Spielbericht
1. Frauen   vs.   HV GW Werder e.V.

17.02.2018

2 Heimspiele - 3 Punkte

SG OSF Berlin

1. Frauen

28 - 26
HV GW Werder e.V.

HV GW Werder e.V.

Die Redaktion musste leider vor dem eigenen Zeitmanagement kapitulieren, deswegen hier ein Doppeltspielbericht der Partien gegen die Jungfüxxe und Werder aus den zwei vergangenen Wochenenden.

First Ladies vs. Füxxe  24:24 (15:15)

Vor zwei Wochen ging es im heimischen Sachsendamm gegen das Nachwuchsteam der Füxxe. Das Spiel wurde aus der Hinrunde wegen terminlicher Kollisionen in die Rückrunde verlegt, weshalb es die erste Begegnung der zwei Teams in der laufenden Spielzeit sein sollte. Beide Mannschaften hatten sich im Sommer beträchtlich verändert, sodass Verlauf und Ausgang des Spiels schwerlich eingeschätzt werden konnten. Sicher war vorerst nur, dass die First Ladies eher die Rentnertruppenrolle gegenüber der Bundesligareserve einnahmen. Den zunächst eher schwierigen Einstieg in die Liga konnten die Reinickendorferinnen durch fleißiges Punktesammeln in jüngerer Vergangenheit immer mehr egalisieren, was die Schönebergerinnen wieder von einem knappen Spiel ausgehen ließ. Dass das Spiel schlussendlich keinen Sieger finden sollte, war jedoch im Verlauf nicht vorauszusehen.

Der Start in die Partie war wie so häufig holperig. Viele unnötige Ballverluste und überhastete Abschlüsse führten dazu, dass sich kein Team so recht absetzten konnte. Zunächst kam der Gegner zwar besser ins Spiel, musste dann aber Mitte der 2. Halbzeit den ersten Rückstand hinnehmen. Folgerichtig ging es beim Stand von 15:15 in die Halbzeit.

Aus SG-Sicht startete der zweite Durchgang etwas konzentrierter, sodass in den ersten 15 Minuten ein Zwei-Tore-Vorsprung gehalten werden konnte. In der Phase verpassten es die First Ladies jedoch durch fehlende Konsequenz sich deutlicher abzusetzen. Der Gegner ließ sich durch diesen kleinen Rückstand nicht verunsichern und wurde 11 Minuten vor Abpfiff für die Beharrlichkeit mit der  erneuten Führung belohnt. Aber auch den Füxxen gelang es nicht unmittelbar nachzulegen und den sagenumworbenen Sack zuzumachen. In den letzten 5 Minuten verpassten das erneut auch die Schöneberger Damen und liefen darüber hinaus sogar Gefahr das Spiel gänzlich abzugeben. Trotz Unterzahl schafften es die Reinickendorferinnen  50 Sekunden vor Schluss in Führung zu gehen. Bei der SG lagen nun die Nerven blank und nach einem einseitigen Austausch mit den Unparteiischen war die nummerische Überlegenheit dahin. Gedankenschnell wurde die Torhüterin gegen eine Feldspielerin getauscht und einigermaßen konsequent die Überzahl ausgespielt. Bei noch 24 Sekunden auf der Uhr fiel der Ausgleich, auf den auch sogleich die Auszeit seitens der Gäste folgte. Die taktischen Anweisungen führten jedoch nicht noch zum erhofften Siegestor für die Nordberlinerinnen und so trennte man sich unentschieden beim Stand von 24:24.

Es spielten:

A. Rauhut 11/6; S. Rutschow 4, S. Hoffmann 3; K. Höhne 2; I. Wiesner, C. Wodetzki, L. Ackermann, M. Kern je 1; A. Labenski, R. Hinz, A.-K. Rehmer, C. Friedrich, J, Neeb (TW), M. Schmidt (TW)

 

First Ladies vs. GW Werder  28:26 (16:14)

Die aus der Partie gegen Werder benannten Fehler sollten im darauf folgenden 4-Punkte-Spiel gegen den unmittelbaren Tabellennachbar aus Werder abgestellt werden. Der Aufsteiger aus der Gartenstadt beeindruckt in der laufenden Spielzeit mit einer deutlichen Heimstärke, wo kaum Punkte liegengelassen wurden. Auswärts war die Dominanz nicht so deutlich, weshalb sich die Schönebergerinnen begründet Hoffnungen machten. Auch durch die wirklich unterirdische Leistung im Hinspiel war noch eine Rechnung zu begleichen und die Tabelle ließ ohnehin nichts anderes als einen Erfolg zu. Vorab war für Coach Waffenschmidt schon klar, dass er aufgrund von Urlaub, Verletzung und Arbeit auf L. Ackerman, K. Hinz und R. Hinz verzichten müsste, darüber hinaus war der Einsatz von in der Woche erkrankten M. Kern fraglich und auch weitere Spielerinnen quälten sich mit für die Jahreszeit typischen Erkältungskrankheiten. Erfreulicher Weise stand V. Tugend aufgrund von Heimaturlaub zur Verfügung und auch auf E. Gerspach konnte erneut zurückgegriffen werden. Vielen Dank an dieser Stelle für die Flexibilität.

