Spielbericht
3. Männer   vs.   SG Rotation P. B. II

18.02.2018

Der Frühling ist nah, Ihr Hippies!

SG OSF Berlin

3. Männer

35 - 16
SG Rotation P. B.

SG Rotation P. B. II

 

Und damit ein herzliches Willkommen zur neusten Ausgabe „Und was ging bei der Dritten letztes Wochenende?“. Als Gast wurde am späten Sonntagnachmittag auf dem heimischen Geisberg die zweite Mannschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg empfangen. In gewisser Hinsicht geht es den Jungs aus dem Szenebezirk nicht viel anders als der dritten Vertretung der SG OSF. So vegetiert in der höherklassigen Verbandsliga die erste Mannschaft von Rotation in der Abstiegszone vor sich hin. Sollte nach Beendigung der Saison der Fall eintreten, dass eben jene erste Mannschaft einen der Abstiegsplätze belegen sollte, so muss auch die Zweite den Gang nach unten antreten. Damit kennen sich ja die Ruchlosen bestens aus *sehr tiefer, andächtiger Räusper*! Und dennoch muss zur aktuellen Lage angemerkt werden, dass trotz dieser gewissen Ähnlichkeit zwischen beide Mannschaften eben doch auch irgendwie ein Unterschied besteht. Denn die Gastmannschaft tut sich in der Landesliga selber schwer und rangierte vor dem Spieltag mit mageren 6 Pünktchen auf dem 10. Tabellenplatz. Die Rolle des Favoriten ging also ganz klar an den Tabellenführer *fettes Lächeln*. 

Coach Marc Ruch musste abermals auf einige Protagonisten verzichten. So fehlten unter anderem mit Two-Times, Felle, Routinier Shorty, Mr. Bender und Ilse konstante Größen und auf dem digitalen Spielprotokoll – dessen Outcome auch nur dann wirklich vorteilhaft gegenüber dem analogen Vorgänger ist, wenn die Eingaben, also der Input, den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen – blieben einige Kaderplätze frei. Dabei waren es wohl eher die Schöneberger, die von den technischen Unzulänglichkeiten profitieren sollten. 

Und damit hinein ins Geschehen: Die Ruchlosen begannen wie so häufig mit ihrer 3-2-1 Deckungsformation, bekamen aber in den Anfangsminuten nicht den richtigen Zugriff auf ihre Gegenspieler. Vor allem über ihren kräftigen Kreisspieler, aber auch durch ihre rechte Angriffsseite konnte Rotation erste Torerfolge verbuchen. Die Schöneberger, angeführt von Jussi auf der Mitte, schafften jedoch nach Auslösehandlungen und in den darauffolgenden 1-vs.-1 Situationen bzw. durch erfolgreiches Kleingruppenspiel postwendend stets den Ausgleich. Nach 8 gespielten Minuten übernahmen die Guten erstmals die Führung und konnte sich mit 5:3 sogar etwas absetzten. Bedingt durch ein zeitweilig doppeltes Unterzahlspiel konnte der Gast jedoch leicht Anschluss halten. Dabei kommt der Verfasser des vorliegenden Berichts an dieser Stelle nicht daran vorbei und muss auf das angesetzte Schiedsrichtergespann verweisen, das nicht nur in ihrem äußerlichen Erscheinungsbild einen recht heterogenen Eindruck hinterließ, sondern ebenso bunt und vielfältig auffiel bei ihren Entscheidungen und Regelauslegungen. *always stay positiv* 

Neben den getroffenen Entscheidungen der Referees sorgten mehrere Unterbrechungen des Spielgeschehens durch die oben genannten technischen Unzulänglichkeiten für Aufsehen. Augenscheinlich spielten einige Akteure der Guten unter falscher Nummer oder waren erst gar nicht eingetragen. Dies erinnert vage an den Spruch des Meisters während der Ausbildungszeit: Wenn viel Technik dranne ist, kann auch viel kaputt gehen! Eben. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die vielen, sich hinziehenden Päuschen dem Spielfluss nicht zuträglich waren.

 Knapp 20 Minuten konnte Rotation das Spiel offen gestalten und den Schönberger Angriff mit der Umstellung vom 6-0 Verbund zu einer offensiver agierenden Deckungsformation ihrerseits überraschen. Tatsächlich gelang der Heimmannschaft in den letzten 3 Minuten nur drei weitere Treffer und so endete die erste Hälfte mit der etwas mageren Ausbeute von 14:12 für die Ruchlosen.

