Spielbericht
1. Männer   vs.   Bad Doberaner SV

24.04.2016

Hart erkämpfter Sieg im vorletzten Heimspiel

SG OSF Berlin

1. Männer

22 - 21
Bad Doberaner SV 90

Bad Doberaner SV

Die 1. Vertretung der Schöneberger Männermannschaften besiegte vergangenen Sonntag zu früher Stunde die starken Gäste des Bad Doberaner SV denkbar knapp mit 22:21. Dabei war man selten so knapp davor, erstmalig zu Hause Punkte abzugeben.

Vor Spielbeginn konnte man erkennen, dass nach wie vor erfolgreiche Jugendarbeit bei der SG betrieben wird, da gleich mehrere Jugendmannschaften aufgrund ihrer guten Platzierung geehrt wurden. Die 1. Männermannschaft wünscht den erfolgreichen Mannschaften weiterhin gutes Gelingen auf ihrem weiteren Werdegang!

Von vornherein war den Schönebergern bewusst, dass mit dem Bad Doberaner SV auch in Anbetracht der letztjährigen Heimergebnisse einer der schwierigsten Gegner auf die SG warten würde, der die Schöneberger mit seiner sehr kompakten und aggressiven Deckung kombiniert mit einem extrem lange und geduldig ausgespielten Angriff vor große Probleme stellen kann. Auch die Ergebnisse des Gegners seit einigen Spielen, wo sie wieder in Vollbesetzung auflaufen konnten, ließen aufhorchen und bei den Berlinern Vorsicht walten.

Das Spiel liest sich fast wie eine Kopie des vorigen Heimspiels gegen Grünheide. In der ersten Halbzeit rissen die Berliner die Kontrolle über das Spiel schnell an sich. Die Gäste aus dem hohen Norden versuchten fast ausschließlich über den Kreis zum Erfolg zu kommen und spielten das auch noch recht durchsichtig. So konnte die SG über Ballgewinne und schnelle Konter mit hohem T(h)empo immer wieder Nadelstiche setzen und sich bereits nach wenigen Minuten einen komfortablen Vorsprung erspielen.

Bei den Spielständen 6:2 und 10:5 schien sich bei der Heimmannschaft eine gewisse Zufriedenheit einzustellen, da man den Gegner vor allem in der Defensive klar beherrschte. Die abgezockten Gäste ließen sich dadurch jedoch nicht beeindrucken, witterten ihre Chance und stabilisierten nun ihrerseits die Deckung, durch die nur noch wenig durchkam. Auch Überzahlsituationen spielten die Berliner nun vorne wie hinten unkonzentriert. Resultat des Ganzen war, dass die Möglichkeit auf eine beruhigende und den Gegner zum Nachdenken zwingende Halbzeitführung verspielt wurde und statt eines möglichen 3- oder 4-Tore-Vorsprungs nur mit 12:10 in die Halbzeit gegangen wurde.

Nach Wiederanpfiff zeigte die SG ihr bisher gänzlich unbekanntes zweites Gesicht, das bereits in der vorigen Wochen gegen Grünheide zum Vorschein gekommen war. Hinten nach wie vor mit Problemen gegen das verschleppte Tempo der Gäste kämpfend, ließ man sich vorne mehr und mehr den Schneid abkaufen. Entgegen der vorherigen Absprachen versuchte man es öfter und öfter über den stabilen Innenblock der Gäste, obgleich die Schwachstelle in der Deckung der Gäste eigentlich nicht zu übersehen war.

So fingen die Mannen von Lars Rabenhorst unter kräftiger Mithilfe der Unparteiischen den ein oder anderen Ball ab, wo es aus Schöneberger Sicht auch durchaus einmal einen Pfiff hätte geben können, und plötzlich sah man sich nach zwischenzeitlichem Ausgleich von 15:15 einem 17:20 Rückstand gegenüber, wobei die SG einen ziemlich planlosen Eindruck hinterließ. Es ist der Mannschaft, die an diesem Tag offensiv wohl ihre schwächste Leistung der Saison zeigte, hoch anzurechnen, dass man sich durch die größer werdende Härte der Gäste nicht weiter einschüchtern ließ, sondern weiter voll draufging, wohl in der Hoffnung, dass es die entsprechenden Pfiffe dann doch geben würde.

Und genauso sollte es kommen: eine Überzahlsituation nutzen die Hausherren zu einem 3:0 Lauf und ließen sich dabei auch dadurch nicht beirren, dass die Zeitspielregelung nur für eine der beiden Mannschaften zu zählen schien. Zwei weitere Treffer zur Führung vom 22:20 und ein innerhalb dieser Phase unbezwingbarer Marvin Rothe sorgten dafür, dass die Punkte im Sachsendamm blieben. Leider machte auch Marcel Buchholz in den Schlussminuten noch Bekanntschaft mit der Defensive der Hausherren, der ihm einen ordentlichen Cut am Auge einbrachte. Gute Besserung an dieser Stelle. Bad Doberan konnte in den Schlussekunden noch auf einen Treffer verkürzen, der den Sieg aber nicht mehr in Gefahr brachte.

Somit behauptet die SG weiterhin Tabellenplatz 2 und steht nun vor den letzten drei Spielen der laufenden Saison, darunter ein Nachholspiel gegen den BfC Preußen Berlin.

Die aufgrund der Tabellensituation vermeintlich leichte Aufgabe erwies sich im Hinspiel als alles andere als dies: Mit großer Mühe und schlechter Defensivleistung setzten sich die Schöneberger damals mit 38:31 durch und konnten froh sein, im Angriff einen sehr guten Tag erwischt zu haben, sonst hätte das Spiel auch gerne andersherum ausgehen können.

Anpfiff ist am kommenden Mittwoch um 20 Uhr in der Seydlitzstraße in Berlin Steglitz. Ein paar Zuschauer zu dieser ungewohnten Uhrzeit sind gerne gesehen.

1. Männer - Bad Doberaner SV
22:21 (12:10)

Aufstellung:
Marvin Rothe (TW), Marcel Buchholz (3), Maik Clausen (3), Marius Wessel (3), Quoc Cuong Le (2/1), Moritz Weber (2), Philipp Wieschollek (2), Robert Kohrs (2), Philipp Böttcher (1), Manuel Frank, Fabio Baumert, Julien Groenendijk, Dorian Schnabel, Tobias Erdmann