Spielbericht
3. Männer   vs.   SG Rotation P. B.

15.09.2018

Welcome to the new Season, ihr Hippies!

SG OSF Berlin

3. Männer

22 - 22
SG Rotation P. B.

SG Rotation P. B.

Lange hat die dritte Mannschaft der SG OSF in Sachen Spielberichte nichts von sich hören lassen. Mit dem frischen Wind einer neuen Spielzeit soll nun auf das Format eurer wöchentlichen Pflichtlektüre wieder zurückgegriffen werden, sonst wird es ja langweilig. Indes gab es einige Bewegung im nähren Umfeld des Landesligameisters *es schreibt sich fast noch schöner, als wenn man es bloß ausspricht, probiert es aus*. Coach Marc Ruch wurde ehrenhaft und auf eigenen Wunsch von seinen Aufgaben entlastet und wird sich in naher Zukunft voll und ganz seiner Abschlussarbeit widmen. Good luck with that, Alter! Da die Situation des Berliner Trainermarkts sich bestenfalls noch mit prekär umschreiben ließe, war nach Abgang des Übungsleiters vorübergehend Trübsal blasen angesagt, bevor sich dann ein alter Bekannter pünktlich zu Beginn der Vorbereitung vorstellte. Tja, und seither lassen sich die Ruchlosen wieder als Reichwald-Equipe benennen.

Andere Verpackung, gleicher Inhalt!?! Stimmt nicht ganz, während das Team nach ihrem Meisterstück zusammenbleibt und ein weiteres Jahr älter wird, dürfen sich die Compagnons über zwei Neuzugänge vom Charlottenburger HC freuen. Levent und Benni (Spitznamen müssen noch gefunden werden!) bringen als Mittzwanziger frischen Wind in die betagte Altersstruktur. Zudem können nach Saisonbeginn noch weitere, junge Spieler aus den oberen Mannschaften zur Dritten dazukommen, we‘ll see.

Nach einer eher durchwachsenen Vorbereitung glückte der Saisonauftakt dann beim bereits eben genannten CHC. Das typische Freitagabendspiel beim Bezirksnachbarn konnte nach einer wenig glanzvollen Vorstellung mit 25:21 für sich entschieden werden und so wartete zum ersten Heimspiel der Saison der Verbandsligaabsteiger Rotation Prenzlauer Berg. Den Angaben des Gegners nach zur Folge unterzieht sich dieser aktuell einem Umbruch. Hm, das wiederrum wirft die Frage auf, ob man sich bei einem solchen Vereinsnamen jemals in einem Zustand der Stagnation befinden wird/kann/darf!?! Genug der Philosophie; unter vorgehaltener Hand wurde jedenfalls ein ums andere Mal das Wort Spitzenspiel in den Mund genommen, wohl nicht ganz zu Unrecht.

Entgegen ihres Antagonisten konnte Coach J.R. auf eine volle Kapelle zurückgreifen. Unterstützung erhielt die dritte Vertretung dabei von Never-give-up-Fabio und Socke aus der zweiten Reihe. Vielen Dank für euren Einsatz. Und so ging es dann mit Pauken und Trompeten ins Spiel. Heavy Rotation erwischte zunächst den etwas besseren Start. Schwaches Stellungsspiel im 1-vs.-1 der Schöneberger Deckung brachte zunächst einen 1:3 Rückstand ein. Es war Lehrkörper Cremer, der mit einem parierten Strafwurf für Aufsehen sorgte und einen größeren Abstand verhinderte. In der Folge konnte sich die Dritte ins Spiel kämpfen. Die 1-5 Deckungsformation der Hausherren funktioniert weitestgehend gut, es konnten gar einige Steals verzeichnet werden. Aus den resultierenden Ballbgewinnen wurden jedoch wie bereits im ersten Saisonspiel aussichtsreiche Möglichkeiten nicht konsequent genug verwertet. Immerhin gelang über One-Hand-Matze und Swientek Jr. nach 20 gespielten Minuten der Ausgleich zum 7:7, um anschließend kurzzeitig die Führung zu übernehmen. Diese konnte gar mit einem hauchzarten 11:10 in die Halbzeit gebracht werden.

Wie es der Zwischenstand erahnen lässt wurde von beiden Mannschaften nicht gerade das ganz große Feuerwerk abgebrannt, Einstellung und Einsatzbereitschaften stimmten jedoch. so verwies Coach J.R. in seiner Halbzeitansprache vor allem auf die Angriffsbemühungen. Weniger technische Fehler, mehr Tiefe und erhöhte Konzentration im Abschluss sollten in Kombination mit der weitestgehend sicheren Abwehr im zweiten Durchgang den Sieg bringen. Personell konnte der Übungsleiter gar auf seinen Routinier Shorty zurückgreifen und Abed (ein weiterer Spitzname muss gefunden werden!) feierte sein Heimspieldebut bei der dritten Vertretung.

