Spielbericht
Ludwigsfelder HC   vs.   1. Männer

04.11.2017

45 Minuten Handball reichen nicht

Ludwigsfelder HC

Ludwigsfelder HC

32 - 28
SG OSF Berlin

1. Männer

Auswärts läuft es einfach noch nicht. Auch gegen den mit erst vier Minuspunkten behafteten Ludwigsfelder HC gelang es den Männern um den neuen Coach Nick Poethke nicht, den zweiten Auswärtssieg der Saison einzufahren. Nach einem lange, sehr ausgeglichenem Spiel unterlag man nach 60 Minuten mit 32:28 (14:15) und musste die Heimreise mit leeren Taschen antreten.

Hoch motiviert und hoch konzentriert gingen die Jungs vom Sachsendamm in die Partie und so entwickelte sich von Beginn an ein offenes Spiel, in dem die Führung stets wechselte. Aufseiten der SG OSF wussten in den ersten Minuten besonders Dorian Schnabel und Tizian Stark zu gefallen. Letzterer konnte immer wieder mit starken Eins-gegen-Eins-Situationen Löcher in die Ludwigsfelder Deckung reißen. Über 3:3, 6:6 und 11:11 ging es mit einer 14:15 Führung in die Halbzeit. Durch die vielen individuellen Aktionen wurden entsprechend viele 2 Minuten Strafen verteilt, weshalb der Ludwigsfelder Abwehrchef Knaack schon nach 12 Minuten mit zwei Zeitstrafen vorbelastet war.

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich zunächst nicht viel am Spielverlauf und beide Mannschaften bekämpften sich weiterhin auf Augenhöhe. Nach zwei gespielten Minuten holte sich Phillip Höhna, welcher der Dreh- und Angelpunkt im Ludwigsfelder Spiel war, ebenfalls seine zweite Zeitstrafe ab. Eben jener konnte dann 5 Minuten später von Glück reden, dass ihm ein außergewöhnliches Fairplay von Berlins Neuzugang Florian Fink vor einer vorzeitigen Dusche bewahrt hat. Fink rutschte in einer Einzelaktion gegen Höhna aus und ging zu Boden. Das Schiedsrichtergespann hatte schon auf zwei Minuten entschieden, nahm diese Entscheidung allerdings aufgrund starker Proteste Finks zurück. So geht Fair Play!

Der restliche Verlauf des Spiels ist aus OSF-Sicht leider schnell erzählt. Bis zur 50. Minute konnte man das Spiel weiterhin offen gestalten und kam immer wieder zum Torerfolg. Ab der 50. Minute gelang es dann den Ludwigsfeldern zunehmend öfter, empfindliche Nadelstiche zu setzen. Im Angriff wurde unüberlegt und zu hektisch abgeschlossen, die aktuelle 7-Meter-Schwäche hielt an und in der Abwehr stand man gegen Wiede, Höhna und Storm zu passiv. Mit der gut gefüllten Halle im Rücken, konnten die Ludwigsfelder den Jungs vom Sachsendamm schlussendlich den Zahn ziehen und gewannen das Spiel über 24:24 (50.), 27:24 (52.) und 30:26 (57.) mit 32:28.

Die SG wird dieses Spiel nun aufarbeiten, versuchen Fehlerquellen abzustellen und dann am Samstag um 20:00 Uhr in der Pallasstraße gegen den HV Grün-Weiß Werder ein anderes Gesicht zeigen. Zuschauer sind wie immer sehr gerne gesehen!

SG OSF: Schnabel (6), Kohrs (5/3), Stark (4), Wieschollek (3), Fink (3), Bartels (3), Wald (2), Buchholz (1), Weber (1), von Rumohr, Castillo, Petersen, Paté

Ludwigsfelder HC - SG OSF Berlin
32:28 (14:15)