Spielbericht
Oranienburger HC   vs.   1. männliche A

03.02.2018

mA Wundertüte OOS

Oranienburger HC

Oranienburger HC

28 - 26
SG OSF Berlin

1. männliche A

In dieser Saison, also eigentlich erst seit der Rückrunde, ist die Oberliga Ostsee Spree eine wahre Wundertüte: Kuriose Ergebnisse, die nicht der Papierform entsprechen. Am Wochenende drauf dann wieder alles anders. Ts, ts, ts…

Und die männliche A-Jugend der SG OSF leistet ihren Beitrag dazu. Nach erwarteten Niederlagen gegen den Tabellenzweiten SG Vorpommern (27:37) und den Tabellenersten ACB /Eintracht (31:18) wurde zwischendurch der Tabellendritte Wildau geschlagen (21:19) und auch die Mecklenburger Stiere Schwerin mit (30:26) nach Hause geschickt. Klasse! Schon doppelt so viele Punkte gegen das obere Tabellendrittel geholt als in der Hinrunde. Leider schlug sich das so noch nicht in der Tabelle nieder, weil auch anderen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte Überraschungserfolge feierten. Dennoch: Darauf ließ sich für die restlichen Partien doch aufbauen.

Nächster Schritt sollte das Spiel gegen den Tabellenletzten Oranienburg sein, den man in der Hinrunde noch deutlich mit 26:12 distanziert hatte. Aber das konnte nicht die gleiche Mannschaft sein, die da am Samstag den SG OSF-Mannen gegenüber stand. Ab der ersten Minute entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Oranienburg ging in Führung und traf zu Beginn vor allem aus dem Rückraum. Die SG OSF hielt sich im Spiel durch sehr gutes Kreisspiel: Sowohl bei überraschenden Anspielen wie auch beim wachen Verwerten von Abprallern. Die SG blieb in Schlagdistanz und das trotz erschwerter Umstände durch die Männer an der Pfeife. Diese fanden angesichts der Größenunterschiede beider Mannschaften (die SG war im Durchschnitt einen Kopf kleiner) im gesamten Spiel keine Linie, ab wann ein Foul nur in der Spielhandlung und ab wann bei einer echten Torwurfchance vorlag. Im Ergebnis fehlten der SG OSF in einem insgesamt fairen Spiel über die gesamte Zeit rund vier, fünf Siebenmeter und auch ein paar Minuten mehr in Überzahl. Aber zurück zum Spiel:

Oranienburg führte in Halbzeit eins meist mit ein, zwei Toren. Eine offensivere Deckung der SG OSF streute dann gegen Ende der ersten Halbzeit dem Rückraum der Oranienburger erkennbar Sand ins Getriebe und trotz eines 12:13 Pausenrückstands war klar, dass das Mittel der Wahl für die Defensive in der zweiten Hälfte war. Und so kam es auch: Oranienburg hatte nun Probleme im Angriff und wirkten bisweilen ratlos. Bald nach Beginn der zweiten Halbzeit übernahm die SG die Führung mit ein, zwei Toren, aber es hätten deutlich mehr sein müssen. Pfostentreffer, verzogene freie Würfe und und und… Bei einer normalen Trefferquote wäre die Führung auf fünf, sechs Tore angewachsen. Aber so blieb die SG für die Oranienburger immer in Reichweite und langsam, aber spürbar wechselte das Momentum wieder auf die Oranienburger Seite. Erst Gleichstand, dann durch eine kleinen Lauf auf einmal drei Tore Führung für die Brandenburger. Und es gelang den OSF-Männern nicht mehr, das Blatt wieder zu wenden; der Angriff stockte. Und auch die Einzelmanndeckung in den letzten drei Spielminuten brachte keine Wende: Die Oranienburger stellten sich schnell drauf ein und fuhren den Sieg nach Hause. Ärgerlich. Unnötig.

Fazit: Die Abwehr der mA war nach ein paar Anpassungen gegen körperlich überlegene Oranienburger insgesamt gut. Aber dem Angriff fehlte es über das gesamte Spiel an Durchschlagskraft und Konzentration; in der ersten Halbzeit noch kaschiert durch das gute Kreisspiel. Glückwunsch an Oranienburg, die eine gute Moral bewiesen haben und es im Spiel geschafft haben, sich immer wieder auf gestellte Aufgaben einzustellen. Bleibt noch das Rätsel zu lösen, warum das im Hinspiel anders war: Nach Aussage des Trainers werden drei Spieler immer wieder an die zweiten Männer abgestellt. Und wenn die fehlen…   Bleibt aus Gründen der Chancengleichheit zu hoffen, dass auch andere Mannschaften in der OOS sich fortan der „vollen Kappelle“ der Oranienburger gegenüber sehen. Für die mA der SG OSF geht es nach einer ferienbedingten Pause spannend weiter, nämlich mit dem Halbfinale im HVB-Pokal gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust, gegen die die SG OSF in der Liga nur knapp mit einem Tor verloren hat. Da geht was, Jungs! Anfeuerung herzlich willkommen: Sonntag, 18.2., 10:00 Uhr am Place Molière.

Oranienburger HC - SG OSF Berlin
28:26 (13:12)