Spielbericht
3. Männer   vs.   TuS Hellersdorf II

18.09.2016

Mobby Dick

SG OSF Berlin

3. Männer

29 - 22
TuS Hellersdorf

TuS Hellersdorf II

Bonjour liebe Hippies,

der vergangene Sonntag stand ganz im Zeichen der Berliner Wahlen, Handball wurde jedoch auch gespielt. Dabei sackte die dritte Mannschaft der SG OSF in ihrem ersten Heimspiel der Saison weitere zwei Zähler ein, musste um diese aber wesentlich intensiver arbeiten als zunächst angenommen. Aber der Reihe nach.

Gegenüber dem Saisonauftakt gegen Narva IV vergangene Woche kehrte Torhüter Swientek Sr. zurück und komplementierte zusammen mit Lehrkörper Cremer das alteingesessene Duo. Des Weiteren waren die Außenspieler One-Hand und Two-Times formely known as Dr. Menge am Start. Ebenfalls stand das Nachwuchstalent Niels (Wahl-)Partey nach längerer Urlaubspause wieder zur Verfügung. Pausieren durften dafür Mr. Geckle, Shorty und CoGo. Wohl dem, der sich sowas leisten kann!

Der Gegner TuS Hellersdorf II war aus der letzten Spielzeit bestens bekannt. Beide Teams begegneten sich damals in der Landesliga. Die Aufeinandertreffen gewannen jeweils die Schöneberger. Wie die Ruchlosen gaben auch die Gäste den direkten Wiederaufstieg als Saisonziel aus, gewannen ihr erstes Spiel allerdings nur hauchdünn. Ins Auge fiel der/dem geneigten Zuschauer_in zudem der quantitativ schwach besetzte Kader der Hellersdorfer. Auf dem Spielberichtsbogen des Antagonisten blieben gar vier Plätze frei.

Coach Marc Ruch ließ seine Schützlinge mit einem 6-0 Abwehrverbund starten. Unter der Woche zeigte sich die 3-2-1 Deckung im Trainingsspiel gegen die eigene A-Jugend noch arg löchrig und anfällig für Gegentore. Trotz klarer Instruktionen und einem gesunden Selbstbewusstsein starteten die Schöneberger nervös in die Partie. Zwar konnten Ballgewinne in der Defense verzeichnet werden, doch gab man den gewonnen Ball aufgrund technischer Unzulänglichkeiten postwendend an die Gegenspieler zurück. Ebenfalls sorgten schlecht getroffene Entscheidungen im Angriff für eine recht übersichtliche Torausbeute. Einzig J.B. war es, der gleich zu Beginn Normalform zeigte und sich des Öfteren ganz wunderbar im 1-vs.-1 durchzusetzen vermochte. Bis zum 4:4 legten zunächst immer die Gäste vor, deren Führung umgehend von den Guten egalisiert wurde. Bei den Ständen 6:4, 8:5 und 10:7 nach ca. 20 gespielten Minuten wähnte sich der Hausherr wohl bereits in seichten Gewässern, doch das war eine falsche Annahme. Hellersdorf kämpfte beherzt und ließ den Abstand nicht größer werden. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die ersten zwei Strafminuten gegen die Ruchlosen verhängt, das folgende Wechselspielchen – Torwart für Feldspieler - brachte zwar für Kurzweil das Schiedsrichtergespann aus der Fassung, nicht aber des Gegners Abwehrreihe, welche, wie bereits ein Spieltag zuvor, nach gekonntem Ballgewinn diesen aus der eigenen Hälfte ins Tor bugsierte. Spätestens beim 13:13 und nach dem fast unnatürlichen Anschwellen der Halsschlagader von Coach Marc Ruch auf die Größe seiner eigenen Ballpumpe sollte jeder Akteur bemerkt haben, dass noch lange nichts entschieden war. Zumindest konnte die bisherige Führung in Höhe von 15:14 in die Pause gerettet werden.

