Spielbericht
3. Männer   vs.   SG AC/Eintracht Berlin

01.10.2016

Happy Börthday

SG OSF Berlin

3. Männer

26 - 23
SG AC/Eintracht Berlin

SG AC/Eintracht Berlin

Viele liebe Grüße an Euch Hippies da draußen!

Es gibt viel zu berichten; war ja kaum einer von Euch da ;-)

Wettertechnisch zeigte sich der erste Oktobertag herbstlich. Viel Regen und viel Grau, die sommerlichen Züge der letzten Wochen und Tage gehören wohl gänzlich der Vergangenheit an. Einem war das aber total egal. Denn Coach Marc Ruch himself feierte seinen Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch. Bleib fröhlich und gesund und so wie du bist.

Als kleines Geschenk hielt der HVB die Ansetzung gegen den bis dato ebenfalls ungeschlagenen Tabellenführer SG AC Eintracht Berlin aus dem Wuhletal bereit. Allerdings hätten die Voraussetzungen aus Sicht der Guten durchaus besser sein können. Torhüter Swientek Sr. hatte sich entschieden, am Spielabend seinen runden Geburtstag gebührend nachzufeiern. Um diesem Event einen gerechten Rahmen setzen zu können, lud er gefühlt die halben Mannschaft ein. So fehlten neben dem Goalie zusätzlich der zuletzt treffsichere J.B. sowie Shorty. Der eigene Filius Swientek Jr. rang sich erfreulicherweise  dazu durch, zum Spiel zu kommen und den Feierlichkeiten erst später beizuwohnen. Urlaubsbedingt mussten die Ruchlosen zudem auf ihren Terrier sowie CoGo verzichten. Insgesamt konnte der Übungsleiter gerade mal 11 Akteure seines breiten Kaders aufbieten.

Eintracht zeigte ein stark verändertes und vor allem verjüngtes Gesicht. Hielten die Wuhletaler vergangene Spielzeit noch mit Ach und Krach bzw. dank des Torverhältnisses die Spielklasse, wurden den Sommer über augenscheinlich gute Strukturen geschaffen und eine konkurrenzfähige Truppe aus jungen und betagteren Spielern aufgebaut. Mit breiter Brust und vollem Kader präsentierte sich der Primus beim Warmmachen.

Da kurz vor Spielbeginn der Geisberg mit lediglich vier Besucher_innen der Gastmannschaft gefüllt war und die Ruchlosen den Aufgaben der technischen Organisation nicht ganz nachkamen, mussten zunächst die Akteure Felle und Mr. Bender am Kampfgerichtstisch Platz nehmen. An dieser Stelle möchten wir einen kleinen Hinweis loswerden: Bevor sich Hinz und Kunz aus dem Radio über 1000 Gefällt-Mir-Klicks auf einer einschlägigen Social-Mediaplattform freuen (2020 Champions Leauge? Wirklich???), hätte es wesentlich mehr Stil und würde für erhöhtes Identitätsgefühl sorgen, wenn die vereinseigenen Mannschaften beim Nachgehen unserer aller Lieblingssportart auch besucht und unterstütz werden. Immerhin fanden im Laufe der Anfangsphase fünf Edelfans den Weg in die Halle, von denen zwei dann auch gleich die Aufgaben des Zeitnehmers und des Sekretärs wahrnahmen. Viele Dank für den spontanen Einsatz.