 Gewohnt kurz und prägnant war die Halbzeitansprache vom Übungsleiter. So sehr viel gab es im Grunde ja nicht zu bemängeln. Die Abwehr wurde während des Spiels auf einen 6-0 Verbund umgestellt und hatte die Gegenspieler etwas besser unter Kontrolle bekommen. Im Angriff wurde teils etwas kopflos agiert. Selten wurde das Zeitspiel ausgereizt und oftmals der Abschluss aus ungünstigen Postionen gesucht. Überdies hätte durch eine konsequentere zweite Welle deutlich mehr Druck auf den Gegner aufgebaut werden können. Diese Aspekte sollten in der darrrauffolgenden zweiten Halbzeit berücksichtigt werden, um das Spiel am Ende für die Guten gut ausgehen zu lassen.

 Gesagt und getan: In den nächsten 30 Spielminuten gelangen Rotation tatsächlich nur 4 weitere Treffer. Die Schöneberger liefen hingegen nach Ballbesitzgewinnen zahlreiche Tempogegenstöße und hatten damit ein verhältnismäßig Leichtes, die Führung in die Höhe zu schrauben. Bereits nach 45 gespielten Minuten stand es dann schon 24:14 für die Guten. Bei diesem Schützenfest können unter anderem Swientek Jr., J.R. sowie J.B. hervorgehoben werden, die in der Addition ihrer erzielten Tore deutlich häufiger zu treffen wussten, als die gesamte Mannschaft des Gegners. Weitere nennenswerte Höhepunkte blieben aus und so wurde das Spiel nach einer fulminanten zweiten Hälfte mit 35:16 beendet. 

Ähnlich wie bereits gegen SCC neigt der Verfasser zu behaupten, dass die dritte Vertretung eine gewohnt solide und stete Leistung über das gesamte Spiel ablieferte. Aus irgendeinem Grund brach der Gegner jedoch nach der ersten Halbzeit auseinander und war nicht mehr im Stande, den Schönebergern ernsthaft etwas entgegenzusetzen. Ein Grund könnte die qualitative Breite des Kaders gewesen sein. Obwohl zahlreiche Spieler fehlten und der Kader nicht ausgefüllt war, konnte auf jeder Position mehr oder weniger äquivalent gewechselt werden. Ein Luxus, den in dieser Liga wohl keine zweite Mannschaft genießt.

 Die Dritte grüßt weiter von der Spitze der Landesliga und ihr fehlt nur noch ein einziges Pünktchen, um die Gesamtanzahl aus der Saison 2015/16 zu erreichen. Sportlich wurde damals der Klassenerhalt auf dem fünften Tabellenrang mit 26:18 Punkten gesichert – und dennoch ging es runter. Obwohl also fast alles Tutti ist, geht das große Zittern doch weiter. Deshalb: Alle hin zum wichtigen Spiel der Zweiten in der Sporthalle am Velodrom (Paul-Heyse-Str. 26), nächsten Sonntag (25.02.) um 16 Uhr. Gegner ist – ha! – Rotation Prenzlauer Berg (ausgerechnet)! 

Wer sonst zu viel Langweile am Wochenende haben sollte, ist herzlich nach Rudow eingeladen. Samstag trifft dort die Dritte auf den TSV Rudow II. Angepfiffen wird um 15 Uhr in der Neuhofer Straße. 

Bis daher und tschüss, Ihr Hippies! 

Statistik: Eigentlich zu viele technische Probleme und der Typ vom Fachhandel-der-so-heißt-wie-ein-Planet war gerade nicht zugegen: Laut NU-Liga-Spielprotokoll:

Christian Cremer, Markus Swientek, Nico Swientek (9), Jörg Brieger (7), Jörg Reichwald (7), Benjamin Geckle (3), Hendrik Schmidt (3), Constantin Goltsche (2), Justus Hohwieler (2), Tilman Wiesner (2), Matthias Kölling, Winand Sabelberg

 

Endstand 35:16 (14:12)

SG OSF Berlin III - SG Rotation P. B. II
35:16 (14:12)