Spielbericht
2. Männer   vs.   SG Rotation P. B.

08.10.2017

Volle Kapelle gegen Rotation!

SG OSF Berlin

2. Männer

30 - 26
SG Rotation P. B.

SG Rotation P. B.

Liebe Gemeinde,

die 2. Wahl Schönebergs hat am Wochenende den ersten Saisonsieg eingefahren. Gegen Mitaufsteiger Rotation Prenzlauer Berg setzte sich die OSF-Equipe nach einer umkämpften Partie mit 30:26 durch und darf fortan wieder an die eigene Stärke glauben.

Ein kleiner Einschub aus der Redaktion noch vorweg: Dem aufmerksamen Verbandsliga-Beobachter wird nicht entgangen sein, dass bis zu besagter Partie bereits drei Spieltage absolviert waren. In diesen ersten drei Saisonspielen war für die Zwote nichts zu holen: nacheinander verlor man die Duelle bei Preussen, gegen BSV und schließlich in Rudow sehr deutlich und war chancenlos. Ein deutlicher Fingerzeig, dass die Schöneberger in guter alter Tradition zu "leicht" für die Landesliga sind? Könnte man meinen. Genauso wie man meinen könnte, dass der Erfolg gegen Rolle Rolle vom Wochenende überhaupt keine Aussagekraft für eine gegenteilige Einschätzung sein kann. Ein Hoch auf die Glaskugel!

Kommt Zeit, kommt Rat! Hat zumindest Opa immer gesagt. Die OSF-Zweitvertretung möchte nicht den Eindruck erwecken, als würde man die knackigen Niederlagen ausblenden, indem man nicht über sie Zeugnis ablegt. Aber eigentlich ist mit dieser kurzen Bezeichnung schon alles gesagt. In allen drei Spielen konnte man leidlich eine Mannschaft aufbieten, die bestenfalls 50 % des vorgesehenen Kaders aufweisen konnte und dementsprechend auf gütige Mithilfe der 3. Männer und A-Jugend angewiesen war, um überhaupt frische Kräfte von der Bank bringen zu können. Insbesondere die Dritte - schließlich hatte innerhalb von 2 Wochen fast deren gesamter Kader bei uns seine Aufwartung gemacht! - sei sich unseres Dankes gewiss. Eine Entschädigung wird folgen. Spielberichte aus dieser dünnen Periode gibt es aus zwei Gründen nicht: Erstens wurde das Erlebte sogleich völlig verdrängt (wir sind halt unsere eigenen Erfolgsfans), ein Interviewverbot auferlegt und eine metaphorische Wagenburg errichtet und zweitens war es wie gesagt schon hart, überhaupt Spieler zu finden - Autoren sind noch seltener.

Doch kommen wir zum eigentlichen Kern der Sache - der Partie vom Wochenende. Ein Dank geht hier an die Schreiberlinge Zachus Rex und M. "Sprossenwandbrecher" Manteuffel, die das Geschehene kraft Ihrer Power natürlich gleich im Pluralis Majestatis wie folgt kommentierten:

Nach einem schwierigen Saisonbeginn sollten also am Sonntag die ersten Punkte gegen den Mitaufsteiger Rotation her. Vorab sei erwähnt, dass die Kabine im Vergleich zu den vorangegangen Spielen tatsächlich gut gefüllt war. Die Urlauber waren zurück und bis auf Eitner waren alle anwesend. Zusätzlich erhielten wir prominente Unterstützung in Form von Moritz „Der Schwinger“ Weber, der nach seiner Asienreise halbwegs topfit und vollends ausgeruht zur Verfügung stand.

Dementsprechend war die Stimmung im Vorfeld auf das Spiel hoch geladen – wir waren heiß und bis in die Haarspitzen motiviert! Aus den vergangenen Begegnungen wussten wir, dass Rotation ein unangenehmer Gegner ist und die Spiele vor allem durch Kampf und Willen geprägt sind und schlussendlich entschieden werden.

Der Geisberg war für einen Sonntagabend gut besucht (vielen Dank an der Stelle) – die Rahmenbedingungen waren also perfekt.

Dementsprechend beherzt ging es auch auf die Platte. Die Anfangsphase konnte jedoch Rotation für sich verzeichnen. Die Absprache in der Abwehr stimmte nicht zu 100%, wodurch die Männer aus Prenzlauer Berg immer wieder zu einfachen Torerfolgen kamen. Nach einem schweren Start fingen wir uns aber wieder und es began ein munteres Torewerfen auf beiden Seiten. Ohne größere Vorkommnisse und nach einer auf Augenhöhe geführten ersten Hälfte ging Rolle Rolle mit einem Tor Vorsprung in die Kabine.

Es war also noch alles drin und genauso präsentierte sich die 2. Mannen um einen glänzend aufgelegten Sascha Höfer in Halbzeit zwei. Das Abwehrverhalten stabilisierte sich und es wurden immer weniger Tore zugelassen. Zudem rieben sich die Rückraumprotagonisten des Gegner geschuldet durch die fehlenden Alternativen auf ihren Positionen vermehrt in Einzelaktionen auf und die starke Abschlussquote aus der ersten Hälfte nahm auch dank eines immer besser ins Spielen findenden Schöneberger Schlussmannes drastisch ab. 

Im Gegenzug kamen wir selbst durch ein konsequentes Stoßen und dem entscheidenen Pass zum besser positionierten Mitspieler zu unseren Torerfolgen. Wir spielten unseren Stiefel konsequent runter und behielten in den wichtigen Phasen des Spiels die Ruhe. 

Letztendlich konnten wir uns mit vier Toren absetzen, wobei Dustin Höfer mit dem 30. Tor (Kiste, danke!) nach einer wirklich wunderschönen Passstafette im improvisierten Parteiballspiel als Reaktion auf eine offene, aber unkonzentrierten Manndeckung der Prenzelberger in den letzten Angriffen einen krönenden Schlusspunkt setzte, der dem Spiel alle Ehre macht. "War wirklich eine schöner ‚Kempa'...“, hieß es im Anschluss von den euphorischen Fans.

Der Sieg macht Mut auf die nächsten Spiele. Er lässt annehmen, dass wir in voller Mannschaftstärke in der Verbandsliga bestehen können, wenngleich Rotation eben auch "nur" Mitaufsteiger ist. Zunächst geht es am kommenden Wochende für's Pokalspiel zu Eintracht Berlin. Die spielfreie Zeit danach soll genutzt werden, um uns auf die nächste Liga-Aufgabe gegen Blau-Weiß bestens vorzubereiten. Hier kommt es auch zu einem herzlichen Wiedersehen mit zwei ehemaligen Mitspielern. Wir freuen uns schon aufs Derby!

SG OSF Berlin II - SG Rotation P. B.
30:26