Spielbericht
BTV 1850   vs.   2. Männer

20.02.2016

Besser gespielt und doch verloren

BTV 1850

BTV 1850

30 - 25
SG OSF Berlin

2. Männer

Besser gespielt und doch verloren

Am vergangenen Wochenende war die zweite Vertretung der SG OSF bei den Kreuzbergern vom BTV 1850 zu Gast.
Bevor wir uns aber diesem Spiel widmen, möchten wir doch noch ein paar Worte zu der unnötigen Niederlage gegen Hellersdorf verlieren.
Beide Mannschaften wußten was auf dem Spiel steht. Ein vierpunkte Spiel par excellence, dass die Schöneberger nutzen wollten um endlich die rote Laterne abzugeben.
Im gesamten Spiel konnte sich keine Mannschaft absetzen und die Führung wechselte mehrfach. In den letzten drei Minuten des Spiels zeigten uns dann die Hellersdorfer wie Abstiegskampf funktioniert und präsentierten den größeren Willen die Punkte mitzunehmen.
Denn in der 57. Min lagen die Schöneberger immerhin noch mit zwei Toren in Front und es sah so aus als ob man die Halle als Sieger verlassen könnte.
Die Wende leitete Links Außen Arthur Fink ein, der im nächsten Angriff der Hellersdorfer seinen Gegenspieler auf 11 Metern angriff und eine Zeitstrafe kassierte. Die Überzahl nutzten die Randberliner um mit 22:23 die Führung zu übernehmen. Wieder in Gleichzahl konnte die SG eine weitere Möglichkeit nicht nutzen und die Hellersdorfer hatten 45 sek vor dem Ende und einem Tor Führung Ballbesitz. Unverhofft kam die SG nach Fehlpass des Gegners noch einmal in Ballbesitz und konnten durch Justus Neeb neun sek vor Schluß noch einen Strafwurf rausholen. Dieser trat auch selbst an, Wurftäuschung, Wurf, Tor, Unentschieden. Noch 4 sek auf der Uhr und scheinbar feierten die Schöneberger Spieler auf der Platte gedanklich bereits die doch noch erreichte Punkteteilung.
Mitnichten die Hellersdorfer. Schnelle Mitte, Pass auf den durchlaufenden Links Außen, der ungehindert einnetzen kann. Die Enttäuschung auf Seiten der Schöneberger war groß. Am Ende gewinnen die Hellersdorfer völlig verdient, da sie im Abstiegskampf den größeren Willen gezeigt haben.
Bei Interesse an einem längeren Bericht verweise ich auf die Hellersdorfer, die das Spielgeschehen auf ihrer Homepage sehr gut wiedergegeben haben.

Damit kommen wir zum Spiel gegen den BTV 1850. Im Hinspiel blamierte man sich in eigener Halle bis auf die Knochen und kassierte die höchste Niederlage der Saison. Reihenweise scheiterten wir da am eigenen Unvermögen und ließ die Kreuzberger leichte Tore im Gegenstoß erzielen.
Dies galt es diesmal zu verhindern und über lange Angriffe den besser postierten Nebenmann zu finden und sicher einzunetzen. Auf Grund von einigen Spielerabsagen machten sich Coach Reichwald und Shooter Brieger ebenfalls mit warm.
Das Spiel begann recht verheißungsvoll und die SG konnte sich gute Chancen herausspielen und mit 2:4 in Führung gehen. Danach schlich sich wieder der Schlendrian ein und man scheiterte bei klaren Wurfsituationen am Keeper bzw. viel zu oft am Gebälk. Nach einem 7:1 Lauf konnten die Kreuzberger mit 9:5 in Führung gehen und Erinnerungen an das Hinspiel kamen auf. Allerdings fing sich die Mannschaft diesmal und auch Felix Volz im Tor zeigte an diesem Tag eine starke Leistung. So konnte der Abstand gehalten warden bzw. Kurz vor der Pause nochmal auf 14:11 verkürzt werden.

Die zweite Hälfte begann mit einem Tor für die Schöneberger zum 14:12 bevor wiederum klarste Chancen liegen gelassen wurden und der BTV sich wieder auf 17:12 absetzen konnte.
Über eine nun stärkere Abwehr und einen weiter gut haltenden Volz kam die Mannschaft nun vermehrt in Ballbesitz und konnte über blitzsaubere Konter den Anschluß wieder herstellen (18:17). Das Momentum war nun eigentlich auf Seiten der SG aber auch in dieser starken Phase war man nicht in der Lage die technischen Fehler abzustellen und mußte die Kreuzberger wieder auf 21:17 ziehen lassen. Beim 26:24 kam nochmal ein bißchen Hoffnung auf die beim 28:24 aber im Keim erstickt wurde. Endstand: 30:25
Fazit: Über die gesamte Spieldauer waren wir die spielerisch stärkere Mannschaft aber was nutzt einem das, wenn wir vorn nicht in der Lage sind die Bälle im Tor unterzubringen.

Am kommenden Samstag treffen wir im ungeliebten Sachsendamm auf die SG TMBW, die wir im Hinspiel deutlich besiegen konnten. Die Vorzeichen sind diesmal andere als noch Hinspiel. Dort traten die Tempelhofer stark ersatzgeschwächt an. Dieses Schicksal bleibt diesmal uns vorbehalten.

BTV 1850 - SG OSF Berlin II
30:25 (14:11)

Aufstellung:
Paul Dabel (TW), Felix Volz (TW), Martin Siemon (5/3), Martin Eitner (5), Benjamin Noichl (4), Manuel Manteuffel (4), Simon Richlitzki (2), Jonas Römer (2), Thilo Brauner (1), Steffen Giebeler (1), Tizian Stark (1), Johannes Schraps, Jörg Brieger