – it’s been lovely! 

Rudow konnte aus den ersten drei Partien bereits vier Punkte gegen die durchaus starken Konkurrenten Turnsport und Ajax für sich beanspruchen, daneben setzte es allerdings eine herbe Niederlage bei CHC. Einen wirklich glasklaren Favoriten gab es vor Spielbeginn nicht und so zeichnete sich auch die Anfangsphase des Aufeinandertreffens ab: Während die Hausherren mit ihrer gewohnten 3-2-1 Deckungen begannen, stellten die Gäste eine ähnlich offensive Abwehrreihe mit einem bzw. phasenweise auch zwei Vorgezogenen auf. Dies eröffnete auf beiden Seiten die Möglichkeit für viele 1-vs.-1-Situation und ebenfalls das Zusammenspiel mit dem Kreis. Folgerichtig hagelte es hüben wie drüben Abschlüsse aus bester Wurfdistanz und nur selten hatten die Torhüter etwas entgegenzusetzen. Wechselseitig wurde von beiden Mannschaften die Führung übernommen, um im direkten Gegenzug den postwendenden Ausgleich zu kassieren. Erst nach ca. 15 gespielten Minuten und einem zwischenzeitlichen 8:8 vermochten es die Guten, sich eine hauchdünne Führung in Höhe von 11:9 zu erspielen. Dabei agierten beide Teams mittlerweile mit einer defensiveren 6-0 Deckung. In ihren Angriffsbemühungen versuchten es die Ruchlosen zumeist weiterhin über die individuelle Qualität einzelner Akteure, in rascher Spielfluss kam nur selten zu Stande. Rudow hingegen fokussierte sich zusehends auf das Zusammenspiel mit ihrem groß gewachsenen Kreisspieler, welches allerdings des Öfteren erfolgreich von Shorty unterbunden werden konnte. 

Nichtsdestotrotz kamen weiterhin beide Mannschaften zu ihren Treffern und auf Grund einiger Unachtsamkeiten der Schöneberger Hintermannschaft schafften es die Gäste neuerlich die Führung zu übernehmen (12:13). Durch die vielen geführten Zweikämpfe nahm die Intensität, die Härte und auch die Kommunikation der darbietenden Akteure untereinander zu. Kurz vor der Halbzeitpause verletzte sich dann ein Neuköllner unglücklich in einer Abwehraktion und fiel für den Rest der Partie aus. Beste und schnelle Genesung und alles Gute an dieser Stelle! Unter Umständen verunsicherte Rudow der Ausfall ihres Compagnons entscheidend, denn in der Schlussphase der ersten Hälfte unterliefen den Gästen zunehmend Konzentrationsfehler. Gepaart mit einer steigenden Torwartleistung durch Swientek Sr. konnten sich die Schöneberger jenes Momentum zu Nutze machen und gingen ein wenig überraschend mit 16:13 in die Kabine! 

Coach Marc Ruch zeigte sich vor allem mit den letzten 10 Minuten des ersten Durchgangs durchaus zufrieden und konnte der Abwehr nur wenig mit auf den Weg geben. Für das Angriffsspiel forderte der Übungsleiter jedoch vehement mehr Tiefe in den Stoßbewegungen und weiterhin die Suche nach erfolgreichen 1-vs.-1-Situationen. 

Nach Wiederbeginn des Spiels blieb der drei Tore Vorsprung bis zum 18:15 zunächst bestehen. Beide Mannschaften agierten in ihren Angriffsbemühungen durchaus diszipliniert und geduldig und kamen über altbekannte Muster zu Torerfolgen. Mit zunehmender Zeit häuften sich jedoch die Zweifel an den getroffenen Entscheidungen des alleinpfeifenden Referees auf Schöneberger Seite. So bekamen die Neuköllner mehrmalig 7m-Pfiffe zugesprochen, die in ihrer Entstehung mit einem fetten Fragezeichen versehen sind. Eben ein solches Fragezeichen musste Goalie Swientek Sr. imaginär über seinem Kopf zu schweben haben, als abermals auf den Punkt gezeigt wurde. Ohne Antwort und bedacht mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe wegen Meckerns (!) durfte er ein kleines Päuschen auf der Bank verbringen und Rückraumspieler J.B. kurzweilig das eigene Tor hüten (#wehaven‘tseensuchwonderfulthingsinyears). Trotz der angesprochenen Performances des Unparteiischen ist sich der Verfasser sicher, dass der Mann an der Pfeife sein Bestes gab und mit Sicherheit waren auch Entscheidungen dabei, welche vom Gegner ebenso beklagt werden können. Ausgleichende (Un-)Gerechtigkeit, Ällerbätsch again! 

Anyway, nach ca. 40 gespielten Minuten schickte Rudow sich an, den Rückstand zu verringern und konnte über ein stark improvisiertes Spiel mit dem Kreis zu weiteren Treffern gelangen. Nach einem zwischenzeitlichen 20:18 schien mit Beginn der Schlussphase und einem 22:21 scheinbar alles wieder offen. Doch wie bereits in der ersten Halbzeit hatte die dritte Vertretung den längeren Atem in einer zwar körperlich intensiven, jedoch recht tempoarmen Partie. Neben einigen Ballgewinnen in der Abwehr konnte Swientek Sr. einen ganz entscheidenden Strafwurf vereiteln und des Weiteren auch Torversuche von Außen und aus dem Rückraum in bekannter Manier parieren. Im Angriff der Schöneberger zeigte sein Filius eine engagierte Leistung und setzte mit tollen Anspielen die Kreisspieler theWizzard und Shorty mehrmalig gut in Szene. Des Weiteren wussten die Außenspieler J.R. und CoGo mit gekonnten Abschlüssen zu überzeugen. Ein 7-Tore-Lauf ließ die Ruchlosen bereits kurz vor Ende auf der Platte ein Siegerlächeln über die Lippen huschen und nach dem beeindruckenden 29:22 wurde bei 30:23 das Spiel beendet, oh yeah! 

Nach dem überraschenden sowie glücklichen Auftaktsieg gegen FES und dem absolvierten Pflichtprogramm gegen Mitaufsteiger SCC und Prenzlauer Berg feiert die Dritte ihren vierten Sieg in Folge. Zwei Punkte waren gegen Rudow nicht zwangsläufig eingeplant und so kann man von einer gelungenen Kür sprechen.Eben jene begann im Grunde vor 12 Monaten, als es die letzte Niederlage der Ruchlosen setzte und die Mannschaft seither nicht als Verlierer das Feld verließ. Irgendwie dann doch eine beeindruckende Serie, die sich unter Umständen noch etwas fortsetzen lässt. Nächstes Wochenende geht die Dritte als klarer Favorit in ihr Pokalspiel beim BSC Rehberge, seines Zeichens nach drei Spielen punktverlustfrei in die Bezirksliga gestartet. Kommt vorbei, Sonntag (15.10.), um 13:30 Uhr in der Afrikanischen Straße 123. 

Ein letzter Dank gilt noch den anwesenden Zuschauer_innen. Die Mannschaft freut sich immer über Besuch von euch. 

 

Statistik:

Markus Swientek, Jörg Reichwald (6 Tore, davon 1x7m), Jörg Brieger (4 Tore), Marco Krause (4 Tore), Nico Swientek (4 Tore, davon 2x7m), Gregor Herdmann (3 Tore), Felix Kloss (2 Tore), Luka Bender (2 Tore), Winand Sabelberg (2 Tore), Tilman Wiesner (2 Tore), Constantin Goltsche (1 Tor), Fabian Stachowiak

SG OSF Berlin III - TSV Rudow II
30:23 (16:13)