Zu Beginn der zweiten Hälfte war jedoch zunächst neuerlich Heavy Rotation angesagt. Zwar agierte der Rückraum selbst, wie bereits in der ersten Halbzeit, eher zurückhaltend, dennoch schafften die Gäste im Zuge der fortschreitenden Spielzeit ihre Außenspieler sowie den Kreis wesentlich besser ins Spiel einzubinden. Die jeweiligen Spieler der aufgeführten Positionen trafen zumeist sehr sicher. Die Schöneberger hingegen taten sich in ihren Angriffsbemühungen schwer. Im Aufbauspiel wurden teils nicht immer ganz nachvollziehbare Entscheidungen getroffen, ebenso führten technische Fehler zu Ballverlusten. Zu allem Übel wurden gute Möglichkeiten durch vergebene Tempogegenstöße oder verworfene Strafwürfe liegen gelassen. So stand es nach 48 gespielten Minuten 18:21 aus Sicht der Guten. Bei einem solch torarmen Spiel schon fast ein uneinholbarer Rückstand.
Allerdings brachte Rotation tatsächlich das kleine Kunststück fertig, in den letzten 11 Minuten nur ein einziges Törchen zu erzielen. Wurde im vorliegenden Bericht mehrmals der Angriff der dritten Vertretung als recht harmlose gescholten, so wussten die Compagnons mit Beginn der Schlussphase wenigstens in der Abwehr zu überzeugen. Hervorzuheben ist dabei Benni, der in den richtigen Momenten hinlangte ohne sich dabei zu groben Fouls hinreißen zu lassen. Gar ein Unterzahlspiel wurde ohne Gegentreffer überstanden und so stand es kurz vor Abpfiff 21:22. Der Gegner, nun seinerseits dezimiert, in Ballbesitz und mit der Time-Out-Karte bei 33 verbliebenen Sekunden. Leider unterzog sich das Gedächtnis vom Autor in Folge des weiteren Wochenendverlaufs leichten Amnesien, weshalb der Ballwechsel in seinem Hergang an dieser Stelle nicht mehr ganz nachgezeichnet werden kann. Es ist möglich, dass diesem ein technischer Fehler vorausging. Wie auch immer, im Überzahlspiel bekamen die Schöneberger noch mal den Ball und Sekunden vor dem Schlusssignal wurde One-Hand-Matze auf der rechten Seite freigespielt, dieser verwandelte den letzten Wurf des Spiels sicher– 22:22!

Punkt gewonnen, Punkt verloren?! Flasche halb voll oder halb leer?! Huhn oder Ei?! Glaubt man Thorsten Legat, ist Einstellung Fakt! Und diese, also die Einstellung, war an jenem Samstagabend faktisch vorhanden und während der 60 Minuten über auch praktisch bei den Akteuren spürbar. Die Abwehr wackelte zwischenzeitlich für einen kurzen Abschnitt in der zweiten Halbzeit, als der Kreisspieler in den Genuss zu viel Freiraums kam. Dies konnte durch personelle Veränderungen jedoch schnell behoben werden. Das große Sorgenkind stellt der Reichwald-Equipe derzeit das eigene Angriffsspiel. Zumindest waren gute Ansätze zu erkennen, oftmals agierte man jedoch zu zaghaft und die Abschlüsse ließen in ihrer Qualität hier und da zu wünschen übrig. Ein Punkt konnte nach intensiver Partie gegen den Verbandsligaabsteiger für sich behauptet werden und mit der gezeigten Einstellung kann man positiv an die weiteren Aufgaben gehen. Die Nächste wartet am kommenden Sonntag (23.09) in Form der SG AC/Eintracht Berlin. Anpfiff ist 16 Uhr in der Peter-Huchel-Straße (say it as Peter-Huckle-Street!)

Bis dahin, tschüss ihr Hippies!

 

SG OSF Berlin III - SG Rotation P. B.
22:22 (11:10)

Aufstellung:
Felix Volz (TW), Christian Cremer (TW), Nico Swientek (6), Matthias Kölling (5), Levent Müller (3/2), Felix Menge (2), Andrzej Bieganski (2), Tilman Wiesner (1), Fabian Stachowiak (1), Marco Krause, Abdulelah Al Fakir, Winand Sabelberg, Fabio Baumert