Spielbericht
SCC   vs.   3. Männer

03.02.2018

Back from Halem

SCC

SCC

24 - 34
SG OSF Berlin

3. Männer

Da seid Ihr ja, Ihr Hippies!

Nachdem sich die Redaktion eine kleine künstlerische Schaffenspause gegönnt hat, sollt Ihr nun endlich wieder in den Genuss der letzten Geschehnisse rund um die dritte Mannschaft der SG OSF kommen. Vergangenen Samstag ging es auswärts zum Rückrundenspiel gegen den SC Charlottenburg. Die Jungs vom Halemweg hatten bisher eine eher suboptimale Saison und rutschten bei einer Ausbeute von mageren vier Pünktchen ans Tabellenschlusslicht. Die Rollen waren vor Spielbeginn entsprechend klar verteilt.   

Coach Marc Ruch – bester Laune, da sein Zweitprojekt ebenfalls einen etwas unerwarteten Etappenerfolg am Tag zuvor erzielt hatte – konnte trotz Winterferien auf einen gut gefüllten Kader zurückgreifen. Eine Besonderheit war kein geringerer als lekker Andi als „Backup“ im Tor. Des Weiteren gab Hendrik, der bisher nur im Pokal zum Einsatz kam, sein Ligadebüt. Zu jenen Akteuren etwas später mehr. 

Die Ruchlosen begannen wie gewohnt mit ihrer offensiv agierenden 3-2-1 Deckung, mussten dabei jedoch auf Abwehrchef Shorty verzichten. Seine Aufgabe übernahm zunächst Papa Geckle, während Jussi in der Offensive die Fäden zog. Die ersten 10 Minuten begannen ausgeglichen. SCC legte gekonnt vor und die Gäste erarbeiteten sich postwendend die Ausgleichstreffer. So schaukelt sich der Spielstand hoch zum zwischenzeitlichen 5:5. Die Charlottenburger vernachlässigten dabei ihre beiden Außenspieler und konnten vor allem über den Rückraum und den Kreis erfolgreich Treffer setzen. Dabei profitierte der Bezirksnachbar vor allem durch das schlechte Stellungsspiel der Schöneberger Abwehrreihe sowie individuelle Unzulänglichkeiten im 1-vs.-1. Zwar verteilten sich auf Seiten der Guten die ersten Treffer auf verschiedene Schützen, ein schneller Spielfluss mit entsprechender Tiefe entwickelte sich jedoch nicht und teils gingen den Torerfolgen einfachste Einzelaktionen voraus oder waren gar Zufallsprodukte. 

Im weiteren Spiel setzte sich SCC zunächst auf 2 Tore ab, gerieten beim 9:10 dann aber erstmals in Rückstand. Dennoch blieben die Charlottenburger zum Ärger des Guten-Coaches in Schlagdistanz. Das Team-Time-Out und taktische Umstellungen sollten Abhilfe schaffen. Die Abwehr wurde auf einen 6-0 Verbund umgestellt, des Weiteren wurde der bis dahin glückslos wirkende Swientek Sr. durch den bereits erwähnten Lekker Andi ersetzt; Maßnahmen, die noch vor Ende der ersten Halbzeit Wirkungen zeigen sollten. SCC übernahm zwar neuerlich die Führung, dies lag aber vor allem an den vielen Ballverlusten auf Seiten der Dritten, welche sich das Leben im Angriff schwer machte. Nach 30 Minuten hieß es etwas überraschend, aber nicht weniger verdient 14:13 für die Heimmannschaft.

 Selten redete sich der Übungsleiter während einer Halbzeitansprache so sehr in Rage und überzeugte dabei unnachahmlich mit bestechender Eloquenz. Ganz klar, die zwei Punkte sollten mitgenommen werden und die dafür zuständigen Akteure würden besser daran tun, die entsprechenden Bemühungen dafür auch aufzubringen. Andererseits drohten Konsequenzen für die folgenden Trainingseinheiten.   

Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff gehörten dennoch zunächst dem Gastgeber. SCC kam durch einfache Mittel zu Toren und die Abwehrreihe der Ruchlosen hatte weiterhin Probleme in der Kommunikation von Zuständigkeitsbereichen. Die Charlottenburger setzten sich auf 17:15 ab. Allerdings wendete sich das Blatt nach ca. 40 Minuten. Gepaart mit einer verbesserten Torhüterleistung des lekkeren Andis konnte die Abwehr zusätzlich das eine oder andere Anspiel an des Gegners Kreis verhindern. Außerdem machten sich vermehrt Unkonzentriertheiten beim Antagonisten in Form technischer Fehler bemerkbar. Die Schöneberger schlugen daraus ihrerseits Kapital und zwar in Person von Hendrik auf der linken Außenbahn. Fast im Alleingang sorgte er binnen weniger Minuten für den zwischenzeitlichen 7:1-Lauf aus Sicht der Guten (18:22). 

Der Knoten war geplatzt und nun spulte die Dritte routiniert ihr Programm ab. Hinten wurden weitere Bälle gewonnen und im Angriff kam die mannbezogene Deckung gegen J.B. den restlichen und nicht weniger begabten Spielern zu Gute. Wenn weitere Treffer nicht über Tempogegenstöße erzielt wurden, schlossen die Ruchlosen eben halt erfolgreich über ihre Außen und nach dem Durchstoßen ihrer Rückraumspieler ab. Die tapferen Charlottenburger ließen merklich die Köpfe hängen und zeigten in der Schlussphase keine wirkliche Gegenwehr mehr. Das Spiel endete 24:34 für die Guten. 

Eine gute zweite Halbzeit hat also gereicht, um der Favoritenrolle gerecht zu werden. Positiv ist hervorzuheben, dass mit 21 erzielten Toren allein in der zweite Hälfte die Chancenverwertung sehr gut war. Des Weiteren konnte sich die Abwehr durch Unterstützung des „neuen“ alten Goalies im Spielverlauf stabilisieren. Dennoch ist ebenfalls zu konstatieren, dass SCC als Ligaschlusslicht immerhin 40 Minuten das Spielgeschehen wesentlich mitbestimmen durfte. Mit ein wenig mehr Glück und Raffinesse wäre unter Umständen gar etwas mehr drin gewesen. Zumindest präsentierte sich der Gastgeber lange Zeit nicht wie ein Tabellenletzter und die Schöneberger können ihrerseits die Leistung als Arbeitssieg abstempeln.

 Nun ist 14 Tage Päuschen. Dann geht es gegen die Boys aus dem Szenekiez schlechthin. Am Sonntag, 17.02., empfängt die Dritte Rotation Prenzlauer Berg. Angepfiffen wird um 17 Uhr und wie immer gilt: Ohne Euch ist es nur halb so schön. 

Bis dahin, tschüss Ihr Hippies!

Statistik:

Andreas Danz, Markus Swientek, Henrik Schmidt (7 Tore), Nico Swientek (5 Tore, davon 1x7m), Benjamin Geckle (5 Tore, davon 3x7m), Jörg Brieger (5 Tore), Matthias Kölling (4 Tore, davon 1x7m), Luka Bender (3 Tore), Tilman Wiesner (2 Tore), Justus Hohwieler (1 Tor), Fabian Stachowiak (1 Tor), Constantin Goltsche (1 Tor)

SCC - SG OSF Berlin III
24:34 (14:13)