So, nun aber zum Spielgeschehen: Die Schöneberger begannen mit ihrer zuletzt besser funktionierenden 5-1 Abwehrformation und zeigte von Anfang an die nötige Bissigkeit in der Defensive. Im Angriff wurde Mr. Geckle durch Ilse ersetzt, welcher sich der Geschicke annahm und die Spielkonzepte wie am Fließband abspulte. Swientek Jr. aus dem Rückraum sowie Winand am Kreis sorgten für die nötige Durchschlagskraft. Darüber hinaus zeigten sich beide Mannschaften hoch motiviert und gingen von Beginn an ein hohes Tempo. Abschlussschwächen sowie technische Unzulänglichkeiten blieben jedoch auf beiden Seiten nicht aus. Dies schlug sich auch auf den gemächlich wachsenden Spielstand aus. Über ein 3:3 konnten sich die Ruchlosen beim Stand von 6:4 erstmals ein kleines Polster erarbeiten. Der Antagonist, zu Beginn noch etwas überfordert mit der gut agierenden Schöneberger Abwehr, kam jedoch besser ins Spiel und war stets darauf bedacht, den Abstand nicht anwachsen zu lassen. Einzelne Szenen oder Spieler können im Grunde nicht hervorgehoben werden. Beide Teams ackerten als Kollektiv, einzig der allein pfeifende Referee machte mit der einen oder anderen getroffenen Entscheidung auf sich aufmerksam. Über ein zwischenzeitliches 8:8 ging es mit einer 12:10 Führung in die Halbzeitpause.

Für den Übungsleiter Marc Ruch gab es gar nicht so viel zu bemängeln bzw. zu korrigieren. Sowohl Ilse als auch sein Compagnon Niels (Feiertags-)Partey organisierten das Angriffsspiel gut von der Mitte aus. Einzig die Abschlüsse der dritten Vertretung blieben zu kritisieren und ggf. wurden hier und da nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Zudem wurde durch das Angriff-Abwehr-Wechselspielchen das Zweite-Welle-Konzept arg vernachlässigt.

Was die Abwehr anbelangte, so sollte noch stärker verschoben und ausgeholfen werden. 10 Gegentore in einer Halbzeit gegen den stärksten Angriff der Liga ist sicherlich ein gutes Ergebnis. Dennoch schlichen sich Fehler ein, vor allem wenn der Gegner einen zweiten Spieler an den Kreis schickte. Eine bessere und konkretere Absprache sollte diesbezüglich Abhilfe schaffen.

Nach Wiederaufnahme des Spiels hatte vor allem der Gast so seine Probleme in eben jenes wieder zurückzufinden. Schwache Abschlüsse des Gegners erlaubten den Schönebergern die Führung auszubauen. 16:11 und 17:13 lauteten die komfortablen Zwischenstände. In dieser Phase bestach vor allem Winand, der sich mehrmals im 1 vs. 1 durchtankte und mit seiner linken Klebe gar aus dem Rückraum zu treffen vermochte.

Mit zunehmender Spielzeit zeigten sich auf beiden Seiten erste Verschleißerscheinungen. Allerdings  ließen sich die Teams nicht davon abhalten, das intensiv geführte Spiel in irgendeiner Weise zu beruhigen. Beide Abwehrreihen langten ordentlich zu und für den Schiedsrichter war es nicht immer leicht den Überblick zu behalten.

Mit Beginn der Schlussphase machte sich ebenfalls der dezimierte Kader der Ruchlosen bemerkbar. Eintracht kämpfte beherzt weiter und ließ den Vorsprung kontinuierlich schrumpfen. Die dritte Vertretung spielte zwar weiterhin die Konzepte durch, doch fehlte nun des Öfteren der entschiedene Zug zum Tor. Nach dem 20:16 waren die Wuhletaler spätestens beim 23:21 wieder im Rennen und sichtlich bemüht, das Spiel noch für sich zu entscheiden.

