Spielbericht
Grünheider SV   vs.   1. Männer

17.11.2018

Endlich wieder Auswärtspunkte!

Grünheider SV

Grünheider SV

29 - 32
SG OSF Berlin

1. Männer

Obwohl sich die 1. Männer der SG OSF beim letzten Punktspiel in Stralsund unter Wert verkauft hatte, war man am vergangenen Samstag logischerweise hoch motiviert den Grünheider SV und damit einen direkten Tabellennachbarn um 2 Zähler zu erleichtern und somit von seinem Platz zu verdrängen. Und genau diese Motivation war den Schönebergern von Beginn an ins Gesicht geschrieben, weil man genau wusste: Heute geht was! Und das war auch bitter nötig, nach dem aus den letzten drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen lediglich ein Punkt aus Werder geholt werden konnte. Aber nun mal zum Spielgeschehen:

Man erwischte einen guten Start in die Partie und ging nach leichten Ballgewinnen direkt mit drei Toren in Front. Und so dauerte es fast fünf Minuten bis Sebastian das erste Mal für die Hausherren traf. Die Führung konnte aber, trotz eines gut aufspielenden Sebastians (Grünheide berichtete), bis zur Mitte der ersten Hälfte gehalten werden. Anschließend entwickelte sich ein hartes, aber zunächst faires Spiel, denn beide Mannschaften begriffen relativ schnell, dass die zwei Unparteiischen aus Mecklenburg an diesem Abend viel Härte zulassen würden und versuchten das für sich zu nutzen. Vielleicht auch ein wenig verunsichert von plötzlicher Gegenwehr, begann man wieder mit dem bekannten Schlenderhandball, machte dumme Fehler und gab die Führung ab. Zusätzlich bekam man Basti einfach nicht in den Griff und so ging es beim Stand von 16:14 für die Heimmannschaft in die Kabinen.

Den Schönebergern sollte aber der Start in die zweite Hälfte genau so gut gelingen, wie in den ersten dreißig Minuten. Vier schnelle Tore und der Rückstand war egalisiert. Das 16:16 warf Felix Wald, der später auch mit seinem fünften Treffer zur 18:19 - Führung netzen sollte. Sein vorerst Letzter an diesem Abend. Denn er schaffte es nach einem Schubser vom Gegner zwar noch abzuspringen und zu werfen, die anschließende Landung aber war eher unglücklich und so musste sich der bis dahin treffsicherste Spieler auf Schöneberger Seite zum Lazarett auf die Bank begeben. An dieser Stelle will man dem beim Konter störenden Spieler keine Absicht vorwerfen, dennoch hätte es an dieser Stelle Pflicht sein müssen, den roten Karton zu zücken. Da ist auch die gelbe Karte, die sich der intervenierende Gästetrainer abholte verständlich (kostet natürlich trotzdem). Was allerdings nicht vertretbar ist, ist es, wenn man einen am Boden liegenden, verletzten Spieler beleidigt. Das hat nichts mehr mit Handball oder Sport zu tun. Sowas wünscht man keinem. Da ist es auch egal, ob man sich Grünheide-Sympathisant, -Fan oder -Ultra schimpft. Einfach lassen und klatschen, wenn der Spieler das Feld verlässt.

Trotz des Schocks ließ man sich auf blau-orangener Seite aber nicht aus der Ruhe bringen, kämpfte nun noch mehr um die zwei Punkte und setzte den Positivtrend fort. Drei weitere Treffer, insgesamt also ein 7:0 – Lauf waren die Folge und im Endeffekt spielbestimmend. Grünheide schaffte es zum Ende hin zwar noch auf zwei Zähler ranzukommen, nutzte das Momentum aber nicht vollständig. Den Schlusspunkt setzte der gewohnt Stark aufspielende Schöneberger mit der Nummer 19. Und so gewann man zurecht mit 29:32 in Grünheider SV.

Nächstes Wochenende geht es dann im eigenen Wohnzimmer gegen die SG Uni Greifswald/Loitz und damit gegen den letzten Gegner der Hinrunde. Anpfiff ist wie gewohnt um 18 Uhr in der Sporthalle Schöneberg!

Aufstellung: Hagen Wey, Lewin Harris, Hannes Werner, Felix Wald (5), Justus Neeb (2), Till Bartels (3), Robert Kohrs (5/5), Marius Wessel (1), Matteo Werth (2), Tizian Stark (6), Moritz Weber (2), Jeremy Raffegeau (1), Maximilian von Rumohr (1), Phillipp Wieschollek(4)

Grünheider SV - SG OSF Berlin
29:32 (16:14)