Spielbericht
1. Männer   vs.   HSG Hardt

20.02.2016

Eine Runde weiter im Amateurpokal

SG OSF Berlin

1. Männer

36 - 35
HSG Hardt

HSG Hardt

Die SG OSF ist nach hartem Kampf weiter im Amateurpokal vertreten und bezwang die HSG Hardt aus Südbaden nach Verlängerung mit 36:35.

Waren die Rollen vor dem Spiel eigentlich klar verteilt – der aktuelle Tabellenzweite der Oberliga Ostsee-Spree war Gastgeber für die abstiegsgefährdete HSG Hardt in der Landesliga Südbaden, welche darüber hinaus auch noch so einige Stunden Anfahrt hinter sich hatte – war man auf Seiten der Berliner dennoch ob der Stärke der süddeutschen Staffeln gewarnt. Zu Recht, wie sich im Laufe des Spiels herausstellen sollte, waren die sehr fair auftretenden Südbadener alles andere als Kanonenfutter.

Schon bei der Erwärmung war zu beobachten, dass die HSG über einen körperlich durchaus präsenten und sehr wurfstarken Rückraum verfügte. So schlugen die ersten Bälle aus der Halbdistanz auch bald im Gehäuse der Schöneberger ein, ehe sich die Abwehr im Laufe der ersten Halbzeit besser auf die Gäste einstellte und zu einfache Tore größtenteils zu unterbinden wusste. Insgesamt machte die Defensive inklusive Torhütern aber die komplette Spieldauer durch keinen sattelfesten Eindruck. Offensiv bemerkte man das Fehlen von Philipp Wieschollek, was aber anfangs durch eine gute Wurfquote von Dorian Schnabel über einfache Kreuzbewegungen, später auch durch Justus Neeb kompensiert wurde. Die SG bekam das Spiel im Laufe der ersten Halbzeit zwar in den Griff, verpasste es aber, sich einmal deutlicher abzusetzen als um ein oder zwei Tore. So blieb der hochmotivierte Gast immer in Tuchfühlung und konnte zum Pausenpfiff auf 14:15 verkürzen.

Nach der Pause wogte das Spiel weiterhin hin und her. Auch die Gäste der HSG Hardt hatten hier Mitte der zweiten Hälfte durchaus ihre Chance, sich ihrerseits abzusetzen, nun war aber auch der Kampfgeist der Berliner erwacht, die sich entschieden dagegenstemmten. Man überstand einige Unterzahlsituationen nun besser als in der ersten Hälfte, wo die Gäste zu viel zu einfachen Toren kamen, und erkämpfte sich über ein zwischenzeitliches Unentschieden wieder eine Führung, die diesmal sogar ein wenig deutlicher als zuvor sein sollte. Bis auf 3 Tore konnte die SG enteilen, bevor Schludrigkeiten in der Deckung die HSG Tor um Tor aufschließen ließen. In dieser Phase störte der Deckungsverband die Schützen der HSG zu wenig und auch die Schlussmänner der SG machten mehrfach einen nicht allzu guten Eindruck. Da man vorne zwar nach wie vor die richtigen Entscheidungen, leider aber nicht mehr ins Tor traf, egalisierten die Gäste kurz vor dem Abpfiff das Spiel noch einmal.

Unbeirrt wurde zwar im Gegenangriff Tobias Erdmann freigespielt, dessen Tor nur durch einen 7-Meter unterbunden worden konnte, und passend zur Dynamik des Spiels wurde dieser auch noch vergeben, was zu einer2x5minütigen Verlängerung führte.

In dieser bewiesen die Schöneberger die stärkeren Nerven und konnten sich kurz vor Abpfiff auf 36:34 absetzen, nachdem Manuel Frank den entscheidenden Ball des Gegners abfangen und per sehenswertem Heber im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnte. Das 36:35 kurz vor Ende war nur noch Ergebniskosmetik.

Insgesamt zählt, dass die SG eine Runde weiter und nicht überraschend ausgeschieden ist. Mit Sicherheit würde die HSG Hardt in Berliner Gefilden auch eher weniger in der Landesliga als in deutlich höheren Ligen zu finden sein, was den knappen Spielausgang erklärt.

Positiv festzuhalten bleibt der Siegeswille und der Kampf der gesamten Mannschaft, der am Ende auch belohnt wurde.

Die nächste Pokalrunde steht am 12.03. gegen Glauchau/Meerane erneut in der Pallasstraße an. Auch der mitteldeutsche Oberligist wird ein würdiger Gegner sein und rangiert aktuell im Mittelfeld der Tabelle. Die Mannschaft hofft auf eine erneut ähnlich starke Unterstützung von der Tribüne aus wie am vergangenen Wochenende, um die Amateurpokalgeschichte eventuell noch etwas weiterspinnen zu können.

Statistik folgt

SG OSF Berlin - HSG Hardt
36:35 (15:14)