Spielbericht
HV GW Werder e.V.   vs.   1. Männer

27.02.2016

Unglückliche Niederlage in der Blütenstadt

HV GW Werder e.V.

HV GW Werder e.V.

19 - 18
SG OSF Berlin

1. Männer

Vergangenen Samstag kam es zum Aufeinandertreffen des souveränen Tabellenführers HV GW Werder gegen den in letzter Zeit etwas strauchelnden Tabellenzweiten SG OSF Berlin. Die dezimierten Hauptstädter verkauften sich gut, unterlagen am Ende aber unglücklich mit 18:19 und müssen nun wieder in die Spur finden.

Nach dem Muskelfasserriss und einer damit verbundenen mehrwöchigen Pause für Philipp Wieschollek erreichte die Mannschaft der SG beim Treffen vor dem Spiel die nächste Hiobsbotschaft: Auch Dorian Schnabel fehlte krankheitsbedingt, wodurch man beim Topspiel ohne nominelle Halblinke auf die Platte ging. Nichtsdestotrotz hatte man sich vorgenommen, befreit aufzuspielen und das Niveau der eigenen Leistungen im Vergleich zu den in den vorigen Wochen gezeigten Spielen wieder ordentlich nach oben zu korrigieren.

So sah der geneigte Zuschauer (wenngleich die Werderaner Fans an diesem Abend dann doch sehr deutlich in der Überzahl waren und für eine klasse Stimmung sorgten) immerhin eine 60 Minuten lang kämpfende Mannschaft aus der Hauptstadt, die den Blütenstädtern Einiges abverlangt, um die beiden Punkte zu Hause zu behalten.

Es entwickelte sich ein intensiv geführtes Spiel, in dem beide Abwehrreihen dominierten und nur wenige klare Torchancen zugelassen wurden. Zu Beginn gestalteten die Gäste das Spiel ausgeglichen und verhinderten, dass Werder in sein gefürchtetes Umschaltspiel kam. Gleiches galt allerdings auch auf der anderen Seite: Mit der Ausnahme einiger weniger Turboläufe des Kapitäns höchstselbst konnte man nur wenige einfache Tore erzielen. Die Berliner scheiterten auch bereits in Durchgang eins zu häufig auch aus freien Wurfsituationen an Werders Tom Lessig, der das Torhüterduell an diesem Abend leider für sich entscheiden konnte. Nachdem einige Ungenauigkeiten ins Spiel der OSFler Einzug hielten, zog Werder im Stile einer Spitzenmannschaft schnell auf ein paar Tore davon (5:8 nach 20 Minuten). Wenngleich die SG kämpfte und immer wieder auf näher als drei Tore Differenz herankam, schaffte man es bis zur Halbzeitpause nicht, den Abstand zu reduzieren und ging mit minus 3 Toren in die Pause.

Deutlich zu erkennen war, dass sowohl Werder als auch Berlin die absolute Gefahr aus dem Rückraum fehlte. Die Abwehrreihen inklusive Torhütern machten dazu den Schützen das Leben einfach zu schwer, man konnte gut erkennen, warum es sich um zwei der besten Abwehrreihen der Liga handelte.

Nach der Pause kam der Gastgeber besser in Tritt, erhielt dabei aber auch großzügige Unterstützung durch die nicht überzeugenden Unparteiischen, die in dieser Phase recht selten gleiche Situationen auf beiden Seiten ähnlich ahndeten und sehr viel Hektik ins Spiel brachten. Davon ließ sich die SG entgegen dem, was man sich vorgenommen hatte, doch leicht aus der Ruhe bringen. Ehe man es sich versah, hatte das der Gastgeber bereits ausgenutzt und sich auf 5 Tore abgesetzt. Wer eine Demontage sehen wollte, hatte sich jedoch getäuscht. Die SG blieb dran, setzte vermehrt ihren Kreisläufer und die Außen in Szene, wollte es ja schon aus dem Rückraum nicht recht funktionieren, und konnte sich auf einen sicheren 7-Meter-Schützen Justus Neeb (6/4 Tore) verlassen. Kein Ball wurde mehr verloren gegeben und das Spiel hitziger. In der Endphase des Spiels haderten die Blütenstädter mit einigen diskussionswürdigen Pfiffen, die jetzt vermehrt auf beiden Seiten auftraten, und ließen sich ihrerseits von der allseitigen Unruhe anstecken. So konnte die SG über ein 17:15 und 19:17 noch auf ein 19:18 verkürzen. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff vertändelte Werder im Spiel 5 gegen 5 den Ball und ermöglichte den Gästen noch die Chance auf einen Punkt. Auch eine genommene Auszeit konnte jedoch nicht mehr dafür sorgen, dass in der letzten Aktion des Spiels eine zwingende Torchance für die Berliner heraussprang.

Im Gegenteil konnte Werder den Spielzug abfangen und sich über zwei sehr wichtige Punkte auf dem Weg zur nicht mehr nehmbaren Meisterschaft freuen. Wir gratulieren der konstantesten Mannschaft der aktuellen Saison schon einmal zum Titel und konzentrieren uns jetzt auf die noch ausstehenden Spiele und die maximale Punkteausbeute, die dort geholt werden kann.

Mit der Leistung des vergangenen Wochenendes wird dort noch einiges möglich sein.

Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich bereits kommenden Sachsendamm um 17.45 Uhr im Sachsendamm. Die Männer freuen sich auf lautstarke Unterstützung.

HV GW Werder e.V. - SG OSF Berlin
19:18 (11:8)

Aufstellung:
Julien Groenendijk (TW), Marvin Rothe (TW), Justus Neeb (6/4), Robert Kohrs (3), Marius Wessel (2), Moritz Weber (2), Maik Clausen (1), Philipp Böttcher (1), Manuel Frank, Marcel Buchholz, Quoc Cuong Le, Fabio Baumert