Spielbericht
1. Männer   vs.   MTV 1860 Altlandsberg

20.10.2018

Das Torewerfen zurückentdeckt

SG OSF Berlin

1. Männer

27 - 25
MTV 1860 Altlandsberg

MTV 1860 Altlandsberg

     Nach einem eher unzufriedenstellenden Auftritt in Ludwigsfelde hatten sich die Mannen der SG OSF viel vorgenommen für die kommende Aufgabe. Denn man wollte unter keinen Umständen noch weiter in der Tabelle abrutschen und den Titel als stärkste Berliner Mannschaft in der Liga abgeben. Keine leichte Aufgabe. Denn zu Gast war kein geringerer, als der MTV Altlandsberg. Die Mannschaft, die vor Saisonbeginn als Mitfavorit auf den Titel gehandelt wurde, Drittliga-Ambitionen äußerte und sich trotz eines eher holprigen Starts in die aktuelle Spielzeit quasi schon eigenhändig zum Meister kürte. Eine Mannschaft mit viel Selbstvertrauen und unbändigem Willen also. Aber genau den sollten am heutigen Abend vor allem die Hausherren unter Beweis stellen. Aber zunächst einmal zum Spielgeschehen:

 

     Vor einer großartigen, heimischen Kulisse erwischte man direkt einen guten Start und ging nach einem sehenswerten No-Look-Pass, vollendet durch den Heber von Linksaußen Felix Wald, in Führung. Die Halle bebte, die Bank stand. An diesem Abend konnte keiner die SG stoppen. Außer Toptorschütze des Abends Phillipp (oder Philipp? Oder doch Philip? Wir sind uns wirklich nicht sicher) Gohl. Der direkt zwei Mal einnetzte und uns wachrüttelte. Anschließend entwickelte sich ein ansehnlicher Schlagabtausch, bei dem die Abwehr der Gäste auseinander gespielt wurde und den Schönebergern oftmals der Abschluss über die rechte Angriffsseite und den Kreis gelang. So spielte man sich eine Drei-Tore-Führung heraus, die aufgrund von Unkonzentriertheiten und technischen Fehlern in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte leider nicht gehalten oder gar ausgebaut werden konnte. Und so ging man beim Stand von 12:11 in die Kabinen.

 

     Wie gewohnt, wurde der Start nach der Pause verschlafen und die knappe Führung schnell zu einem 12:13 Rückstand gekippt. Doch wo die SG in anderen Partien die Ruhe verlor und das Ruder ganz aus der Hand gab, kämpfte sie an diesem Abend umso mehr und zeigte den bereits erwähnten und absolut notwendigen Siegeswillen. Alle waren heiß und jeder Spieler jubelte, ob man nun selbst zum Torerfolg kam oder für seinen Nebenmann vorarbeitete. Daraus resultierte in der 41. Minute eine verdiente Zwei-Tore-Führung, die bis kurz vor Schluss gehalten werden konnte. Auch der letzte Versuch der Gäste, schnelle Ballgewinne durch eine Manndeckung zu provozieren, war wenig erfolgsversprechend und so netzte Robert Kohrs per Siebenmeter zum 27:25 Endstand ein. Er war es auch, der den letzten Ball mittels Trickwurf an den Pfosten setzte. Wir gratulieren zum „Schocker der Woche“. Glückwunsch! Du hast es dir verdient.

 

     Man behält also in einer spannenden Partie die Oberhand und die zwei Punkte in der Hauptstadt.      Altlandsberg hingegen belohnt sich mit den Minuspunkten sechs und sieben und rutscht wieder          einen Platz nach unten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die zahlreich erschienenen          Fans! Unterstützt uns auch gerne am kommenden Samstag gegen den VfV „Mimimi, das ist noch        Berlin!“ Spandau! Zu ungewohnt früher Stunde um 16 Uhr in der Sporthalle Falkenseer Damm 20        in 13585 Brandenburg.

 

     Aufstellung: Hagen Wey, Patrick Petersen, Felix Wald (2), Philip Cromm, Justus Neeb, Till Bartels (6), Robert Kohrs (5), Marius Wessel (4), Matteo Werth, Tizian Stark (5), Robert Schweitzer(1), Moritz Weber (3), Jeremy Raffegeau (1), Maximilian von Rumohr

SG OSF Berlin - MTV 1860 Altlandsberg
27:25 (12:11)