Spielbericht
3. Männer   vs.   SG TMBW Berlin II

28.02.2016

Alle guten Dinge sind nicht 3

SG OSF Berlin

3. Männer

29 - 29
SG TMBW Berlin

SG TMBW Berlin II

Bonjour liebe Hippies,

letzten Sonntag gastierte TMBW II auf dem Geisberg. Der Gegner war aus bereits zwei Partien
(Ligahinspiel – logisch! – und Pokalspiel) bestens bekannt. In beiden Aufeinandertreffen wurden die
Tempelhofer bezwungen. Zudem stand das Schlusslicht der Liga bei mageren 4 Punkten und es
würde fast einem kleinen Wunder gleichen, wenn die Blau-Weißen den Klassenerhalt doch noch
schaffen. Allerdings stirbt die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt und der Gast erweckte mit seinem gut
gefüllten Kader nicht zwangsläufig den Eindruck, als würden sie sich kampflos geschlagen geben.

Coach Marc Ruch hingegen musste wieder etwas Improvisationsvermögen beweisen. So fielen beide
für den rechten Rückraum in Frage kommenden Linkshänder Krewenka und Georgy aus und auf der
Mitte fehlte Leitwolf Shorty verletzungsbedingt. Mit Rückkehrer Swientek Jr., der bereits letzte
Woche gegen Rudow II zum Einsatz kam, stand allerdings mehr als nur ein Lückenfüller zur Verfügung
und mit dem A-Jugendlichen Niels (Abriss-)Partey konnte der Kader qualitativ sehr gut aufgestockt
werden.

Die dritte Vertretung der SG OSF begann mit einem 6-0 Deckungsverbund. Das Angriffspiel wurde
zunächst von Jussi auf der Mitte organisiert und High Tower begann auf der etwas ungewohnten
Halbrechtsposition. Die ersten zehn Minuten verliefen unerwartet ausgeglichen. Beide Mannschaften
erarbeiteten sich ihre Treffer. Dabei konnte TMBW gar einige Treffer durch Tempogegenstöße für
sich verbuchen. Spielerisch waren die Angriffsversuche auf beiden Seiten recht limitiert. Häufig
wurde die 1 vs. 1 Situation gesucht und ggf. versucht, über ein Anspiel an den jeweiligen Kreisspieler
abzuschließen.

Als der Gast sich dann auf 6:8 absetzten konnte, riss beim Trainer auf Schöneberger
Seite vollends der Geduldsfaden und er nutzte die grüne Karte, um seinen Unmut über die
Darbietung seiner Akteure in klarster Weise zu verdeutlichen.

In der Folge schien die Mannschaft, bereits gut durchgemischt, jedoch nur noch verunsicherter und
agierte entsprechend zaghaft. TMBW nutzte diese Schwächephase für sich und baute die Führung zu
einem 9:14 aus Sicht der Guten aus. Oje! Manch ein_e Zuschauer_in war geneigt, sich verwundert
die Augen zu reiben. Dabei war es doch so einfach: TMBW machte nicht mehr als nötig und die
Schöneberger machten sich das eigene Leben undenkbar schwer. Immerhin konnte bis zum
Halbzeitpfiff noch Schadensbegrenzung betrieben werden. Bei einem Stand von 14:17 wurde der
Gang in die Kabine angetreten.

Aufgrund physischer Abwesenheit kann der Schreiberling zu den Inhalten der Halbzeitansprache
leider nichts zu Protokoll geben. Anmerkungen oder eventuelle Nacherzählungen können ja dann
unter Verwendung der Kommentarfunktion bei Bedarf eingetragen werden.

Auf, auf und davon in Durchgang 2 und diese hielt eine faustdicke Überraschung bereit. Denn kein
geringerer als Hochadel Vincent v. Frankenberg gab nach einem etwas überraschenden Karriereende
in der A-Jugend sein Comeback für Schöneberg; nach ca. 10 Jahren! Welcome back and good to have
you zwischen den Pfosten!