Recht angefressen ob des bisherigen Spielverlaufs tadelte der Übungsleiter seine Mannschaft und drohte mit dem Aussetzten des obligatorischen Aufwärmens in der nächsten Trainingseinheit. Im Detail wurden im Angriffspiel die technischen Fehler hervorgehoben und kritisiert, schlechter kam jedoch die eigene Abwehrleistung weg. Zu geringes Verschieben, schlechtes Zweikampfverhalten und mangelnde Konzentration wurden angemerkt. Zwar wurde bereits im Spiel auf eine 5-1 Deckungsformation umgestellt, doch taten sich die Ruchlosen damit ebenfalls schwer. Neben der Standpauke sollten vor allem die Einwechselungen des bereits erwähnten Two-Times und von High Tower Verbesserung bringen.

Die zweite Halbzeit startete zunächst recht vielversprechend. Die Abwehr schien sich gefunden zu haben und ließ den Anweisungen Taten folgen. Niels Partey(-people) brachte Ruhe ins Angriffsspiel und J.B. und High Tower tankten sich mehrmalig erfolgreich durch. In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff konnten sich die Guten auf 18:14 absetzten. Bedingt durch mehrmaliges Unterzahlspiel und das neuerliche Eintreten des Schlendrians aus der ersten Halbzeit wurde Hellersdorf II herzlichst eingeladen wieder mitzumachen. Der Gast nahm dankend an und kämpfte tapfer weiter. 20:18 und 23:21 waren die weiteren Zwischenstände. Schlüsselszene könnte dann der vierte von insgesamt fünf Strafwürfen gewesen sein. Nachdem One-Hand bereits Nerven gezeigt und die Pille an den Pfosten gesetzt hatte, durfte sein Compagnon Two-Times ran. Der ballerte die Kugel ebenfalls volle Pulle gegen das Aluminium, allerdings betrat vor seinem Wurf ein Abwehrspieler den Neun-Meter-Kreis. Klare Sache für die jungen Schiedsrichter: Der Wurf wird wiederholt und der Übeltäter gar mit zwei Strafminuten auf die Bank verwiesen. Obwohl der Schütze beim zweiten Versuch das Kunststück fertig brachte neben das Tor zu werfen, kam der Umstand des Überzahlspiels selbstverständlich den Ruchlosen zugute. Pfiffen die Antagonisten langsam aber sicher aus den letzten Löchern, konnte die Abwehr in Zusammenarbeit mit dem stark haltenden Swientek Sr. im Tor nun endlich den Kasten weitestgehend sauber halten. Durch mehrere Tempogegenstöße schraubte  man die Führung im Schlussteil hoch und fuhr mit einem Endstand von 29:22 die zwei Punkte ein.

Obwohl die Hellersdorfer in ihren spielerischen Elementen recht limitiert wirkten und der Gegner im Grunde bekannt war, taten sich die Akteure der Dritten unheimlich schwer gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft. Über 60 Minuten hinweg mangelte es sowohl an einem konstant guten Angriffsspiel, als auch an einer sicher stehenden Abwehrformationen. Das Team um Coach Marc Ruch unterliefen ungewöhnlich viele Fehler und konnten froh sein, dass Hellersdorf nur mit 10 Spielern angereist ist.

Der nächste Spieltag hält einen echten Knüller für Euch bereit, denn dann treffen die Guten zur etwas ungewöhnlichen Anwurfzeit (19:10 Uhr) am Samstag auf SCC (Halemweg 24). Die Charlottenburger sind ebenfalls mit zwei Siegen in die Saison gestartet und rangieren auf Grund des schlechteren Torverhältnisses auf Platz drei hinter den Ruchlosen. Es wird sicherlich spannend. Wir sehen uns also dort. Wir freuen uns.

Kommt gut durch die Woche. Tschüss, Ihr Hippies.

 

Statistik:

Christian Cremer, Markus Swientek, Jörg Brieger (7 Tore), Simon Beckmann (5), Nico Swientek (5), Matthias Kölling (4), Felix Menge (3), Feix Kloss (2), Fabian Stachowiak (1), Tilman Wiesner (1), Niels Partey, Gregor Herdmann, Stefan Meyer, Luka Bender

SG OSF Berlin III - TuS Hellersdorf II
29:22 (15:14)