Spielbericht
1. Frauen   vs.   SG Hermsd.-Waidm.lust

08.10.2016

Erste Punkte im vierten Spiel

SG OSF Berlin

1. Frauen

29 - 22
SG Hermsd.-Waidm.lust

SG Hermsd.-Waidm.lust

Endlich erfolgreich. Am vergangenen Samstag konnten die First Ladies der SG OSF im Oberliga-Duell mit den Damen der SG Hermsdorf/Waidmannslust die wichtigen ersten Punkte der Saison verbuchen. Hier der Bericht aus den Reihen der Damen.

Beim Blick auf die Spielpaarungen der 1. Frauen zu Beginn der Saison hätte dem langjährigen interessierten Verfolger der Ostsee- Spree-Liga klar sein müssen, dass das Anfangsprogramm der  OSF – Damen nicht zwingend zum Punktehagel führen würde. Der Saisonauftakt erfolgte mit einer deutlichen Niederlage (35:24) beim Aufstiegsaspiranten in Schwerin, woraufhin eine Woche später zu Hause nach großem Kampf und am Ende zu wenig Fortuna gegen den amtierenden Meister wieder nix Zählbares auf der Habenseite zu verbuchen war (31:34). Die Negativserie wurde schlussendlich mit der Auswärtsniederlage in Neubrandenburg gekrönt (32:22), die dann dafür sorgte, dass auch das letzte stoische Gemüt langsam nervös wurde. Die Stimmung im Keller, die Mädels von Selbstzweifel zerfressen. Nun sollten gegen die Hermsdorferinnen, wenngleich nicht mit der besten personellen Ausgangslage im Rückraum, die ersten Punkte ganz dringend her. Die bisherige Statistik gegen die Nordberlinerinnen las sich ausgeglichen und wenig aussagekräftig. In den vorangegangen zwei Spielzeiten konnte man jeweils die Auswärtsspiele gewinnen, ließ die Punkte jedoch vor heimischen Publikum gerne liegen. Es hieß also die Arschbacken zusammenzukneifen, sich auf alte Stärken zu besinnen und vor allem als Team zu agieren. Die Hermsdorferinnen hingegen hatten einen besseren Start in die Liga zu verzeichnen, konnten u.a. in Neubrandenburg Punkte holen und beeindruckten gegen Rostock mit engagierter und überdurchschnittlich guter Leistung.

Hochmotiviert starteten wir in die erste Halbzeit, die sich bis zum 3:3 als ausgeglichen und auf unserer Seite zu einer One-Women-Show von Kati Hinz gestaltete. In der Folge konnten wir uns mit einem kleinen Zwischenspurt auf 8:3 absetzen und inzwischen durften sich auch weitere Akteure im Spielberichtsbogen eintragen. Dank aufopferungsvoller Deckungsarbeit, die an der einen oder anderen Stelle zukünftig sicherlich noch ausbaufähig ist – wenn man raustritt, muss man auch irgendwann wieder zurück arbeiten –, provozierten wir einige technische Fehler auf der Seite der Gegnerinnen und konnten somit Ball um Ball für uns behaupten. Im Angriff war im ersten Durchgang das Spiel mit zwei Kreisläuferinnen das Mittel der Wahl, die in Person von Elli Gerspach und Suse Rutschow die gegnerische Abwehr vor eine schwierige Aufgabe stellten. Immer wieder fand Kati Hinz die dadurch entstehende Lücke. Andernfalls wurde die Abwehr gut bewegt und die Außenpositionen frei gespielt, die nur leider im Abschluss nicht ihren besten Tag erwischten. Mit einem komfortablen Vorsprung von 18:12 ging es zum Pausentee in die Kabine.

Den zweiten Durchgang begannen wir fast traditionell mit einem Fehlstart. Die Umstellung der Abwehr von Hermsdorf stellte uns vor eine kurzfristig nahezu unlösbare Herausforderung, wodurch wir zunächst fast unseren gesamten Vorsprung einbüßten. Beim Stand von 20:19 konnten wir glücklicherweise den Schalter wieder umlegen und über ein 23:20 den Abstand von 5 Toren zum 25:20 wieder herstellen. Rückkehrerin „Eisi“ Eisold bewies in der Phase ein gutes Händchen und traf gleich zweimal. Die durch die Manndeckungen entstandenen größeren Lücken wurden effektiver genutzt und auch die Abwehr konnte sich besonders in diesen Minuten auf ihre Torhüter Jannika Neeb und Marei Schmidt verlassen, die jeweils gute Leistungen abrufen konnten. Spannend wurde es nochmal in der Schlussphase, als wir uns in doppelter Unterzahl behaupten mussten. Durch etwas Glück überstanden wir diese unbeschadet, waren sogar mit zwei Zählern von Elli Gerspach und Alina Labenski erfolgreich. Am Ende leuchtete ein hochverdienter29:22-Sieg auf der Anzeigetafel auf und somit auch das Flackern in den Augen der Akteurinnen über die ersten zwei Punkte auf unserem Konto in der laufenden Saison.

Wir wünschen Vanessa Herzfeldt an dieser Stelle schnellstmögliche Genesung und hoffen, dass in der nächsten Begegnung in Schöneberg mal keine Akteurin mit gebrochener Nase das Spielfeld verlassen muss.

Nächstes Wochenende geht es für die Schöneberger Damen nach Rostock, wo die Rückfahrt mit zwei weiteren Punkten und Betreuer Helges Einstand versüßt werden soll.

Es spielten: Suse (8/4), Katrin (7), Ilka (5), Elli (3), Kathrin, Eisi (je 2), Alina, Ricarda (je 1), Jacky, Jasmin, Marei & Jannika (beide TW)

SG OSF Berlin - SG Hermsd.-Waidm.lust
29:22 (18:12)