Spielbericht
1. Frauen   vs.   Rostocker Handball Club

07.10.2017

Punkt gewonnen oder verloren?

SG OSF Berlin

1. Frauen

27 - 27
Rostocker Handball Club

Rostocker Handball Club

Im vierten Saisonspiel ging es für die Damen der SG OSF gegen den Rostocker HC, welcher sich in der letzten Saison im Oberfeld platzieren konnte und eine dementsprechend schwierige Aufgabe darstellen sollte. Schon im Vorfeld gab es die Ansage, dass bei nicht 100%iger Konzentration über 60 Minuten hier keine Punkte zu holen sein würden. Da aktuell aus den letzten 3 Spielen erst 2 Pluspunkte auf dem Konto der First Ladies standen, war der Druck hoch, nicht gleich zu Saisonbeginn in den Keller zu rutschen.

Aufgrund eines Bänderrisses im Fuss musste man auf A.K. Rehmer verzichten und M. Kern hatte sich aufgrund eines Praktikums in Barcelona für 10 Wochen verabschiedet. Zusätzlich war I. Wiesner aufgrund einer Dienstreise nicht in Berlin. Nichtsdestotrotz hatten die Schönebergerinnen eine volle Bank aufzuweisen, da L. Ackermann nach Bänderriss im Daumen wieder einsetzbar war und auch J. Vergin wieder zur Unterstützung dazukam.

Die Einstellung das Spiel gewinnen zu wollen zeigte sich dann auch direkt von der ersten Minute an. Die Abwehr stand konzentriert, es wurde konsequent geredet und verschoben und der Gegner hatte wenige Möglichkeiten zu leichten Toren. Bis zur 22. Minute gestaltete sich der Verlauf ausgeglichen. Jedem Tor der Gegnerinnen folgte postwendend ein Tor auf der anderen Seite, so dass sich keine Manschaft absetzen konnte. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit konnten sich dann die OSF-Damen durch eine wieder sehr gut funktionierende Rückraumachse, bestehend aus K. Hinz und A. Rauhut, absetzen. Auch eine erzwungene Unterzahl durch eine 2-Min.-Strafe für das Trainergespann der SG konnte dem nichts anhaben und man ging mit einem 15:13-Vorteil in die Halbzeitpause.

Wider Erwarten zu manchen Spielen der letzten Saison, als auch zum Spiel gegen Wismar, wo die ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit komplett verschlafen wurden und der entstandene Rückstand dann nicht mehr aufzuholen war, starteten die OSF-Ladies heute konzentriert in die zweite Halbzeit und versuchten den Vorsprung auszubauen. Bis zur 40. Min konnte ein 4-Tore-Vorsprung herausgearbeitet werden. Dann wurde es 10 Min sehr unruhig, es folgten viele 2-Minuten-Strafen – S. Rutschow durfte sich das Spiel nach 3 Zeitstrafen sogar von der Tribüne anschauen – und die Gäste konnten bis auf ein Tor aufschließen. Jedoch war der Wille der Gastgeberinnen weiterhin deutlich erkennbar. Der Rückraum brachte wieder Ruhe rein, konzentrierte sich auf seine Spielzüge und konnte sich 2 Min. vor Schluss durch ein gutes Kreiszusammenspiel mit C. Wodetzki bis auf 3 Tore absetzen.

2 Min. in einem Handballspiel sind nicht lang, aber auch nicht so kurz, um sich mit 3 Toren des Sieges sicher zu sein. Hier zeigte sich dann der absolute Wille des Rostocker HC und die fehlende Kaltschnäuzigkeit bzw. Erfahrenheit der Schönebergerinnen die 2 min. in Ruhe runterzuspielen. Kleine technische Fehler wurden sofort bestraft und führten 30 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich. Ein vielseits auf Facebook bestaunter letzter Freiwurf von A. Rauhut traf leider nur Metall, sodass es bei der Punkteteilung bleiben sollte.

Im emotionalen Geschehen der letzten Sekunden ist sicherlich aus jeglicher Spielerinnensicht innerlich der Punktverlust beweint worden. Jedoch zeigten die First Ladies über 58 Min. eine sehr konzentrierte und stimmige Mannschaftsleistung gegen einen starken Gegner. Das war im Vorfeld so nicht unbedingt zu erwarten – also darf auch genauso von einem gewonnen Punkt gesprochen werden.

 

Es spielten: A. Rauhut 9/4, K. Hinz 5/1, C. Wodetzki 3, S. Hoffmann; C. Friedrich; V. Tugend; S. Rutschow je 2, A-L. Ackermann; K. Höhne je 1, N. Sahabi, J. Vergin, J. Neeb, R. Hinz, A. Labenski

SG OSF Berlin - Rostocker Handball Club
27:27 (15:13)