Spielbericht
Sp.Vg. Blau-Weiß 1890   vs.   Alte Herren Ü32

08.09.2018

Gentlemen Team - das erste Spiel der neuen Ü32 gegen den Berliner Meister

Sp.Vg. Blau-Weiß 1890

Sp.Vg. Blau-Weiß 1890

20 - 19
SG OSF Berlin

Alte Herren Ü32

Die Emporkömmlinge aus der Motzstraße mussten also gleich am ersten Spieltag Farbe beim letztjährigen Meister bekennen, der, wie sich zeigen sollte oder aber auch eigentlich bekannt sein musste, sowohl konditionell als auch spielerisch durchaus noch Einiges auf der Pfanne hatte.

Anfangs wusste vor allem das flotte Zusammenspiel der Goldies aus Tempelhof zu begeistern, die nach einer guten Viertelstunde den Gentlemen langsam zu enteilen drohten (4:7 nach 15 Minuten).

Durch personelle Änderungen und viel viel Erfahrung in Form von Sami verkürzten die Emporkömmlinge den Abstand bis zur Halbzeit dann aber nochmal auf 1 Tor, was ja im Handball nichts bedeutet.

Dies wussten auch die Gentlemen, die in Hälfte 2 stets 2-3 Tore Tuchfühlung halten konnten, auch wenn sie nun des Öfteren in Unterzahl spielen mussten. Blau Weiß spielte hier seine deutlich größere Cleverness aus und wies den Unparteiischen durch recht laute und präzise Aussagen wie „EY“ und „BOAH“ und „MAN“ darauf hin, dass er bitte auch Zeitstrafen verteilen müsse, was dieser meistens auch prompt tat.

So kam es, dass die Hausherren sich in der 53ten Minuten durch ein Tor von Evil Kniewel sogar bis auf 4 Buden absetzen konnten, was eigentlich den Deckel auf die Partie hätte setzen müssen.

Aber weit gefehlt, die Dramaqueens aus der Motzstraße hatten sich ein spannenderes Ende gewünscht.

Zuallererst vernagelte Ritze seine Kiste, sodass die Abwehr weiterhin Schussfalle spielen konnte, diesmal nur mit Erfolg.

Parallel schlossen sie entschlossen (Wortspiel) Tor um Tor auf, bis der Unparteiische in der 60ten Minute dann versehentlich auf der falschen Seite eine Zeitstrafe verteilte, sodass die OSFler sogar in Überzahl spielen durften.

Die Genialität des Spielercoaches zwang Senor Jurzitza – eigentlich von Blau Weiß als Neuzugang vorgestellt, jedoch auf unserer Gehaltsliste stehend – wenige Sekunden später zu einem seiner gefürchteten Rückraumknaller aus 12 Meter, das Ganze allerdings gegen drei vor ihm stehende Abwehrspieler, sodass die Gentlemen erneut in Ballbesitz kamen.

Es folgt ein weiter Pass auf Tommy nach Linksaußen, der klassisch den Abschluss verweigert und lieber Fahnenstange mit olle Viehstädt spielt, aber dabei das Tor verfehlt, woraufhin es aber vom wie erwähnt souveränen Schiedsrichter den 7-Meter-Pfiff gibt.

Jörg R. tritt an, will den Torhüter samt Ball ins Tor werfen, besinnt sich dann aber seiner guten Manieren (oder der Würfe beim Aufwärmen) und knallt das Ding lieber volle Möhre gegen die Latte, um doch beide Punkte in Tempelhof zu lassen.

Nun gut, verhältnismäßig sind die Gentlemen eben noch jung, da muss noch Platz für Lernen bleiben.

Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 - SG OSF Berlin
20:19 (10:9)