Spielbericht
1. Männer   vs.   BFC Preussen

22.09.2018

Bittere Derbyniederlage

SG OSF Berlin

1. Männer

22 - 23
BFC Preussen

BFC Preussen

Eine Woche nach der recht deutlichen Niederlage beim Bad Doberaner SV (31:23) war die Marschroute für das männliche Flaggschiff der SG OSF Berlin klar: 2 Punkte mussten her. Gegner war der BFC Preußen. Der Name hinterlässt beim Großteil der Mannschaft ein leises Schmunzeln im Gesicht. Hatte man doch ein knappes halbes Jahr zuvor eben genau die nahezu identische Mannschaft im Pokalfinale in die Knie gezwungen. Auch damals war es ein sehr knappes und umkämpftes Spiel, woraus die Schöneberger mit dem glücklicheren Händchen hervorgingen. Anders, und nun kommen wir zu den aktuellen Ereignissen, am Samstag. Am Ende stand eine 22:23-Heimniederlage, sehr bitter.
Zu den Personalien: Auf Seiten der Schöneberger fehlten sowohl Moritz Weber, als auch Robert Kohrs und somit die komplette Rechtsaußen-Fraktion. Aber um es vorweg zu nehmen: Daran lag es nicht, ein Comebacker mit Philipp Wieschollek, der sich nach kurzem Einsatz allerdings direkt wieder verletzen sollte (auf diesem Wege nochmal gute Besserung!) und ein OSF-Debüt von Linkshand Philipp Cromm. Bei den Lankwitzern fehlte in Max Bachmann ebenfalls eine wichtige Personalie.

Aber nun zum Spiel selbst: Wie bisher in jedem Saisonspiel verschliefen die Schöneberger den Start komplett. Diesmal allerdings in ganz extremer Form: 0:6 stand es nach knapp 12 Minuten Spielzeit. Vorne wurden zwar gute Chancen erspielt, leider aber nicht eine einzige davon im Tor untergebracht. Hinten führten Passivität und fehlende Aggressivität zu regelmäßigen Gegentoren. Das erste Tor für die Gastgeber erzielte Neuzugang Jeremy Raffegeau nach 11 Minuten und 53 Sekunden (!). Anscheinend ein Befreiungsschlag, denn in den darauffolgenden 7 Minuten egalisierten wir den Rückstand komplett und so erzielte Tizian Stark in der 20. Minute sogar die 8:7 Führung. Aber anstatt genauso weiter zu machen, verfielen wir in die „Form“ der Anfangsphase des Spiels. Durch viel zu viele einfache Fehler im Angriff und ein größtenteils grauenhaftes Rückzugsverhalten, was dieser Liga absolut nicht würdig ist, kassierten wir einen Tempogegenstoß nach dem anderen. Preußens Rechtsaußen Frederik Nitzsche entwischte hier das ein oder andere Mal und erzielte allein in dieser Phase 3 Tore hintereinander (insgesamt 9 Tore). So stand es also kurz vor der Halbzeit 10:14 und wieder mussten wir einem großen Rückstand hinterherlaufen. Da schien der Halbzeitstand von 12:14 noch sehr glücklich, für das, was da in den ersten 30 Minuten von den Hausherren auf die Platte gebracht wurde.
Die zweite Hälfte begann sehr gut für die Schöneberger: 3:0-Lauf, 15:14 Führung. Man könnte meinen, dass sie nun ihren Rhythmus gefunden haben und endlich auf "normalem" Niveau agierten - denkste. Ein ums andere Mal verpassten es die OSF-Mannen sich abzusetzen und so entwickelte sich ein sehr spannendes Spiel, welches allerdings auf maximal durchschnittlichem OSL-Niveau stattfand. Bedanken kann sich die Mannschaft bei einem sehr gut haltenden Patrick Petersen, der den einen oder anderen „100%igen“ hielt und so die Schöneberger überhaupt im Spiel gehalten hat. Bis zur 50. Minute hielt sich also die Waage, in der beide Mannschaften abwechselnd die Führung übernahmen. Die letzten 10 Minuten sollten ein wahres 2-Minuten Festival werden, keine Sekunde standen alle Spieler gleichzeitig auf der Platte. Nun war die Frage: Wer spielt die jeweiligen Überzahlsituationen besser aus? Die Antwort spiegelt sich im Endergebnis wieder- 22:23 stand es nach 60 Minuten für die Lankwitzer.

So schnell findet man sich also nach 4 Spieltagen und 3 Sieglosen Partien hintereinander im unteren Drittel der Tabelle wieder. Es muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen, denn so wie man sich speziell in den letzten zwei Partien verkauft hat, wird es schwer auch nur gegen einen einzigen Gegner dieser Liga bestehen zu können. Die nächste Gelegenheit bietet sich am nächsten Wochenende, wenn die Mannschaft die Reise nach Neubrandenburg antritt.

PS.: Ein spezieller Dank geht dennoch an die zahlreichen Fans, die alles versucht haben, um die Mannschaft von der Tribüne aus im Spiel zu halten!


Aufstellung: Lewin Harries, Patrick Petersen, Matteo Werth (6), Justus Neeb (5), Till Bartels (2), Marius Wessel (2), Maximilian von Rumohr (2), Hannes Werner (1), Tizian Stark (1), Robert Schweitzer (1), Jeremy Raffegeau (1), Philipp Wieschollek (1), Philipp Cromm, Felix Wald

SG OSF Berlin - BFC Preussen
22:23 (12:14)