Spielbericht
2. Männer   vs.   BTV 1850

10.11.2018

Heiß wie Frittenfett

SG OSF Berlin

2. Männer

34 - 22
BTV 1850

BTV 1850

Nach den letzten beiden erfolgreichen Spielen gegen NARVA und BSV, kam nun mit BTV 1850 die defensiv stärkste Mannschaft der Liga zu uns in die Lilli-Henoch-Sporthalle. Wie schon beim letzten Heimspiel gegen NARVA, so war auch dieses Mal der Respekt vor dem Gegner groß. Und wie schon gegen NARVA sollte es ein in der Höhe unerwarteter Sieg werden. Nur dieses Mal mit zwischenzeitlich 17 Toren Vorsprung. Doch eins nach dem anderen.

Mit BTV 1850 war der Tabellenvierte und gleichzeitig die beste Abwehr der Liga zu Gast, die bis dato durchschnittlich lediglich 23,6 Gegentore pro Spiel kassierte. Trotz vieler, teils sehr spontaner, Absagen war unsere Strategie dennoch klar: Versuchen Tempo zu gehen, um nicht zu viel Kraft im gebundenen Angriffsspiel aufwenden zu müssen und so die gegnerische Abwehr stark zu machen. Und vor allem den Kampf wollten wir annehmen, da wir wussten, dass die Mannen aus Kreuzberg einen sehr physischen Handball spielen.

Wie schon in den letzten beiden Spielen zuvor funktionierte das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Tormann Felix Volz (Socke) von Beginn an prächtig. Es wurde beherzt hingelangt und die Bälle die durchkamen, wurden stark pariert. So kam es, dass es nach 10 Minuten bereits 7:2 stand. In dieser Phase konnte vor allem der starke Rückraum um Jonas Römer immer wieder Akzente setzen. Selbst als der ersten Garde allmählich die Luft knapp wurde und die Bankspieler einsprangen, tat dies unserem Spiel keinen Bruch. Näher als vier Tore sollte BTV 1850 an diesem Abend nicht mehr herankommen und so war beim Stand von 15:5 erstmals eine 10-Tore Führung herausgespielt (21. Minute). Statt nun einen Gang herauszunehmen, wurde weiter Gas gegeben, weswegen beim Pausenstand von 19:7 die Führung gar ausgebaut werden konnte.

Hochzufrieden konnten wir also in die Pausenkabine gehen und erst einmal durchschnaufen. Nichtsdestotrotz hieß es, die Konzentration aufrecht zu erhalten und den Gegner keinesfalls zu unterschätzen. Und so sollte es auch kommen. Angefangen mit 2 Treffern von der 7-m-Linie durch Manuel Manteuffel, der an diesem Tag erneut fehlerfrei bleiben sollte, ging das Spektakel in der zweiten Halbzeit geradeso weiter. Angepeitscht von einem unermüdlichen Fabio Baumert, der sich an diesem Tag mit 3 Treffern und zahlreichen herausgeholten Strafwürfen auch offensiv auszeichnen konnte, lief ein Angriff nach dem anderen. Beim Stand von 31:14 (52. Minute) war der höchste Vorsprung des Tages erreicht und der Wille des Gegners endgültig gebrochen. Man könnte uns erneut vorwerfen, dass wir es in den letzten 15 Minuten verpasst haben, den Sieg noch deutlicher zu gestalten. Das wäre allerdings Meckern auf sehr hohem Niveau. Vielmehr nutzte Coach Marc Ruch die Möglichkeit durch zu wechseln, wodurch vor allem unsere jungen Außen Caj Schlörike und Tim Seeger (nach wie vor 100% 7-M-Quote!) zu viel Spielzeit und einigen sehenswerten Treffern kamen. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter 34:22 Heimsieg auf der Anzeigetafel, womit natürlich alle Anwesenden hochzufrieden sein konnten.

Was gibt es noch zu sagen? Wir haben trotz widriger Umstände alles gegeben und wurden belohnt. Vielleicht war es sogar unser bestes Saisonspiel. Auf jeden Fall war es jedoch ein Spiel auf dem man weiter aufbauen kann. Erneut hat sich gezeigt, was in der Mannschaft steckt. Arbeiten wir so weiter und stellen hier und da noch kleine Fehlerchen ab, werden wir schon sehr bald nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

Ein Dank geht an die zahlreich erschienenen Fans. Dabei sind auch die Auswärtsfans von BTV 1850 gemeint, die trotz herber Pleite ihre Mannschaft 60 Minuten lautstark unterstützten. Vor solch einer Kulisse macht es Spaß, Handball zu spielen!

Es spielten im Tor: Felix Volz, Tobias Kaiser
Tore: Jonas Römer (6), Manuel Manteuffel (6/6), Lars Möller, Martin Eitner (beide 4), Tim Seeger (4/1), Fabio Baumert (3), Caj Schlörike, Jonathan Weiß, Sascha Höfer (alle 2), Dustin Höfer (1)

SG OSF Berlin II - BTV 1850
34:22 (19:7)