Der Blaublüter verhinderte, dass sich TMBW nicht weiter abzusetzen
vermochte. Denn V.v.F. Compagnons zeigten noch nicht die nötige Gegenwehr, um doch noch die
eingeplanten Punkte zu Hause zu behalten. Der Mittelblock agierte bisweilen sehr unglücklich und
rückte, wenn überhaupt, zu spät auf den entsprechenden Gegenspieler raus, um die 1 vs. 1 Situation
regelkonform zu unterbinden. Die bulligen Rückraumspieler aus Tempelhof nahmen dies zum Anlass,
um sich auf 6 Meter durchzutanken und Treffer zu landen.

Der Schöneberger Angriff wirkte im Gegensatz dazu eher planlos. Spielzüge hatten
Seltenheitscharakter. Neben der allgemein herrschenden Ratlosigkeit, hatte es den Anschein, als
würde der absolute Siegeswille an diesem Tag fehlen. Erst als zu Beginn der Schlussphase J.B. etwas
unsanft zu Boden gebracht wurde und daraufhin ausgewechselt werden musste, entwickelte
zumindest Mr. Geckle so etwas wie Anzeichen einer kämpferischen Haltung. Honoriert werden muss
auch die Leistung des Rechtsaußen ottOtto, der neben zwei verwandelten Tempogegenstößen sich
zwei weitere Male wunderbar auf seiner Position durchsetzte bzw. einnetzte.

Das späte Erwachen der Ruchlosen resultierte unter Umständen ein wenig aus der Müdigkeit der
Gastmannschaft. Eine Minute vor Spielende war der Abstand auf ein Tor verkürzt (28:29). TMBW
vertändelte auf ihrer linken Angriffsseite überraschend schnell den Ball. Ein Querpass auf den
durchgestarteten J.R. war die Folge und dieser schaffte es mal wieder, die Murmel galant per Dreher
im Tor des Gegners unterzubringen.

Kurioserweise verschenkten die Tempelhofer den Ball im
folgenden Gegenangriff erneut. Anstatt die Zeit in Ruhe herunter zu spielen und am Ende des Spiels
abzuschließen, ergab sich für die Guten somit etwas unerwartet noch die Chance, in 13 Sekunden
den zweiten Punkt abzugreifen. Coach Marc, der alte Fuchs, zückte fix die grüne Karte, um den
letzten Angriff zu besprechen. Nach Wiederanpfiff wanderte die Pille auf Linksaußen und zurück in
den Rückraum. Dort versuchte J.B. ein Kreisanspiel auf den gut gedeckten Winand, dessen neue
Socken mittlerweile als „eingetragen“ betrachtet werden können. Trotz Personenschutzes gelang es
Winand, sich und den Ball zu behaupten. Gekonnt wandte er sich dem Tor zu. Im Abschluss fand er
allerdings ausgerechnet die Schienbeine des Goalies, von wo aus der Ball ins Aus sprang und die
Partie ihren letzten Höhepunkt gefunden hatte.

Ein jeder weiß sehr wohl, dass ein Punkt gegen das Tabellenschlusslicht in einem Heimspiel zu wenig
ist. In Anbetracht des Spielverlaufs kann die dritte Vertretung allerdings doch recht zufrieden sein
und ist mit einem blauen Auge davon gekommen. Sicherlich kann die Doppelbelastung aus Liga und
Pokal zu diesem Zeitpunkt der Saison eine nicht unwichtige Rolle gespielt  haben ;-)

Den Ruchlosen bleibt nun nur eine Trainingseinheit, bis es am Freitag auswärts zum Duell beim
Charlottenburger HC kommt. Dieser wurde, so wie auch TMBW, ebenfalls bereits zwei Mal in dieser
Saison bespielt und ist der Dritten somit bestens bekannt. Also, wer Freitagabend noch nicht viel zu
tun hat, ist gern gesehener Gast und zwar um 20 Uhr in der Sporthalle am Steinplatz (Uhlandstr.).

Selber schuld, wer das verpasst ist. Bis dahin, much love, good energy and great feelings.

Tschüss Ihr Hippies.

 

Kader:

Vincent von Frankenberg, Christian Cremer,Jörg Reichwald (6), Matthias Kölling , Jörg Brieger, Otto Erdmann (je 4), Nico Swientek, Hendrik Schmidt, Winand Sabelberg, Benjamin Geckle (je2), Luka Bender (1),Justus Hohwieler, Simon Beckmann, Niels Partey

SG OSF Berlin III - SG TMBW Berlin II
29:29 (14:17)