Spielbericht
1. Männer   vs.   VfV Spandau

23.03.2019

Wilt Weberlain!

SG OSF Berlin

1. Männer

30 - 27
VfV Spandau

VfV Spandau

Letzte Woche musste man sich beim direkten Tabellennachbarn, dem MTV Altlandsberg, nach einer durchwachsenen Schlussphase mit einem Tor geschlagen geben. In der Folge konnten die Brandenburger sich ein kleines Polster erspielen und befinden sich derzeit auf dem vierten Tabellenplatz, während die SG OSF sich weiterhin im Abstiegskampf befindet. Umso wichtiger war es, das Vier-Punkte-Spiel gegen den VfV Spandau zu gewinnen und die Quasi-Brandenburger auf Abstand zu halten. Des Weiteren hatte man die Pleite im Hinspiel natürlich noch nicht vergessen und dementsprechend Einiges gut zu machen. Aber nun mal zum Spielgeschehen:

Auf Grund des Doppelspieltags mit der 1. Frauen Mannschaft war die Halle an der Pallasstraße gut gefüllt und einem Berliner Derby würdig. Das erste Tor gehörte aber erst einmal den Gästen. Davon jedoch unbeeindruckt und gepeitscht von den Schöneberger Fans, legte man direkt nach. Man war in der Anfangsphase einfacher wacher als die Konkurrenz. Und so konnte man diverse Abpraller für sich gewinnen und anschließend doch noch im Spandauer Gehäuse unterbringen (5:2). Der VfV bot uns an diesem Samstagabend ihre gewohnt offensive Abwehrvariante an und gab vor allem unseren schnellen und zweikampfstarken Spielern die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Aber auch in der Abwehr stellte man die Gäste vermehrt vor Probleme, was aber zum Großteil dem Schöneberger Schlussmann Lewin Harries zu verdanken war. Gerade in der ersten Viertelstunde konnte er etliche freie Torwürfe parieren und dabei helfen, die Führung weiter auszubauen. Nur den linken Rückraumspieler der Gäste, David Rau, wollte man nicht so richtig in den Griff bekommen. Er traf insgesamt zehnmal und war bester Schütze der Auswärtsmannschaft. Aber eigentlich schallte an diesem Abend nur ein Name durch die Pallas-Hölle: Moritz Weber. Denn dieser konnte nicht nur mit einer fehlerfreien Wurfquote vom Punkt glänzen (5/5), sondern brillierte auch über 60 Minuten hinweg mit 20 Toren aus 22 Versuchen und somit starken 91 Prozent verwandelten Toren. Headcoach Sven Liesegang, der an diesem Abend leider krankheitsbedingt fehlte, hätte diese Leistung wahrscheinlich mit einem allessagenden „Völlig in Ordnung“ bewertet. Der Mann mit der Nummer 22 war es auch, der jeweils per 7-Meter zum 15:11 und zum 16:13 Halbzeitstand traf.

Und die zweite Hälfte begann genau da, wo die erste Hälfte aufgehört hatte: Bei Moritz Weber, der einen abgefangenen Ball per Tempogegenstoß im gegnerischen Tor versenkte und auf 17:13 erhöhte. Durch eine stabile Abwehr und etliche technische Fehler der Gäste, konnte man mit einer schnellen ersten und zweiten Welle einfache Tore erzielen und den Vorsprung auf sieben Zähler erhöhen. Doch auch bei den Hausherren kam es immer wieder zu leichten Fehlern und Ballverlusten. Vielleicht auch, weil man sich beim Tor zum 23:16 durch Philipp Wieschollek (41. Minute) schon des Sieges sicher war. Die erwartete zweite Luft des Gegners blieb Anfang der zweiten Hälfte zwar aus, traf uns aber in der Folge umso härter. In den kommenden zehn Minuten sollte kein Tor für die SG OSF folgen. Dafür aber ein 6:0-Lauf des VfV Spandau, der die Vorstädter wieder neue Hoffnung schöpfen ließ (23:22). Durch einige personelle Wechsel fand das Team um Interimscoach Christoph Pöhl aber wieder zurück ins Spiel und konnte den Zwei-Tore-Abstand halten. In der Schlussphase verletzt sich leider noch der Schöneberger Mannschaftsführer Marius Wessel, der sich einen Cut an der rechten Hand zuzieht und der ersten Männermannschaft auf unbestimmte Zeit nicht zur verfügen stehen wird. Wir wünschen ihm an dieser Stelle natürlich eine gute und vor allem schnelle Genesung! Die folgende Manndeckung der Gäste zeigt auch keine Wirkung und so gehen die beiden Mannschaften beim Stand von 30:27 auseinander.

Man gewinnt also nach etwas Zittern dann doch relativ klar gegen eine, zugegebenermaßen ersatzgeschwächte Spandauer Mannschaft und bleibt weiterhin im unteren Mittelfeld der Liga. Es muss aber trotzdem kontinuierlich an den, immer noch vorhandenen Schwächephase gearbeitet werden, damit man auch höherplatzierte Gegner ärgern und um zwei Punkte erleichtern kann.

Die Chance dafür haben die Schöneberger am kommenden Samstag, denn da steht das zweite von insgesamt vier Heimspielen in Folge an. Dieses Mal besucht uns aus dem Obstgarten Berlins der HV GW Werder e.V. und somit ein Gegner aus dem oberen Tabellendrittel. Kommt also vorbei und unterstützt die SG OSF im Kampf um den Klassenerhalt. Anpfiff ist zu gewohnter Zeit um 18 Uhr in der Pallasstraße 15 in Berlin Schöneberg.

 

Aufstellung: Patrick Petersen, Lewin Harries, Philipp Cromm, Justus Neeb, Quoc Cuong Le (1), Paul Müller, Tizian Stark (1), Robert Schweitzer (3), Moritz Weber (20/5), Jeremy Raffegeau (1), Philipp Wieschollek (3), Maximilian von Rumohr (1), Matteo Werth (1), Marius Wessel

SG OSF Berlin - VfV Spandau
30:27 (16:13)