Nach dem Anschlusstreffer von Eintracht zum 23:22 entschlossen sich die Antagonisten auf eine Manndeckung zu wechseln. Bei noch ca. 80 Sekunden Spielzeit kam es dann zu einer gewissen Schlüsselszene. Swientek Jr. versuchte sich von halblinker Position durchzutanken und entschloss sich dann kurz vor Wurfkreis irgendwie den Ball auf Winand am Kreis „abzulegen“. Der Pass war dermaßen schlecht angesetzt, dass nicht einmal die Gegenspieler wussten für welchen Adressaten die Pille genau bestimmt war. Sie freuten sich schon wie Bolle über den gewonnen Ballbesitz. Sekunden zuvor hatte Coach Marc Ruch jedoch die grüne Karte gelegt und das Time-Out eingereicht. Aus subjektiver Sicht lief dies Regelkonform ab und der Schiedsrichter entschied nach kurzer Rücksprache mit dem Kampfgericht die Auszeit zu geben. Diese Situation hätte unter Umständen auch anders ausgehen können und dann hätten die Guten aber mal dumm aus der Wäsche geguckt.

So blieb der Ball jedoch in eigener Reihe und nach einem Foulspiel verwandelte Swientek Jr. seinen dritten Strafwurf in Folge sicher. Ein weiterer Garant in der Schlussphase war Lehrkörper Cremer, der sich selbst für die gezeigte Leistung in 50 Minuten allerhöchstens die Schulnote 4 (ausreichend!) zuschreiben dürfte, in der Schlussphase allerdings überragend zwei bis drei Würfe wegsteckte und damit wesentlich zum Erfolg beitrug.

In ihrem letzten Angriff unter Zeitdruck verspielte Eintracht den Ball und die Schöneberger trafen über Ilse noch ein weiteres Mal zum 26:23 Endstand.

Spielerisch verlief das Spitzenspiel zu meist auf ganz „okayem“ Stadtliganiveau, kämpferisch (An dieser Stelle soll nun auch mal Tilli erwähnt werden,  welcher zur schreibenden Zunft gehört und sich ungern selber erwähnt, aber in puncto Kampf und Schlagabtausch meist an vorderster Front zu finden ist und diesmal auch äußerlich gezeichnet das Spiel beendete),lieferten sich die Mannschaften jedoch einen spannenden und beherzten Schlagabtausch aus welchem die dritte Vertretung als glücklicher, aber nicht unverdienter Sieger hervorging. Etwas schade, dass zu dieser Ansetzung nur ein Schiedsrichter gefunden werden konnte, der zwar guten Willen zeigte, mit seinen getroffenen Entscheidungen auf beiden Seiten leider nicht immer ganz richtig lag. Umso schöner dann die Szenen der Beteiligten nach dem intensiv geführten Spiel. Eintracht Berlin nahm die Niederlage sportlich an und gratulierte zum Sieg sowie zum Wechsel an der Tabellenspitze.

Die Ruchlosen ihrerseits mussten auf drei Leistungsträger verzichten und traten mit dezimiertem Kader an. Die Mannschaft präsentierte sich jedoch als starkes Kollektiv, alle Spieler übernahmen Verantwortung und trugen ihren Teil zum Sieg bei und sorgten somit für ein wunderbares Geburtstagsgeschenk für ihren Trainer, oh yes!

Nächstes Wochenende steigt dann auch die Dritte in den Pokalwettbewerb mit ein. Am Samstagabend um 20 Uhr spielt man in Reinhold-Meyerhof-Sporthalle gegen die zweite Mannschaft des VFL Lichtenrade. Man darf gespannt sein, ob das drin ist, was drauf steht. Kommt vorbei! Die erste Spielt übrigens direkt davor ihr Ligaspiel gegen Lichtenrade. Könnte also ein lohnenswerter Ausflug werden.

 

Tschüss, Ihr Hippies.

 

Statistik:

Christian Cremer (2 gehaltene sieben Meter von 3), Nico Swientek (9/3), Winand Sabelberg (5), Felix Kloss (3), Matthias Kölling (2/1), Niels Partey (2), Tilman Wiesner (2), Luka Bender (1), Fabian Stachowiak (1), Benjamin Geckle (1), Felix Menge

SG OSF Berlin III - SG AC/Eintracht Berlin
26:23 (12:10)