Coach Waffenschmidt schwor seine Damen im Training und bei der Spielansprache ob der Wichtigkeit des Spiels ein und wurde mit eine konzentrierten Anfangsphase belohnt. Die Schönebergerinnen trieben vor allem in der zweiten Welle den Ball nach vorne und belohnten sich selber in den ersten acht Minuten mit einem 6:1-Lauf. Auch der schmerzvolle Ausfall von Torgarantin A. Rauhut führte nicht zum Bruch im Spielfluss, was einer gut arbeitenden Abwehr und an einer exzellent aufgelegten M. Schmidt im Tor zuzuschreiben war, die alleine in der ersten Halbzeit drei 7 m vereiteln konnte. Das starke Kreispiel der Brandenburgerinnen konnte zwar nicht gänzlich unter Kontrolle gebracht werden, jedoch stellten sich die eigenen Reihen im weiteren Spielverlauf immer besser auf die Anspiele ein. Auch die im Hinspiel treffsichere P. Schemel auf der halbrechten Position konnte durch ein frühzeitiges Angehen und eine klare Blockabsprache ihre Wurfgewalt nicht wie gewohnt ausspielen. Im eigenen Angriff ackerte C. Wodetzki ordentlich am Kreis, positionierte sich gut und wurde mit diversen Anspielen für die Mühe belohnt. Wie aber auch in den Spielen zuvor, verpassten die First Ladies aus einem Drei-Tore-Vorsprung einen noch höheren herauszuarbeiten und auch diesen in die Halbzeit zu bringen. Folgerichtig führte man nach den ersten 30 Minuten knapp mit 16:14.

Im zweiten Durchgang sollte das Tempo erneut erhöht und der Angriff konsequent durchgespielt werden. Coach Waffenschmidt zeigte sich durchaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Damen, warnte jedoch davor nun nachzulassen. Die Messe war eben noch nicht gelesen. Die taktischen Maßnahmen wurden auch sogleich umgesetzt und führten zu Zählbaren auf der Habenseite. Die in den Spielen vorher so oft vermisste Konsequenz im Abschluss blitze in der Phase immer häufiger auf und ließ nicht nur den Gegner erstaunen. Tor für Tor schafften es die Damen der SG sich abzusetzen und führten beim aufmerksamen Fan zu der bangen Frage: wann kommt die berühmte zehnminütige Auszeit der First Ladies? Keine Angst, diese sollte noch kommen. Nach 50 gespielten Minuten hatte sich die SG eine komfortable 7-Tore-Führung herausgespielt, die zumindest den Angriff dazu veranlasste, nicht mehr mit dem allerletzen Willen aufs gegnerische Tor zu gehen. Aber auch in der Abwehr wurde nun unzureichend zugepackt. Die Gegnerinnen witterten ihre Chance und ließen den Vorsprung immer mehr schmelzen.  Schlussendlich blieben aber die Supporter von einem erneuten Herzschlagfinale verschont und das Spiel konnte über die Zeit gerettet werden. Dabei halfen die Grün-Weißen ordentlich mit und brachten zwei 7m in der kritischen Zeit nicht unter.  Mit 28:26 blieben die wichtigen Punkte letztlich zuhause.

In der kommenden Woche geht es das zweite Mal in diesem Jahr nach Spandau. Vielleicht gelingt es da, eine ähnliche Leistung abzurufen. Im Hinspiel konnte man die Punkte in den eigenen Reihen halten, es ist also davon auszugehen, dass der Gegner diese Rechnung gerne begleichen möchte. Wie immer freuen wir uns über Mitreisende und Unterstützung.

Es spielten:

C. Wodetzki 6; S. Rutschow 5/1; I. Wiesner 5/3; M. Kern 3; K. Höhne, A.-K. Rehmer, C. Friedrich, S. Hoffmann je 2; A. Labenski 1; A. Rauhut, E. Gerspach, V. Tugend, J. Neeb (TW), M. Schmidt (TW)

 

SG OSF Berlin - HV GW Werder e.V.
28:26 (16:14)