Spielbericht
HSG Neukölln   vs.   2. Männer

02.03.2019

HSG Neukölln - SG OSF Berlin 2

HSG Neukölln

HSG Neukölln

28 - 24
SG OSF Berlin

2. Männer

Spielbericht: 12. Spieltag:

HSG Neukölln - SG OSF Berlin 2

28 : 24

Es zeigen sich gewisse Parallelen zur Hinrunde auf. Nachdem wir wie eben in der Hinrunde schon gegen Lichtenrade verloren und gegen PSV gewannen, folgte nun erneut eine mehr als unnötige Niederlage bei der HSG Neukölln. Wie auch schon im Hinspiel war diese Partie geprägt von Leichtsinnsfehlern, falschen Entscheidungen, zu zaghafter Abwehr und teilweise wirklich schwachem Angriffsspiel. Doch eines nach dem anderen.

 

Die Voraussetzungen für das Spiel waren eigentlich nicht schlecht. Coach Marc konnte aufgrund der Kaderbreite den ein oder anderen Ausfall kompensieren und eine volle Mannschaft auf das Spielfeld schicken. Auf Seiten der HSG fehlten hingegen Spielertrainer Bastian Sparke, sowie der Langzeitverletzte Thomas Sanftleben. Dafür tauchte mit Julian Kaupen ein uns bis dahin unbekannter Linkshänder im Rückraum auf. Es war also alles angerichtet, um die Niederlage aus dem Hinspiel wieder gut zu machen.

 

In den ersten Minuten zeichnete sich ein offener Schlagabtausch ab. Während wir keinen Zugriff auf die starke Rückraumreihe um Frimpong, Kaupen und Dolata bekamen, schaffte es Neukölln häufig nicht rechtzeitig zurück in die Abwehr, sodass wir relativ einfach zu schnellen Torerfolgen durch erste und zweite Welle gelangen konnten. So stand es nach 15 Minuten 8:7 für die Heimmannschaft, die sich in manchen Situationen einfach cleverer anstellte und den Tick konzentrierter spielte. Wir hingegen sollten unsere Probleme sowohl vorne, als auch hinten bis zur Pause nicht in den Griff bekommen und mussten folglich mit einem 14:12 – Rückstand in die Kabine gehen.

 

Was war passiert? Wir waren in den ersten 30 Minuten nicht wirklich die schlechtere Mannschaft. Wir haben bis dato einfach nicht die nötige Cleverness gezeigt, um eine Mannschaft wie Neukölln in deren Halle schlagen zu können. Die Marschroute für die zweiten 30 Minuten war also klar: viel beherzter zugreifen in der Abwehr, keine hastigen Abschlüsse oder wilden Pässe an den Kreis, klare Torchancen herausarbeiten und diese gefälligst auch verwerten. Hochmotiviert ging es also in die zweite Hälfte.

 

Theorie und Praxis liegen bekanntermaßen das eine oder andere Mal relativ weit auseinander. Statt unsere Vorhaben mit Kampf und Wille in die Tat umzusetzen, erwischen einen äußerst schlechten Start und kassierten ein Tor nach dem anderen. Fehlpass reihte sich an Fehlpass, die Würfe wurden nicht getroffen, Neukölln fiel es in dieser Phase folglich leicht, zu Torerfolgen zu kommen. Bereits nach 38 Minuten lagen wir mit 6 Toren hinten (20:14). Coach Marc sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen und seine Mannen wach zu rütteln. Dies zeigte auch prompt Wirkung, das Spiel wirkte wie umgedreht. Plötzlich verlor die HSG jeglichen Spielfluss, während wir endlich Biss in die Abwehr bekamen und zu einfachen Toren auf der anderen Seite kamen. Beim Stand von 21:19 (49. Minute) waren wir also wieder dran und der Heimtrainer war nun an der Reihe, eine Auszeit zu nehmen. Dies sollte aus Sicht der Heimmannschaft auch genau zum richtigen Zeitpunkt geschehen, denn anschließend lief bei uns nicht mehr viel zusammen. Wir verloren erneut den Faden, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Beim Stand von 26:21 (57. Minute) war das Spiel durch. Lediglich David Köster zeigte in dieser Phase noch richtigen Kampf und warf sich in jeden Zweikampf. Am Ende steht eine erneut unnötige, aber gerechte 28:24 Niederlage zu Buche.

 

Was bleibt als Fazit? Es gibt Gegner, die liegen uns offensichtlich nicht besonders. Die HSG aus Neukölln ist eine dieser Mannschaften. Prinzipiell haben wir es lediglich zwischen Minute 42 und Minute 49, also sage und schreibe 7 Minuten geschafft, eine beherzte mannschaftliche Leistung auf das Feld zu bringen. Das soll die Leistung des Gegners nicht schmälern, denn dieser war an diesem Tag einfach besser. Nichtsdestotrotz müssen wir in erster Linie bei uns selbst anfangen. Das fängt bei der Aggressivität auf dem Feld an und hört beim Treffen richtiger Entscheidungen auf. Nur das eine kann zum anderen führen und nur so können wir solche Auswärtsspiele auch gewinnen.

 

Nächstes Wochenende haben wir in Spandau die Chance, im Pokal Viertelfinale wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.

 

Es spielten:

 

Tobias Kaiser und Felix-Marian Vol (im Tor)

 

Jonas Römer (5), Manuel Manteuffel, Markus Steiner (alle 4), Martin Eitner (3), David Köster, Friedrich Sachs, Dustin Höfer (alle 2), Thilo Braun, Sascha Höfer (alle 1), Jonathan Weiß, Fabio Baumert, Sebastian Gramm

HSG Neukölln - SG OSF Berlin II
28:24 (14:12)