Spielbericht
2. Männer   vs.   HSG Kreuzberg

18.09.2016

Wieder bescheiden gewonnen. Aber gewonnen.

SG OSF Berlin

2. Männer

31 - 21
HSG Kreuzberg

HSG Kreuzberg

Liebe Gemeinde,

das erste Heimspiel der 2. Männer der SG OSF kann, wie bereits das erste Saisonspiel, als glanzloser, aber ungefährdeter Sieg abgehakt werden.

Nachdem sich zuvor bereits die dritte Auswahl als überlegen gegenüber Hellersdorf bewiesen hatte, behauptete man sich gegen die HSG Kreuzberg mit 31:21(17:11) und brachte den nächsten Schritt Richtung Wiederaufstieg hinter sich.
Der Stadtligaaufsteiger HSG Kreuzberg setzte sich im ersten Saisonspiel ähnlich deutlich wie die 2. Männer – mit 8 Treffern mehr – gegen ihren Gegner Hermsdorf durch und titulierte das Spiel schon etwas vorschnell als „Spitzenspiel“.
Ebenfalls ähnlich wie am vergangenen Wochenende verlief die Anfangsphase: schleppend. Die vom Trainergespann aufgestellte Devise lautete zwar, dem Gegner von Anfang an durch Härte in der Abwehr und Schnelligkeit im Angriff klarzumachen, dass hier keine Chance bestehe. Allerdings stand nach einem guten Drittel der Halbzeit nur ein Spielstand von 4:3 auf der Anzeige und so richtig konnte man diese Message erstmal nicht übermitteln. Doch zum Glück zeigten beide Torhüter ein Spitzenspiel – wobei an kurz geworfenen Bällen von Rechtsaußen wohl noch gearbeitet werden muss – und der Angriff wurde trotz der ein oder anderen Rutschpartie immer sicherer, so dass man sich über 8:3 und 12:6 zu einem soliden 17:11 zur Halbzeit absetzte.


Mit dem Halbzeitstand könnte man sich zwar zufrieden geben, aber gänzlich überzeugend wirkte das Spiel unserer Equipe nicht. Liegengelassene Chancen, Auseinandersetzungen mit den Gegenspielern und ein höherer Anspruch trübten das Gesamtbild. Die Kreuzberger spielten teilweise harten Handball und die Schiris ließen viel laufen, allerdings machte man sich das auch in den eigenen Abwehrreihen zu Nutze. Zu diesem Zeitpunkt war eigentlich schon klar, dass das Ärgerlichste, was einem noch Blühen könnte, Geldstrafen für das Meckern wären. Manch einer hatte wohl aufgrund der Härte und der sporadischen Fehlentscheidung sein Gemüt nicht ganz im Zaum, aber es blieb bei mündlichen Verwarnungen durch die unsicher wirkenden Unparteiischen.


In der Pause wurden die üblichen Floskeln in der Kabine ausgesprochen: mehr Konzentration in der Abwehr, mehr Konsequenz im Angriff etc. pp. Eine konkrete Vorgabe gab es allerdings auch: unter 20 Gegentoren bleiben.


Das gelang am Ende zwar nicht ganz, aber die Zweite lies auch nichts mehr anbrennen. Der „knappste“ Zwischenstand lautete 22:16 und von da an vergrößerte man den Vorsprung bis zum Ende auf das Ergebnis 31:21. Was dem Spiel an Spannung fehlte, lieferten die Reiberein zwischen den beiden Truppen. Völlig unnötigerweise ging man sich wortwörtlich an den Kragen oder ließ sich zu Wortgefechten hinreißen. Am Ende vertrug man sich zwar, aber bei so einem deutlichen Vorsprung kann eine Partie auch cooler zu Ende gebracht werden.


Um weitere Parallelen mit vergangenem Wochenende zu ziehen: trotz des eigentlich deutlichen Ergebnisses konnte das Spiel die Beteiligten nicht ganz zufrieden stellen. Sicherlich auch bedingt durch die bereits erwähnten Kabbeleien, aber im Endeffekt hat man wohl einfach einen höheren Anspruch an sich als die Leistung, die man zur Zeit auf die Platte bringt.
Vor allem mit Perspektive auf das nächste Spiel, bei dem mit Jonas und Böttcher zwei wichtige Akteure fehlen, gilt es noch einige Unstimmigkeiten auszubügeln. Seien es nun Laufwege, auch im Hinblick auf die neuen Spieler, oder Absprachen in den verschieden Abwehrsystemen.


Wichtig bleibt, dass man sich nicht von der Landesliga einlullen lässt und allzu sehr an deren Niveau anpasst. Immerhin soll der Aufstieg ungefährdet klappen und auch die nächste Saison, dann ja hoffentlich in der Verbandsliga, besser laufen als die Vergangene. Aber das wurde ja bereits vergangene Woche detailliert diskutiert. Schade, dass das mit der Unaufgeregtheit an der Wahlurne nicht ganz geklappt hat. Immerhin konnte man die Quote bei den 7-m-Würfen steigern, allerdings ohne dabei wirklich souveräner vom Strich zu wirken. Positiv hervorzuheben ist das relativ ausgeglichene Trefferbild. Fast jeder Spieler durfte einmal jubeln, nur Benni wurde verletzungsbedingt von seiner Pflicht entbunden.


Nächste Woche heißt es dann, mit hoffentlich zahlreicher Unterstützung durch die A-Jugend: Z88 auswärts besiegen. Keine leichte Aufgabe, tut man sich ohne Kleber doch merklich schwerer und hat einen durch fehlende Kernspieler - hoffentlich nicht empfindlich - geschwächten Rückraum. Anpfiff ist am Samstag um 19 Uhr.
es spielten:

Felix Volz (TW), Hagen Way (TW), Jörg Reichwald (6), Philipp Böttcher (6), Jonas Römer (4), Martin Eitner (4), Manuel Manteuffel (3), Steffen Giebeler (2), Hendrik Schmidt (2), Zacharias Ahmed (2), Julian Tiedtke (1), Dustin Höfer (1), Benjamin Noichl

SG OSF Berlin II - HSG Kreuzberg
31:21 (17:11)