Spielbericht
3. Männer   vs.   CHC

09.12.2017

Geschlossen wegen Gestern

SG OSF Berlin

3. Männer

33 - 23
CHC

CHC

Liebe Hippies,

 die Redaktion erholt sich gerade von der diesjährigen Weihnachtsfeier und versucht dabei, die sportlichen Geschehnisse des vergangenen Samstagnachmittags zu rekonstruieren. Um im brummenden Schädel wieder für etwas Ordnung zu sorgen, können zunächst mal die harten Fakten dargelegt werden. Die dritte Mannschaft der SG OSF – oder jenes zusammenhangslose Kollektiv, welches sich als diese ausgibt - traf am 8. Spieltag der laufenden Spielzeit auf den Verbandsligaabsteiger Charlottenburger HC. Neben der Tatsache, dass in den vergangenen zwei Wochen auf Grund einer zu geringer Beteiligung zwei Trainingstermine ausfielen und es lediglich 10 Spieler zur Begegnung schafften, brachte das Aufeinandertreffen mit den Bezirksnachbarn noch eine ganz andere Brisanz mit sich. Denn seit Sommer hat bei CHC kein geringerer als J.R. das Ruder übernommen. Jener Mitstreiter, der die ehemalige Reichwald-Equipe in Schöneberg über viele Jahre erfolgreich trainierte und von dessen geschaffenen Grundlagen immer noch profitiert wird.

 Zum einen kam es also somit zum gewissen Kuriosum, dass besagter J.R. als Mitspieler auf des Gegners Bank Platz nahm und die Geschicke des CHCs leitete. Des Weiteren konnte dementsprechend angenommen werden, dass der Gegner sowohl über Spielzüge, als auch taktische und personenbezogene Stärken bzw. Schwächen bestens informiert war. Neben der geringen Kadergröße und einem deutlichen Trainingsrückstand sicherlich ein weiterer Nachteil aus Sicht der Gastgeber.

 Nach Spielbeginn sollte es auch zunächst den Anschein haben, als würden die Gäste schnell das Zepter übernehmen. Während die erste Minuten ereignisarm verstrichen, konnte CHC durch schnelle Stoßbewegungen die 3-2-1 Deckungsformation der Ruchlosen durchlaufen und folglich 0:2 in Führung gehen. Doch die Schöneberger um Routinier Shorty ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und schickten sich nun ihrerseits an, die Bemühungen um Tore voranzutreiben. Neben dem Mittelmann können hierbei der aus dem Urlaub zurückgekehrte Wizzard und J.B. hervorgehoben werden, die teils nach Kleingruppenspiel, teils nach Einzelaktionen zu erfolgreichen Abschlüssen kamen. Nach 13 gespielten Minuten hatten die Guten nicht nur die Führung übernommen, sie waren gar im Stande sich ein kleines Polster in Höhe von 10:5 zu erspielen.

 Anlass genug für J.R. auf falscher Seite die grüne Karte zu legen und seinen Akteuren den Ernst der Lage zu erläutern. Diese Intervention des Gäste-Trainers half jedoch nur bedingt, denn nach Wiederaufnahme des Spiels machten beide Mannschaften genau da weiter, wo sie zuvor durch das Team-Time-Out unterbrochen wurden. Die Schöneberger Abwehr stand weitestgehend stabil, konnte gar ab und an einen Ballgewinn für sich verbuchen. Zu dem gesellte sich eine sehr starke Torwartleistung durch Lehrkörper Cremer und eine schier unglaubliche schwache Trefferquote der Charlottenburger. Sinnbildlich steht dabei wohl der Tempogegenstoß, bei welchem der Sportsfreund unbedrängt und mit aller Zeit der Welt neben (!) das Tor zu werfen vermochte. Die Schöneberger nahmen die Geschenke dankend an und schraubte die Führung weiter nach oben. J.B. netzte zum zwischenzeitlichen 14:6 ein, verletzte sich dabei jedoch am Fußgelenk und fiel für den Rest der zu spielenden Partie aus. Der ohnehin schon dünne Kader der Ruchlosen wurde damit auf einen Auswechselspieler dezimiert. Die Heimmannschaft ließ sich jedoch auf Grund des Ausfalls ihres Compagnons nicht beirren und spielte munter weiter. Die erste Hälfte endete beim Stand von 20:9!

