Spielbericht
Hbfr. Pankow   vs.   3. Männer

13.03.2016

Cause every little thing gonna be alright

Hbfr. Pankow

Hbfr. Pankow

32 - 20
SG OSF Berlin

3. Männer

Grüßt Euch Hippies,

der letzte sonntägliche Gottesdienstbesuch entfiel für die dritte Mannschaft der SG OSF, da die Handballfreunde Pankow zum Ligaspiel einluden. Anstatt sich alternativ zumindest leckeres Rührei mit Schnittlauch beim gemütlichen Brunchen mähdrescherartig reinzufahren, versammelten sich die Ruchlosen in der Morgendämmerung, um ihrer geliebten Leibesertüchtigung nachzugehen. Allerdings schafften es längst nicht alle Akteure, diesem Ereignis beizuwohnen. Zahlreiche Spieler fehlten Coach Marc Ruch aus diversen Gründen. Immerhin kehrten High Tower und Herr Krewenka aus ihren Ferien zurück und vergrößerten den Kader auf 10 mehr oder weniger einsatzfähige Feldspieler. Shorty und One-Hand-Matze hatten nämlich einen Tag zuvor Geburtstag gehabt und zumindest Letzterem war anzumerken, dass das Jubelfest zu seinen Ehren kurzweilige Spuren hinterlassen hatte.

Gute Erinnerungen hatte die Dritte an die Sporthalle im Velodrom. Vor knapp 2 Monaten wurde dort der damalige Tabellenführer Rotation Prenzlauer Berg überraschend bezwungen. Trotz der dezimierten Aufstellung und des frühen Spielbeginns, gab es also auch positive Vorzeichen. Zudem hatten die Guten nach dem Spiel beim CHC so einiges wieder gut zu machen.

In seiner Ansprache verwies Trainer Marc Ruch auf die handballerisch limitierte Qualität des Gegners und begann mit einer 5-1 Abwehrformation mit Hendrik auf der 1. Durch diese taktische Maßnahme sollte der Spielaufbau des Gegners entscheidend gestört und die Antagonisten an Abschlüssen aus dem Rückraum wirkungsvoll gehindert werden. Für das eigene Angriffsspiel galten die üblichen Vorgaben und die eingespielten Konzepte.

Bereits die Anfangsphase ließ nichts Gutes erahnen und es hatte den Anschein, dass etliche Akteure auf Seiten der Schöneberger in Gedanken dem verpassten Rührei nachtrauerten. Die Handballfreunde nahmen die geistige Abwesenheit ihres Gegners dankend an und erspielten sich mal schnell eine 0:6 Führung. Erste taktische Veränderungen und personelle Wechsel bei den Ruchlosen brachten leider nicht die erwünschte Besserung. Beim Zwischenstand von 3:8 nach ca. 20 Minuten flog die grüne Karte auf den Tisch. Übungsleiter Ruch, deutlich um Haltung bemüht, nahm weitere Änderungen vor und drohte seinen Schützlingen mit Straftraining. In der Folge konnte seine Mannschaft immerhin den eigenen Torerfolg verdoppeln. Wie zu erwarten war, überzeugte die Heimmannschaft nicht zwingend durch spielerische Klasse. Dennoch wussten sich die Pankower geschickt in 1 vs. 1 Situationen durchzusetzen, trafen mehrmalig aus Tempogegenstößen und hatten in ihren Rechts- wie Linksaußen zwei sehr sichere Schützen. Mit einem mehr als schmeichelhaften 6:13 wurde zur Halbzeitpause gebeten.

Überraschend ruhig, fast tröstend klangen die Worte des Trainers in der Kabine. Während sich die Abwehr im Laufe des ersten Durchgangs halbwegs stabilisiert hatte, ließ der Angriff jegliche Torgefahr vermissen. In diesem Zusammenhang wurde auch auf drei verworfene 7 Meter sowie zahlreiche technische Fehler hingewiesen, die vor allem in zwei aussichtsreichen Tempogegenstößen wehtaten. Mit etwas mehr Konzentration hätte der Abstand also geringer ausfallen können.

Absoluter Siegeswille war bei den Akteuren der dritten Vertretung allerdings nicht wirklich zu verspüren. Als nach Wiederanpfiff Pankow die Führung auf 8:19 (!) hochschraubte, ließen die Ruchlosen vollends die Köpfe hängen. Zwar kam man vorne in teils unorthodoxer Spielweise häufiger zu Torerfolgen. Dafür ähnelte die Abwehr nun aber einem offenen Scheunentor. Viel mehr gibt es zur zweiten Halbzeit nicht zu sagen. Pankow spielte sich in einen Torrausch, während die Schöneberger wie begossene Pudel dreinblickten. 14:19 ging die zweite Halbzeit verloren, was nach Adam Riese und Eva Zwerg einen Endstand von 20:32 ergibt.

No-Fun-Fact: Pankow benötigte lediglich 6 Torschützen, um ihrem Gegner eine Packung zu verpassen. Auf anderer Seite trafen von 10 ruchlosen Feldspielern immerhin 9. Im Vergleich zu den Handballfreunden ist das eine Steigerung von 50%. Man könnte es auch anders ausdrücken und die Hypothese aufstellen, dass das Spiel Unentschieden hätte ausgehen können, wäre am besagten Tag der Linksaußen der Heimmannschaft nicht erschienen – 12 Treffer!

Sicherlich lag es nicht am Ausbleiben des Sonntagsgebets im Gotteshaus der Wahl und auch nicht an der verfrühten Uhrzeit. Ebenso darf der Verzicht von Haftmittel nicht als Argument für diese rabenschwarze Leistung (à technische Fehler!) gelten, hatte man in gleicher Halle zuvor doch bereits gegen Rolle gewonnen. Wie und weshalb der dritten Vertretung binnen weniger Wochen solch ein Leistungsabfall gelang, wird in den kommenden Trainingseinheiten mit Sicherheit thematisiert und angemessen analysiert. Bis dahin lecken sich die Guten ihre Wunden, besinnen sich auf den Sinn des Lebens und hören dabei in aller Ruhe Bob Marley.

 

Peace and Love für Euch da draußen. Tschüss Ihr Hippies!

 

Statistik:

Christian Cremer, Jörg Reichwald (5/4), Simon Beckmann (3), Jörg Brieger (3), Marco Krause (2/1), Hendrik Schmidt (2), Nico Swientek (2), Matthias Kölling (1), Otto Erdmann (1), Nikolai Krewenka (1), Tilman Wiesner

Hbfr. Pankow - SG OSF Berlin III
32:20 (13:6)