Spielbericht
Füchse Berlin Reindf. II   vs.   1. Männer

29.10.2016

Vermeidbare Niederlage – 31:28 im Fuchsbau gegen Füchse Berlin II

Füchse Berlin Reindf.

Füchse Berlin Reindf. II

31 - 28
SG OSF Berlin

1. Männer

Wer ist die Nummer 1 im Berliner Amateur-Handball?

Diese Frage sollte an diesem Wochenende einer Klärung herbeigeführt werden. Die Vorzeichen standen dabei eher auf Unentschieden. Denn nach Niederlagen für beide Kontrahenten sahen sich beide Seiten dieses Duells nach Siegen in Ludwigsfelde (30:25 für Füchse Berlin II) und am Sachsendamm gegen den VfL Tegel (27:23 für die SG OSF Berlin) wieder in einem Aufwärtstrend. Diesen zu bestätigen traten beide Mannschaften nun im Fuchsbau gegeneinander an. Die Körpersprache, so Coach Ferenc Remes bei der Ansprache in der Kabine vor dem Spiel, sei bei seinen Mannen hervorragend. Deutlich wäre der Kampfes- und Siegeswille sichtbar gewesen. Da auch fast alle Kandidaten fit und gesund in die „Werferhalle“ in Hohenschönhausen gekommen waren (nur Kreisspieler Manuel Frank sah man seine im Abklingen befindliche Erkältung noch ein wenig an) sollte der Kampf dann beginnen. Stamm-Rechtsaußen Robert Kohrs musste auf der Tribüne Platz nehmen, weil den Handballregeln entsprechend immer nur maximal 14 Spieler auf das Spielprotokoll eingetragen werden dürfen.
Mit Dorian Schnabel und Maik Clausen feierten zwei Spieler der SG OSF Berlin auch ein Wiedersehen an alter Wirkungsstätte. Beide hatten in der B- und A-Jugend der Füchse Berlin ihre Handballausbildung erhalten. Dorian, der in der Startformation auflaufen durfte, zeigte dann auch gleich, dass diese Ausbildung Früchte getragen hatte. Mit drei tadellosen, technisch anspruchsvollen Toren war er der Mann der ersten 15 Minuten.  Bis zu diesem Zeitpunkt konnten wir die Partie auch ausgeglichen gestalten, was der Spielstand von 7:6 für die Füchse auch dokumentierte. Bis zum 9:8 konnten wir das Spiel weiterhin offenhalten, aber vermeidbare Ballverluste im Angriff verhalfen der Füchse-Reserve zu einfachen Kontertoren, bei denen Maurice Castillo im Tor nur wenig Chancen auf eine erfolgreiche Abwehr hatte. Bis auf 14:9 wuchs damit der Vorsprung der Heimmannschaft an und diesen Vorsprung verteidigte die junge Garde um „Oldie“ Christoffer Kubrak im Tor der Füchse dann auch bis zum Halbzeitstand von 18:13. Dabei half leider auch das kurze Aufflammen der Gegenwehr durch zwei Tore von Maik Clausen und erneut einem Treffer von Dorian Schnabel zum Zwischenstand von 14:11 nichts. An der bis dahin mageren Torausbeute beteiligten sich auch noch Quoc Cuong Le („Günni“) mit zwei, Justus Neeb mit zwei und Tobias Erdmann vom Kreis, Moritz Weber von Rechtsaußen und Philipp Wieschollek von Halblinks, der erneut Opfer rüder, ungeahndeter Attacken wurde und seine Nase in einem Kühl Pack vergraben musste, mit jeweils einem Treffer.


Die zweite Halbzeit soll hier nur kurz erwähnt werden, da ein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage nicht wirklich zu erkennen war. Auch wenn der nun eingewechselte Julien Groenendijk im Tor die Eine oder Andere Torchance der Füchse II-Truppe vereitelte, so waren seine Vorderleute nicht im Stande das Blatt zu wenden. Bis zu 7 Toren (29:22 nach 50 gespielten Minuten) wuchs zwischenzeitig der Vorsprung der Reserve der Bundesligamannschaft der Füchse Berlin an und nur unser, wie ein mit einer bestimmten Batteriesorte versehenes Klapperäffchen, unermüdlich laufender Moritz Weber auf Rechtsaußen packte in der Schlussphase noch einmal 6 Treffer auf sein persönliches Tore Konto und sorgte somit fast im Alleingang dafür, dass der Endstand mit 28:31 noch einigermaßen versöhnlich ausfiel.
Schlussendlich eine vermeidbare, wenn man die Konzentration aus der Aufwärmphase mit in die gesamte Spielzeit hätte nehmen können, aber auch verdiente Niederlage. Die Frage nach der Nummer 1 im Berliner Amateur-Handball ist damit zwar noch nicht endgültig beantwortet, aber der Zwischenstand, auch in der aktuellen Tabelle der Oberliga Ostsee-Spree, sieht erst einmal die Füchse Berlin II vorne.


Auch im Fuchsbau wurden wir wieder von zahlreichen Fans begleitet und angefeuert. Dafür Dank an dieser Stelle.
8 Punkte auf der Habenseite. Punkt.
Der nächste Kracher wartet schon. Am 5.11.2016 um 17:45 Uhr in der Lilli-Henoch-Sporthalle (Pallasstraße 15, 10781 Berlin) gegen einen weiteren Absteiger aus der 3. Liga: Stralsunder HV. Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung.


Aufstellung:  Julien Groenendijk (TW), Maurice Castillo (TW), Moritz Weber (7), Quoc Cuong Le (5/3), Dorian Schnabel (5), Maik Clausen (3), Philipp Wieschollek (3), Justus Neeb (2), Tobias Erdmann (2), Manuel Frank (1), Marcel Buchholz, Rudolf Schulz, Hannes Werner, Tizian Stark

30.10.2016, Norbert Menge

Füchse Berlin Reindf. II - SG OSF Berlin
31:28 (18:13)