Spielbericht
Alte Herren Ü32   vs.   TSV Rudow

01.12.2018

Rekordmeister Rudow im Geisberg bezwungen

SG OSF Berlin

Alte Herren Ü32

34 - 31
TSV Rudow

TSV Rudow

 Nachdem die Rudower die Woche zuvor im Gipfeltreffen mit Blau-Weiß 90 ein wahres Feuerwerk abfackelten und die Tempelhofer mit 38:20 aus der Halle ballerten, machte man sich auf dem Geisberg auf Einiges gefasst.

Wider Erwarten riefen die Gentlemen in ihrem zweiten Heimspiel in Folge gegen den Meisterschaftsfavoriten die beste Leistung der Saison aufs Parkett und behielten überraschend beide Punkte auf dem Geisberg.

 

Gegen die mit voller Kapelle angereisten Gäste ließ sich die SG OSF in den ersten Minuten auf einen wahren Schlagabtausch ein. Nachdem Coach Sami seiner besonnen Ansprache (lange rumspielen, klare Chancen, Gegenstöße vermeiden) zunächst Taten folgen ließ und den ersten Ballkontakt zum (gehaltenen) Wurf nutzte, um sich auf der Gegenseite von Sportskamerad Schücke demonstrieren zu lassen, wie man es besser macht, ging es Schlag auf Schlag.

Die völlig überraschten Rudower kassierten einen Rückraumtreffer von Böttcher, um in der Folge mit einfachen Toren immer knapp in Führung zu bleiben. Erst ein Hattrick (Kiste?) von Sami mit nun deutlich mehr Zielwasser führte zur ersten Führung der Gentlemen. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ließen sich leichte Unstimmigkeiten in der Rudower Defensive ausmachen, nicht nur, was die Beinarbeit anging, sondern auch die Kommunikation der Defensivakteure untereinander.

Dies kam den Schönebergern entgegen, die weiterhin gute Lösungen fanden und beim 13:10 über die erneute Tormaschine Piepovic erstmals mit drei Toren in Front lagen.

In einem torreichen Spiel behaupteten die Gentlemen die Führung bis zum Halbzeitpfiff, um sie quasi zeitgleich mit jenem zum 18:15 noch auf vier Tore auszubauen. Laut eigenen Aussagen aufgrund eines „Sahnepasses“ von Ritze und eines „sicheren Abschlusses“ von Reichwald senior. Lassen wir mal so stehen.

 

Nach ca. 35 gespielten Minuten gab Rudow Sportsfreund Böttcher in die Obhut eines deutlich erfahreneren Kontrahenten, der sich ab sofort liebevoll um ihn kümmerte. Er hätte quasi auch sein Vater sein können.

Niemand weiß, ob die Entscheidung Rudows daher rührte, dass die bis zu dem Zeitpunkt erzielten Tore sich auf diesen Spieler beschränkten oder ob es am Kreisanspiel auf Winand lag, der dieses mit einer Hand fing und ihn sicher in des Gegners Kiste unterbrachte. Falls man jetzt auf die Idee kommen sollte, sich verlesen zu haben: Die volle Tribüne kann den Vorgang bestätigen.

Wie dem auch immer sei, ließen sich die restlichen Gentlemen davon nicht beirren und spielten ihren Stiefel extrem unbeeindruckt weiter.

Begünstigt durch etliche – sagen wir interessante – Entscheidungen des Unparteiischen, allerdings auch schlechtes Abschluss- und Entscheidungsverhalten der Gäste, legte OSF Tor um Tor zwischen sich und den Gegner.

Über 26:21 und 32:23 zog man dem TSV Rudow den Zahn und hatte das Spiel in der 50ten Minute entschieden.

Die Gäste rissen sich in der Folge zusammen, während bei der SG einige technische Fehler produziert wurden, und verkürzten den Rückstand noch erheblich, am Sieg der Schöneberger gab es allerdings nichts mehr zu rütteln.

 

Somit findet sich die Alte Herren Mannschaft der Schöneberger kurz vor dem Abschluss der Hinrunde doch noch auf einem guten Platz in der Spitzengruppe wieder.

Lassen wir uns überraschen, wohin die Reise geht.

 

Die Alten Herren spielten mit

Tor: Ritze und Andi (n.e.)

Feld: Tommy (2), Günni (2), Cromm (1), Reichwald senior (6/2), Sami (5), Winand (3!!!), Piepovic (7), Böttcher (6), Benni Geckle (2), Steinebach, Finkler, Don Witti

SG OSF Berlin - TSV Rudow
34:31 (18:14)