 Im Grunde gab es nur lobende Worte in der Kabine. Die zuletzt öfter Erwähnung findende Kritik bezüglich der Abschlussschwäche stand einem Argument von 20 erzielten Toren in einer Halbzeit gegenüber. Zwar leuchtete den Akteuren ein, dass mit zunehmender Spieldauer die konditionellen Schwächen wesentlich gravierender in Erscheinung treten werden und das Spiel noch nicht gewonnen war, durch ein geduldiges Angriffsspiel sollte jedoch der Vorsprung entsprechend verwaltet und die obligatorischen zwei Punkte eingefahren werden.

 

Und so sollte es auch kommen. Wie bereits im ersten Durchgang dauerte es eine kleine Weile, bis die ersten Treffer fielen. Nach 34 Minuten konnte dann auch CHC ihr Tore-Konto auf eine zweistellige Zahl steigern. Während das Spiel zunächst so dahin zu plätschern schien, schafften es die Charlottenburger bei 45 gespielten Minuten, Coach Marc Ruch doch noch etwas in Unruhe zu bringen. Nach einigen schlechten Entscheidungen in den eigenen Angriffsbemühungen sowie einigen Aluminiumtreffern konnte der Gast auf 25:17 verkürzen und der Schöneberger Übungsleiter entschied sich für die Auszeit. Darauffolgend spielten die Guten behutsam lange Angriffe und hielten den Ball in der eigenen Reihe. Durch einfaches Stoßen konnte mehrmalig über One-Hand auf der rechten Außenbahn abgeräumt werden und der alte Abstand von zehn Toren wiederhergestellt werden. 

In der Schlussphase versuchte CHC ihren konditionellen Vorteil auszunutzen und durch Bemühungen aus zweiter Welle und Tempogegenstöße, Ergebniskosmetik zu betreiben. Jedoch konnten teilweise die Harpunenpässe von den Ruchlosen abgefangen werden, des Weiteren ließen die Gäste weiterhin zu viele Chancen ungenutzt. Letzter Höhepunkt zum Spielende fand sich in Person von Felle, der als Linkshänder von Linksaußen zum Endstand von 33:23 zu treffen wusste - lovely! 

Trotz dünner Personaldecke und klaren Defiziten im Bereich der Fitness gelang den Ruchlosen eine sehr starke erste Halbzeit, in der fast alles zu Klappen schien. Im Grunde war das Spiel bereits in den ersten 30 Minuten entschieden. In Folge dessen nahm das spielerische Niveau ab und die zwei Punkte wurden nach einem ereignisarmen zweiten Durchgang eingefahren. Bereits jetzt hat die Dritte mehr Punkte im Vergleich zur Landesligahinrunde von vor zwei Jahren und es stehen noch drei Spiele in dieser Hinrunde aus. Das gute Abschneiden hat zur Folge, dass das nächste Wochenende ein echtes Spitzenspiel bereit hält. Dann treffen die Schöneberger nämlich auf den Ligaprimus SG Ajax/Altglienicke, der den Platz unter der Sonne auf Grund des besseren Torverhältnisses gegenüber den punktgleichen Ruchlosen für sich behauptet. Anpfiff ist am Samstag (16.12.) bei Ajax um 16 Uhr in der Rudower Straße 7. Das wollt ihr doch nicht verpassen, oder?!

 Bis dehin. Tschüss, ihr Hippies

 Statistik:

Christian Cremer, Markus Swientek, Marco Krause (8 Tore), Matthias Kölling (7 Tore), Nico Swientek (5 Tore, davon 2x7m), Felix Kloss (4 Tore), Jörg Brieger (3 Tore), Winand Sabelberg (3 Tore), Tilman Wiesner (3 Tore), Justus Hohewieler

SG OSF Berlin III - CHC
33:23 (20:9)